URENCO Gronau: Risiko Atomwaffen-Technik und die deutsche Atom-Politik

Am Haupteingang der URENCO - Der Konzern reichert Uran für die Herstellung von Brennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt her. Ohne jede Befristung durch das Atomgesetz.
Urananreicherung der URENCO in Gronau: Auch militärisch überaus brisant.

Deutschland und die Weiter-Verbreitung von Atomwaffen-Technik: In Gronau steht die zur URENCO gehörende Urananreicherungsanlage. Sie stellt Uran-Brennstoff für den Einsatz in Atomkraftwerken her. Technisch aber ist sie in der Lage, atomwaffenfähiges Uran herzustellen. Sie ist damit auch unter militärischen Gesichtspunkten eine der brisantesten Atomanlagen in der Bundesrepublik. Ebenso brisant: Die URENCO soll verkauft und privatisiert werden. Derzeit gehört die URENCO der britischen und niederländischen Regierung sowie den beiden deutschen Konzernen E.on und RWE zu je einem Drittel. In allen drei Ländern sowie in den USA betreibt der Urankonzern entsprechende Anreicherungsanlagen. Die Links-Fraktion im Bundestag hat die Bundesregierung zum Stand der Verkaufsplanungen befragt. Die Antworten sind überaus spärlich (PDF).

Außenminister Steinmeier über das RISIKO Urananreicherung.

Wie brisant die Urananreicherungstechnik ist, die bei der URENCO im Einsatz ist, zeigt dieses Statement von Franz-Walter Steinmeier (SPD): „Die Urananreicherung ist ein klassischer Weg, um nuklearen Brennstoff herzustellen. Diese aufwändige Technologie ist aber auch der Schlüssel zu Atomwaffen. Man muss also Wege finden, wie jeder Staat Kernenergie uneingeschränkt friedlich nutzen kann, ohne dass damit der Griff nach der Bombe möglich wird. Der Atomwaffensperrvertrag geht auf dieses Problem bislang nicht ein.“ Das sagte Außenminister Steinmeier nicht als Antwort auf die Anfrage der Linken, sondern im Mai 2007 (ebenfalls als Außenminister, Quelle: Auswärtiges Amt) (siehe auch hier: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/044/1804433.pdf, das Interview ist beim Handelsblatt zu finden:  „Die Urananreicherung ist ein klassischer Weg, um nuklearen Brennstoff herzustellen. Diese aufwendige Technologie ist aber auch der Schlüssel zu Atomwaffen,“ schrieb Steinmeier (SPD), Gastkommentar Handelsblatt (2. Mai 2007)).  Nicht die URENCO war gemeint, sondern es ging um die international wachsenden atomaren Begehrlichkeiten des Irans und Nordkoreas und den Atomwaffensperrvertrag.

Steinmeier damals weiter: „Die Anreicherung von Uran beherrschen im industriellen Maßstab nur wenige Staaten. Es ist nachvollziehbar, dass immer mehr Länder sich aus der Lieferabhängigkeit von angereichertem Brennstoff befreien und selbst Uran anreichern wollen. Damit steigt aber auch die Gefahr des Missbrauchs.“

Weltweites Interesse an Kauf der URENCO

International ist das Interesse an der URENCO groß. Immerhin versorgt sie über ein Drittel des Weltmarkts mit Uranbrennstoff für Atomkraftwerke. Die VDI-Nachrichten berichteten bereits im Herbst 2012: “Die Liste potenzieller Käufer geht weiter über den kanadischen Uran-Trader Cameco bis hin zu Toshiba Westinghouse, dem britisch-japanischen Anlagenbauer und Konkurrenten von Areva beim Bau von Kernkraftwerken. Hinzu kommen seit Mitte Oktober Zeitungsberichten zufolge die Kapitalanleger Apax, KKR, Carlyle und CVC. Interesse hat auch Li Ka-shing gezeigt, ein Milliardär aus Hongkong, der in Großbritannien schon Netzbetreiber, Energieversorger und Wasserwerke im Wert von über 15 Mrd. € gekauft hat. Aber er kommt als Käufer wohl ebenso wenig infrage wie Tenex, die staatliche russische Uran-Anreicherungsfirma, oder Rosatom.” Selbst in Indien wird darüber diskutiert, ob ein Angebot zum Erwerb der URENCO sinnvoll ist.

