„Die Kohle ist blutbefleckt“ – Die Zeit über die andere Seite der Kohleverstromung

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Umweltzerstörung im großen Stil: Braunkohletagebau von Vattenfall in der Lausitz. Foto: Dirk Seifert

Kohlekraftwerke bringen Umweltzerstörung, Gesundheitsrisiken und Klimakatastrophe mit sich. Nicht nur in Deutschland, sondern z.B. auch dort, wo die Kohle abgebaut wird. Die Zeit berichtet über das Beispiel Kolumbien:  „Ganze Dörfer müssen in Kolumbien dem Bergbau weichen. Menschen werden bedroht und ermordet. Der Tagebau verursacht enorme Umweltschäden. Deutsche Versorger, die kolumbianische Kohle importieren, kümmert das wenig“ (hier der gesamte Text auf der Seite der Autorin Alexandra Endres).

Auf diese Probleme will auch die Aktion Gegenstrom13 aufmerksam machen. Dazu läuft eine Kampagne gegen das noch im Bau befindliche Vattenfall-Steinkohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg. Am 10. Mai findet als Höhepunkt der Kampagne eine symbolische Hafenblockade in Hamburg statt.

Mehr zum Thema:

Umweltbehörde Hamburg hilft Vattenfall: Gewässerschutz für die Elbe soll für Betrieb des Kohlekraftwerk Moorburg reduziert werden

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Noch im Bau und Anlass für jede Menge Streit. Das Vattenfall Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg. Foto: Jürgen Mumme

In scharfer Form hat der BUND Hamburg am Freitag die Hamburger Umweltbehörde kritisiert. Die Behörde unter der Leitung von Jutta Blankau, SPD, hat in der Auseinandersetzung um die Umweltschutzauflagen für das noch im Bau befindliche Vattenfall-Kohlekraftwerk Moorburg Revision gegen ein Urteil des Oberverwaltungsgericht Hamburg eingelegt. Darin ist Vattenfall verpflichtet worden, zum Schutz der Elbe nur begrenzt Kühlwasser zu entnehmen und stattdessen einen bereits im Bau befindlichen Kühlturm verstärkt einzusetzen, um die Elbe zu entlasten. „Umweltbehörde Hamburg hilft Vattenfall: Gewässerschutz für die Elbe soll für Betrieb des Kohlekraftwerk Moorburg reduziert werden“ weiterlesen

Nicht nur verstrahlt: Vattenfalls Kohlekraftwerke vergiften Umwelt und Menschen

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Verstrahlt oder vergiftet? Vattenfalls Energiepolitik schadet in jedem Fall der Gesundheit. Foto: Dirk Seifert

Kohleverstromung schädigt nicht nur das Klima, sondern auch die Gesundheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Greenpeace. „Durch Deutschlands Kohlekraftwerke sterben statistisch gesehen rund 3.100 Menschen verfrüht. Sie verlieren zusammen rund 33.000 Lebensjahre. Das sagt eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie aus, welche die Organisation am gestrigen Mittwoch unter dem Motto „Tod aus dem Schlot“ vorstellte“, schreiben die Klimaretter. Dort kann man sich ausführlicher über die Studie informieren.

Neben RWE richtet sich die Studie auch gegen Vattenfall, die über 80 Prozent ihres Stroms mit Braunkohle vor allem in der ostdeutschen Lausitz erzeugen. Vattenfall hat natürlich schon festgestellt, dass das Unsinn ist, was Greenpeace behauptet. Die Pressemitteilung gibt es hier. Selbstverständlich verfügt Vattenfall über die modernsten Kraftwerke, allesamt ordentlich saniert und mit allen Meßwerten bliebe man deutlich unter den Genehmigungsgrenzwerten. Greenpeace verfolge mit der Studie die klare „Absicht, den Energieträger Kohle zu diskreditieren und den Menschen Angst zu machen“, so Vattenfall.

Zur Kohleverstromung siehe auch hier: Klimakatastrophe in und aus Australien: Weltweit größte Kohleminen sollen erschlossen werden

und hier: Kolumbien: “Blutige Kohle” für deutschen Strom – Menschrechtsverletzungen und Umweltzerstörung

Weitere Hintergrundinfos bei Greenpeace: Hier die Übersichtsseite über die Studie und hier die Studien:

27.03.2013 Kohle-Gesundheitsreport

02.04.2013 Uni Stuttgart: Health Impacts of Coal Fired Power Stations in Germany

28.03.2013 Todesfälle durch Kohle

 

„Vattenfall – 15 Juristen gegen die Demokratie“

Vattenfall_AKW_Kruemmel_09-2012-23Vattenfall klagt wegen Schadensersatz für seine nach der Fukushima-Katastrophe stillgelegten Atommeiler Brunsbüttel und Krümmel nicht nur wie E.on und RWE vor dem Bundesverfassungsgericht, sondern als ausländisches Unternehmen auch vor dem ICSID, dem International Centre for Settlement of Investment Disputes, das der Weltbank angehört. Vattenfall will 3,7 Mrd. Euro von der Bundesrepublik als Schadensersatz bekommen. „„Vattenfall – 15 Juristen gegen die Demokratie““ weiterlesen

Kohlekraftwerk Moorburg: Vattenfall stellt sich weiterhin gegen Gewässerschutz

cropped-Moorburg_August-_2008_06_Dirk_Seifert.jpgVattenfall hat am Montag einen Revisionsantrag gegen das Urteil zum Gewässerschutz beim Bau des Steinkohlekraftwerks Moorburg gestellt. Damit will der Konzern die Umweltauflagen reduzieren. Der BUND Hamburg, der vor Gericht bessere Schutzmaßnahmen für die ohnehin stark belastete Elbe erreicht hatte, kritisiert diesen Vattenfall-Antrag am gestrigen Dienstag: „Energiekonzern greift OVG-Urteil an / Gewinnoptimierung allein auf Kosten der Umwelt / EU-Beschwerdeverfahren droht. „Kohlekraftwerk Moorburg: Vattenfall stellt sich weiterhin gegen Gewässerschutz“ weiterlesen

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