Aktuell von der Dauernmahnwache am AKW Grohnde

Am AKW Grohnde ist die Dauermahnwache errichtet.

Deutschland-Radio berichtet aktuell über die Transporte mit plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen und die Protest-Aktionen am AKW Grohnde. Das Audio gibt es hier!

Die sehr umfassende Recherche gibt es hier als Text

Über die Aktionen erfahren sie hier mehr.

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Online-Protest: Proteste gegen Plutonium-Transporte unterstützen!

Trotz zahlreicher Proteste beim ersten soll nun ein weiterer MOX-Transport über Nordenham zum AKW Grohnde statfinden. Am 3. November werden deshalb in den beiden Orten Protestaktionen starten. Unterstützen sie mit ihrer Unterschrift die Proteste: Einfach hier klicken und unterschreiben!

Informieren sie sich hier über die laufenden Aktionen und die Hintergründe.

Update Plutonium-Transport – Aktionen

Hoch umstrittener Schiffstransport mit plutoniumhaltigen Brennelementen (MOX) auf dem Weg nach Nordenham. Sonntag, 13.30 Uhr Protest-Paddeln auf der Weser und Demonstration direkt am RoRo-Anleger der Firma Rhenus Logistics in Nordenham. Dort legt die Atlantic Osprey mit den MOX-LKWs an und fährt auf der Straße direkt durch die Stadt Nordenham über Bremen und Hannover (mögliche Route auf der Straße) zum Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln.

Nordenham

Direkt an dem RoRo-Anleger der Firma Rhenus Logistik, Betrieb Blexen in Nordenham wird am Sonntag um 13.30 Uhr eine Demonstration gegen den MOX-Transport stattfinden. „Paddeln mit demonstrativen Charakter auf der Weser; wenn genug Menschen mit Kajaks und Kanus teilnehmen wollen wir symbolisch die 400 m lange Anlegestelle blockieren“, so Organisator Bernd Ebeling von www.contrAtom.de – Informationsnetzwerk gegen Atomenergie.

Zu der Demo werden auch Landwirte mit Traktoren erwartet. Da die Traktoren als Blockade verwendet werden könnten, hat die Versammlungsbehörde einen gesonderten Platz für das schwere Gerät angeordnet.

Dazu der O-Ton der Polizeidirektion Oldenburg: „Die Bauern dürfen ihre Traktoren nicht in der Neptunstraße und in der Nähe der Deichscharte parken, da sie als Blockademittel dienen könnten und die Bauern sich eh nicht an Absprachen halten“, konstatierte die Polizei beim gestrigen Kooperationsgespräch im Rathaus der Stadt Nordenham.

Weiter teilte die für die Weser zuständige Wasserschutzpolizei Brake bei diesem Gespräch mit, „das sie mit allen verfügbaren Schlauchbooten und Schiffen vor Ort sein werden, um zu verhindern, das Aktivisten auf die Anlegestelle und das Schiff klettern“.

Der LKW mit den plutoniumhaltigen Brennelementen soll direkt am RoRo-Anleger der Firma Rhenus Logistics von dem Atomfrachter Atlantic Osprey durch das Stadtgebiet von Nordenham fahren. Zielort ist der Atommeiler Grohnde bei Hameln, die wahrscheinliche Route führt über Bremen und Hannover, es sind allerdings andere Routen ebenso möglich.

Bernd Ebeling fordert von EON, auf den Einsatz der plutoniumhaltigen Brennelemente zu verzichten: „Die Erfahrung zeige, dass der Einsatz von den sogenannten MOX-Brennelementen (plutoniumhaltig) erheblich schwieriger zu händeln sei als die üblichen Brennelemente, dieses verlautet selbst in EON-Kreisen“.

„Unsere Kritik bezüglich der fehlenden Sicherheitsvorkehrungen an dem längst abgeschriebenen Transportschiff Atlantic Osprey erhalten wir aufrecht“, so Jan Becker von contrAtom. Die französische Sicherheitsbehörde “Autorité de Suretté Nucléaire” (ANS) hat offenbar gegenüber britischen Behörden die Sicherheit des Plutoniumfrachters Atlantic Osprey kritisiert.  Das geht aus einem vor kurzem veröffentlichten Bericht der britischen “International Nuclear Service” (INS) hervor. Wir erwarten von den, für diesen Atomtransport, zuständigen Behörden, das diese sofort bei der ANS nachfragen. „Haben die deutschen Behörden bei den französischen und britischen Behörden nachgefragt wegen der Sicherheitsbedenken? Was sind die Ergebnisse und wann werden diese veröffentlich?“, fragt Jan Becker. (siehe auch Informationen über die Mängel bei einer Sicherheitskontrolle hier. Die Stadt Nordenham und der Landkreis Wesermarsch wollen Verbot der Atomtransporte.)