Ebenso kommt der französische Atomgigant AREVA als Käufer in Frage. Gemeinsam mit der URENCO betreibt AREVA bereits seit 2007 die Enrichment Technology Company (ETC). Dieses Unternehmen, ehemals eine 100 prozentige URENCO-Tochter, ist für die Forschung und Entwicklung sowie den Bau und die Wartung von Uran-Zentrifugen zuständig.

Atomwaffen-Technik an der Börse?

Ausdrücklich wird sogar ein Börsengang der URENCO nicht ausgeschlossen, jedenfalls nicht von der Bundesregierung: „Ein Börsengang ist weiterhin als mögliche Option für potentielle Anteilsveräußerungen bei URENCO im Gespräch“, heißt es in der Antwort auf die Kleine Anfrage.

Bundesregierung und die Verbreitung von URENCO-Atomwaffen-Technik

Mit den Verkaufsplänen der URENCO steht die Bundesrepublik nun mitten drin in der Debatte um die Risiken der Weiterverbreitung von Atomwaffen-Technik. Und da hat auch Steinmeier ein gewichtiges Wort mitzureden: „Das Auswärtige Amt ist im Rahmen der regierungsinternen Abstimmung und Vertretung der Position der Bundesregierung beim Thema möglicher Anteilsveräußerungen bei URENCO maßgeblich beteiligt“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf die aktuelle kleine Anfrage des Abgeordneten Hubertus Zdebel. Insbesondere „mit Blick auf die nuklearen nichtverbreitungspolitischen Aspekte“ nimmt das Auswärtige Amt auch an den Gesprächen im Gemeinsamen Ausschuss teil und „beteiligt sich, soweit erforderlich, an Gesprächen mit Vertretern sonstiger Beteiligter“. Wer diese „sonstigen Beteiligten“ sind, geht aus der Antwort nicht hervor.

Und weiter: „Die Bundesregierung hat bereits verschiedentlich deutlich gemacht, dass möglichen Änderungen an der Anteilsstruktur von URENCO nur dann zugestimmt werden könnte, wenn vorher durch einen entsprechenden Rechtsrahmen für die zukünftige Struktur von URENCO klargestellt ist, dass auch weiterhin nukleare Nichtverbreitung, Sicherung der Technologie und wirtschaftliche Solidität bei URENCO sichergestellt sind“.

Diese Aussage wiederholt die Bundesregierung bereits seit vielen Monaten. Jetzt erklärt sie: „Sicherung der Technologie bedeutet dabei, das neben der Erfüllung der allgemeinen Vorgaben der nuklearen Nichtverbreitung der Zugriff anderer auf die Technologie ausgeschlossen ist.“

Mit Bezug auf die von der niederländischen Regierung in einem Brief vorgelegten Anforderungen und einer im niederländischen Parlament durchgeführten Anhörung (an der die Bundesregierung nicht teilnahm), stellt die Bundesregierung lediglich fest, die dort genannten Kontrollrechte seien „grundsätzlich alle wichtig“ und über die Ergebnisse der Parlamentsanhörung im Dezember 2013 sei man durch „Vertreter der niederländischen Regierung“ informiert.

Während in den Niederlanden das Parlament beteiligt wird, ist das in der Bundesrepublik aus Sicht der Bundesregierung nicht nötig: Erst „im Lichte der weiteren Entwicklungen“ will die Bundesregierung über die Unterrichtung des Deutschen Bundestages entscheiden.

Verwiesen wird in der Antwort der Bundesregierung mehrfach auf den Vertrag von Almelo. Der Betrieb der URENCO unterliegt dem 1970 zwischen den drei beteiligten Regierungen vereinbarten völkerrechtsverbindlichen „Vertrag von Almelo“ (PDF). Darin ist festgelegt, dass die Uran-Zentrifugenanreicherung einerseits kommerziell unterstützt wird, andererseits aber die Anreicherung von Uran lediglich für den Einsatz in Atomkraftwerken beschränkt bleiben soll. Waffenfähiges Uran darf nicht hergestellt werden. Im Rahmen des Vertrags von Almelo ist auch ein „Gemeinsamer Ausschuss“ geregelt, in dem die Vertragsstaaten alle relevanten Angelegenheiten der URENCO überwachen. Jede Regierung hat ein Veto-Recht. Auch für den geplanten Verkauf ist daher die Bundesregierung unmittelbar beteiligt.

Über diese Verkaufspläne „erfolgt ein kontinuierlicher Austausch“ zwischen den Regierungen und seit August 2013 fanden regelmäßige Treffen der drei Regierungen sowie mit den Anteilseignern RWE und E.on statt. „Zuletzt war dies am 31. März 2014 und am 7. April 2014 der Fall“, teilt die Bundesregierung mit.

Dabei lässt sich die Regierung von den Rechtsanwaltskanzleien Osborne Clarke und Kirkpatrick & Lockhart Preston Gates Ellis LLP rechtlich beraten.

„Ordentliche Sitzungen“ im Rahmen des „Gemeinsamen Ausschusses“ nach dem Almelo-Vertrag hat es am 16. Oktober und am 1. April gegeben. Die Beratungen seien vertraulich, so die Bundesregierung.

Die Bundesregierung teilt außerdem mit, dass „das Thema einer möglichen Anteilsveräußerung bei URENCO .. verschiedentlich anlässlich von Treffen mit Vertretern der Regierung von Frankreich angesprochen“ wurde. Die Gespräche haben vermutlich den Hintergrund, dass der französische Atomkonzern sich mit der URENCO zu je 50 Prozent das Eigentum an der oben erwähnten ETC teilt. Diese Beteiligung ist durch einen weiteren völkerrechtsverbindlichen Vertrag zwischen den drei Almelo-Staaten und Frankreich im Vertrag von Cardiff (PDF) geregelt worden. Der Vertrag folgt in den Grundzügen dem Vertrag von Almelo. In einem „Quadripartie Committee“ sind die vier Regierungen im regelmäßigen Austausch und kontrollieren die Aktivitäten von URENCO und AREVA bei der ETC.

„Unabhängig von dem Thema möglicher Anteilsänderungen bei URENCO“, stehen die drei Regierungen von Deutschland, Großbritannien und der Niederlande „ständig in regelmäßigem Kontakt mit IAEO und EURATOM. Dabei nehmen Themen wie nukleare Nichtverbreitung eine wichtige Rolle ein. URENCO kommt als völkerrechtlich vereinbarter Unternehmenskonstruktion mit trinationaler Inhaberschaft, Verteilung auf Standorte in allen drei Ländern und mehrfach verschränkten Kontrollmechanismen eine internationale Vorbildfunktion im Hinblick auf die nukleare Nichtverbreitung zu.“

Damit bezieht sich die Bundesregierung auf die eingangs dargestellten Äußerungen von Außenminister Steinmeier und die Debatten um die wachsenden Begehrlichkeiten von immer mehr Staaten, einen eigenen nationalen Zugang zur Urananreicherung zu erlangen.

Wann ein Abschluss der laufenden Verhandlungen erfolgt, ist derzeit offenbar noch nicht absehbar. „Ein Enddatum …. lässt sich derzeit noch nicht genau vorhersagen“, teilt die Bundesregierung mit.

Unbefristeter Weiterbetrieb der URENCO-Anlage in Gronau erhöht Ansehen und Einfluss der Bundesrepublik

Auch unter der neuen Bundesregierung ist offenbar nicht vorgesehen, den Betrieb der Uranfabrik in Gronau zu begrenzen. Nach der Katastrophe von Fukushima ist der Betrieb der Atomkraftwerke in Deutschland befristet worden. In den Jahren 2021/22 werden die letzten sechs Atommeiler vom Netz gehen. Ausgenommen davon sind die Uranfabriken in Gronau und in Lingen (dort werden von AREVA Brennelemente für AKWs gefertigt).