ContrAtom und der Vorsitzende des Umweltausschußes der Stadt Nordenham erwarten dazu Stellungnahme von Innenminister Lorenz Caffier/CDU, derzeitig Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Innenminister und –senatoren von Bund und Ländern (IMK), Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann/CDU, Bundesumweltminister Peter Altmaier/CDU und dem Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, Bündnis90/Die Grünen.

Ansprechpartner für die Presse in Nordenham : Hajo Janßen, Vorsitzender des Umweltausschußes der Stadt Nordenham, mob. 0160  8829970 und Bernd Ebeling, contrAtom, mob. 01520 8296695

Grohnde

Ab heute gibt es eine Dauermahnwache vor dem Atomkraftwerk Grohnde.

Ansprechpartner: Tobias Darge, Grohnde abschalten, mob. 0176 24249815

Beginn: am Freitag ab 18 Uhr
Wo: natürlich vor dem AKW Grohnde
Wie lange: voraussichtlich bis der Transport beendet ist
Routenplaner über Google-Maps hier

Weitere Infos auf http://www.grohnde-abschalten.de/

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:

Bernd Ebeling, Mob. 01520 8296695  ,  bernd@contrAtom.de

Informationsnetzwerk gegen Atomenergie – www.contratom.de

Plutonium-Transporte zum AKW Grohnde – zahlreiche Sicherheitsmängel

Der Transport von Plutonium-Brennelementen von Sellafield/UK über den Hafen von Nordenham zum AKW Grohnde hat begonnen. Der überalterte und unsichere Frachter Atlantic Osprey ist mit acht so genannten MOX-Brennelementen seit gestern auf dem Weg.

Während vor Ort die Proteste ab heute beginnen, häufen sich Informationen über Sicherheitsmängel bei diesem Plutonium-Transport. (Hier online protestieren!)

Kritik gibt es aber auch, was den Einsatz der MOX-Brennelemente im Reaktor angeht. Selbst E.on sieht bei MOX nur Nachteile gegenüber herkömmlichen Uranbrennelementen. In den USA gibt es noch kein einziges AKW, dass MOX einsetzen mag. Noch rund 100 solcher Plutonium-Transporte sollen in den nächsten Jahen erfolgen, dabei müssen rd. 5.000 Kilogramm Plutonium transportiert werden.

Der Atomfrachter Atlantic Osprey, der für den jetzt laufenden Transport eingesetzt wird, ist im Gegensatz zu anderen Schiffen für solche gefährlichen Transporte nur einwandig gebaut und verfügt über nur eine Antriebs-Maschine.

Am Montag haben der Kreistag Wesermarsch und die Stadt Nordenham auf einer gemeinsamen Sondersitzung aus Anlass der Plutonium-Transporte eine Resolution verabschiedet. Darin stellen sie fest: „Nordenham darf keine Drehscheibe für internationale Atomtransporte, für den Umschlag brisanter, hochgefährlicher strahlender Güter sein und werden!“ und fordern „die Genehmigung für den Umschlag der MOX-Elemente in Nordenham zu widerrufen und keine weiteren Genehmigungen für den Umschlag von Kernbrennstoffen in Nordenham mehr zu erteilen.“

Bremen hat seine Häfen für solche gefährlichen Transporte per Gesetz gesperrt. Cuxhaven und Wilhelmshaven weigern sich, solche atomaren Frachten über ihre Häfen umzuschlagen.

Der umweltpolitische Sprecher der Fraktion Die Linke im niedersächsischen Landtag, Kurt Herzog, fordert eine umgehende Sicherheitsüberprüfung der Atlantic Osprey. Herzog  sagte: „Uns ist das Protokoll einer Sicherheitsüberprüfung des Frachters bekannt geworden, welche die französische Atomaufsicht ASN am 6. September 2006 im Hafen von Dünkirchen durchgeführt hat. Der Bericht zeigt, dass es auf dem Schiff erhebliche Mängel gibt – beim Strahlenschutz für die Mannschaft, bei der Lagerung des radioaktiven Materials und bei der Handhabung von Beförderung und Entladung.“

Laut ASN hätten sich die Verantwortlichen auf der „Atlantic Osprey“ nicht einmal um die täglichen Strahlenmessungen gekümmert, kritisierte Kurt Herzog: „Auf dem Schiff wird mit hochradioaktivem Material offenbar ähnlich sorglos hantiert wie seinerzeit in der Schachtanlage Asse. Das niedersächsische Umweltministerium und das Gewerbeaufsichtsamt müssen das unbedingt kontrollieren, bevor die Entladung freigegeben wird.“

Auch die Grünen-Fraktion im Landtag von Niedersachen protestiert und fordert die Rücknahme der Transportgenehmigung durch das Bundesamt für Strahlenschutz. In einer Pressemitteilung kündigten die Grünen gestern an, die MOX-Transporte mit einer Kleinen Anfrage zum Thema der nächsten Landtagssitzung zu machen. Die Grünen-Abgeordnete Ina Korter aus der Wesermarsch und der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel wollen wissen, mit welchen Maßnahmen die Landesregierung für die Sicherheit der Bevölkerung während der umstrittenen Transporte sorgen wird.