Während die SPD in Nordrhein-Westfalen angeblich auf eine Stilllegung der Uranfabrik drängt und dazu nach Fukushima als (rot-grüne) Landesregierung einen entsprechenden Antrag in den Bundesrat eingebracht hat, will die SPD in der Bundesregierung davon nichts wissen. Im Gegenteil: Der Betrieb der URENCO-Anlage in Gronau „stärkt Ansehen und Einfluss Deutschlands im Kreis der Vertragsstaaten des Vertrages über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV)“.

Uranfabrik Gronau: „Atomanlage, mit der die Bundesrepublik ihren Status als potenzielle Atommacht unterstreicht“

atomwaffenfrei-jetztGronau, Uranfabrik URENCO: Auftakt des Ostermarschs in NRW gegen Atomenergie, Atomwaffen und Rohstoff-Kriege. 350 Menschen demonstrierten am Karfreitag zum Auftakt der Ostermärsche in Gronau vor den Toren der dortigen Uranfabrik. Dort wird Uran für den Einsatz in Atomkraftwerken angereichert. Die Technik der dort zum Einsatz kommenden Uran-Zentrifugen ist technisch aber auch in der Lage, hochangereichertes Uran für Atomwaffen herzustellen. Mehrfach weisen die RednerInnen auf der Kundgebung auf diesen Umstand hin.

Die Westfälischen Nachrichten berichten über die Kundgebung u.a.: „In der Zentrifugentechnik, mit deren Hilfe das Uran für die Verwendung in Brennstäben angereichert wird, ist auch die weitere Anreicherung möglich, machten mehrere Sprecher deutlich. Eine Anreicherung bis zu einem Wert, der für eine Verwendung in Atomwaffen notwendig ist. „Die UAA gehört damit zu den brisanten, militärischen Atomanlagen, mit der die Bundesrepublik ihren Status als potenzielle Atommacht unterstreicht“, meinte Dirk Seifert (Robin Wood).“ Eingangs hatte ich Michael Sailer zitiert, der Mitglied der Reaktor-Sicherheitskommission ist, einem Beratergremium der Bundesregierung. In der taz hatte er im April 2013 festgestellt: „Die Urananreicherung ist der einfachste Weg zur Atombombe“.

Anthony Lyamunda aus Tansania berichtete über die Pläne seiner Regierung, den Uranbergbau zu beginnen. “Der internationale Uranhandel wird von den Akteuren verschleiert und geheimgehalten”, so Lyumunda. Es sei daher nicht auszuschließen, dass vom drohenden Uranabbau in Tansania auch die Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau profitiert.

Angelika Claußen von den Internationalen Ärzten gegen den Atomkrieg (IPPNW) warnte auch vor den zunehmenden Konflikten um den Rohstoff Uran. Sie verwies auf den französischen Militäreinsatz in Mali und die Auswirkungen im angrenzenden Niger. Von dort bezieht Frankreichs Atomgigant AREVA einen großen Teil des Urans nicht nur für den Einsatz in den eigenen Atomkraftwerken, sondern auch für den Export nach Deutschland.

Weitere KundgebungsrednerInnen in Gronau waren Hannelore Tölke (Vorstandsmitglied der DFG-VK NRW), Stefan Kubel (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen). Veranstalter waren unter anderem Udo Buchholz von der örtlichen Anti-Gronau-Initiative und Vertreter des Bundesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

Der Ostermarsch in Gronau hier in Bildern:

Ostermarsch an Uranfabrik Gronau: Dreckiges Uran aus Afrika

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Anthony Lyamunda, Aktivist gegen geplanten Uranabbau in Tansania und der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel von den Linken auf dem Ostermarsch an der Uranfabrik in Gronau. Foto: Dirk Seifert

Besuch aus Tansania beim Ostermarsch-Auftakt an der Uranfabrik im westfälischen Gronau. Bereits am gestrigen Donnerstag traf der Aktivist Anthony Lyamunda den Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel in Münster. Lyamunda berichtete über den von der Regierung in Tansania geplanten Einstieg in den Uranbergbau. Bei der URENCO in Gronau wird Uran für den Einsatz in Atomkraftwerken angereichert.

Ebenfalls gestern berichtete der WDR ausführlich über die Aktivitäten zum Ostermarschauftakt in Gronau. Der Bericht ist hier nachzulesen.

Die Münstersche Zeitung berichtet über das Treffen von Lyamunda und Zdebel:

„Protest gegen Abbau und Anreicherung von Uran: Was eines Tages in der Urananreicherungsanlage in Gronau landet, ist oftmals unter schmutzigen Umständen in afrikanischen Minen gewonnen worden. Gemeinsam mit dem tansanischen Umweltaktivisten Anthony Lyamunda fordern die Linken das Ende des Uranhandels.

Lyamunda engagiert sich seit 2009 gegen den geplanten Uranabbau in Tansania. Was in Tansania drohe, könne man am Beispiel des laufenden Uranabbaus in Niger beobachten, so Lyamunda: „In Niger werden zum Uranabbau  Unmengen von Schwefelsäure eingesetzt und radioaktiver Feinstaub freigesetzt. Die Bevölkerung und die Minen-Arbeiter sind dieser radioaktiven Strahlung schutzlos ausgesetzt.“

Seine vielleicht wichtigste Aufgabe sieht Lyamunda darin, die Wege des abgebauten Urans aufzudecken: „Der internationale Uranhandel wird von den Akteuren verschleiert und geheimgehalten“, so Lyumunda. Es sei daher nicht auszuschließen, dass vom drohenden Uranabbau in Tansania auch die Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau profitiert.

„Bundesregierung verschleiert Uran-Herkunft“

Der linke Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel wies darauf hin, dass es ursprünglich die RWE-Tochter „Uranerzbergbau GmbH“ gewesen sei, die Tansania nach potenziellen Uran-Minen erkundet habe. „Bundesregierung und EU verschleiern die Herkunft des in deutschen Atomkraftwerken verbrauchten Urans“, sagt Zdebel. (Siehe dazu auch den untenstehenden Link mit weiteren Informationen)

Die Forderung nach der Schließung der Urananreicherungsanlage steht auch beim Ostermarsch an Karfreitag in Gronau im Mittelpunkt. „Atomenergie ist eben keine saubere Energie. Das fängt schon beim schmutzigen Uranabbau in  Entwicklungsländer wie Tansania an“, argumentiert Stefan Kubel von der Anti-Atom-Initiative „SofA“.“

Uranfabrik Gronau: Internationale Urangeschäfte und jede Menge Atomtransporte

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Weltweiter Uranhandel: Im Hamburger Hafen kommt Uran-Konzentrat aus Namibia an, wird in Containern per Schiene nach Frankreich zur Umwandlung zu Uranhexafluorid transportiert und landet später zum Teil auch in Gronau, wo der Uranbrennstoff für den Einsatz in AKWs hergestellt wird. Foto: Dirk Seifert

Der Betrieb der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage  (UAA) in Gronau ist nur durch den Transport von jährlich tausenden Tonnen Uranhexafluorid (UF6) von und nach Gronau möglich. Eine Auswertung mehrerer parlamentarischer Antworten der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen für die Jahre 2010 – 2013 ergibt ein erschreckendes Bild von den Uran-Mengen und der Vielzahl von Atomtransporten. Die Daten zeigen auch, wie international das Urangeschäft ist. Die Uranfabrik in Gronau wird vom multinationalen Urananreicherer URENCO betrieben, der zu einem Drittel E.ON und RWE gehört. Der Betrieb der Anlage in Gronau wurde nach der Katastrophe von Fukushima nicht befristet und hat eine Dauergenehmigung. „Uranfabrik Gronau: Internationale Urangeschäfte und jede Menge Atomtransporte“ weiterlesen

Atommüll ohne Ende – Interviews am Rande einer Tagung – Schattenblick

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Irgendwo muss das Zeugs ja hin. Atommüll ohne Ende.

Der Infopool Schattenblick hat am Rande der Tagung „Atommüll ohne Ende“ in Berlin zahlreiche Interviews mit TeilnehmerInnen geführt. Die Tagung fand Ende März 2014 aus Anlass der Debatte um das Endlagersuchgesetz und der Besetzung der dazu vorgeschlagenen Kommission statt. Diese Interviews sind jetzt auf der Homepage veröffentlicht, zum Nachlesen! „Atommüll ohne Ende – Interviews am Rande einer Tagung – Schattenblick“ weiterlesen

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