Es sei zu befürchten, dass die vom Transport betroffenen Landkreise aufgrund der mangelnden Informationspolitik des Umweltministeriums über keinerlei Katastrophenschutzpläne verfügten, sagten die Grünen-Politiker heute (Donnerstag) in Hannover. Korter: „Nicht einmal der Landrat des Landkreises Wesermarsch ist von der Landesregierung informiert worden“.

Wenzel kritisierte, dass Umweltminister Birkner zunächst versucht habe, dem Bundesamt für Strahlenschutz den „schwarzen Peter zuzuschieben“, obwohl eindeutig das Land Niedersachsen für die Gewährleistung der Transportsicherung zuständig sei.

Die Grünen-Politiker forderten die Landesregierung auf, die Transporte wegen mangelhafter Katastrophenschutzpläne sofort auszusetzen. Nach Fukushima müsse eine Neubewertung des Einsatzes von MOX-Elementen erfolgen.“

Die kleine Anfrage zum Thema finden Sie unter: http://www.fraktion.gruene-niedersachsen.de/cms/default/dokbin/416/416738.pdf

Plutonium-Transporte: Mahnwache am AKW Grohnde – Protest-Paddeln Sonntag in Nordenham

Die Atlantic Osprey ist mit ihrer Plutonium-Fracht auf den Weg nach Nordenham. Die Proteste gegen den Atomwahnsinn beginnen heute.

Heute, am Freitag startet vor dem AKW Grohnde eine Dauermahnwache aus Protest gegen die hochgefährlichen Transporte mit plutoniumhaltigen Brennelementen. Am Sonntag beginnen die Proteste im Umschlaghafen von Nordenham. Anti-Atom-Initiativen rufen zum Protest entlang der vermuteten Strecke von Nordenham zum AKW Grohnde auf.

Die so genannten MOX-Brennelemente kommen aus Sellafield per Schiff über den Hafen von Nordenham und sollen dann weiter per LKW zum AKW Grohnde transportiert werden. Der Atomfrachter, die Atlantic Osprey, ist offenbar inzwischen mit dem Plutonium an Bord auf dem Weg nach Nordenham. Ein weiterer Transport steht für November an, insgesamt müssen noch rd. 5.000 kg Plutonium aus Sellafield und La Hague zurück genommen werden. Weitere Infos siehe auch hier.

Die mögliche Straßen-Transportstrecke sehen sie hier.

PROTEST IN GROHNDE

Beginn der Dauermahnwache: am Freitag ab 18 Uhr
Wo: natürlich vor dem AKW Grohnde/Emmerthal
Wie lange: voraussichtlich bis der Transport beendet ist
Anreise: Routenplaner über Google-Maps hier
Mit der Bahn fahrt Ihr ab Hannover oder Paderborn zum Bahnhof Emmerthal und folgt den anderen Aktivisten. Bringt Schlafsack, Isomatte etc. und Sachen wie Instrumente, Bücher etc. zum Zeitvertreib mit!
Infos zum MOX-Transport und den Aktionen auf Twitter: https://twitter.com/castorticker

PROTESTE IN NORDENHAM

Für Sonntag, 23.9., rufen Atomkraftgegner zu einem “Protestpaddeln” auf der Weser, nahe des Umschlagplatzes für den LKW vom Schiff aufs Land auf. Natürlich brauchen die PaddlerInnen landseitig Unterstützung!

  • Um 13.30 Uhr ist Treffen am Weserufer, Neptunstraße, 26954 Nordenham. Um 14 Uhr ist Paddeln auf der Weser angesagt mit Fahnen und Transparenten.

Für die Menschen die Paddeln (um schwimmfähige Gefährte solltet Ihr Euch selber kümmern) sollten Schwimmwesten selbstverständlich sein. Am Ufer wird Unterstützung benötigt, Traktoren sind natürlich gerne gesehen. Ende soll gegen 15 Uhr sein. Eine Versammlung ist bei der Stadt Nordenham angemeldet.

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