Urteil: Kein West-Atommüll in das ostdeutsche Atommülllager Lubmin!

Radioaktiv-09.jpgDas bundeseigene Atommülllager der EnergieWerkeNord (EWN) darf künftig keinen Atommüll mehr aus westdeutschen Anlagen aufnehmen. Die Ostsee-Zeitung berichtet: „Das Oberverwaltungsgericht Greifswald wies am Donnerstag eine Klage der Energiewerke Nord (EWN) gegen das Entwicklungsministerium Mecklenburg-Vorpommerns zurück. Zuvor hatte das Land ein Raumordnungsprogramm für Vorpommern beschlossen, wonach ausschließlich nur Atommüll aus den früheren ostdeutschen Kernkraftwerken Lubmin und Rheinsberg im ZLN deponiert werden dürfen. Gegen das Urteil kann beim Bundesverwaltungsgericht keine Revision eingelegt werden.“

Während der Genehmigungsphase Anfang der 90er Jahre hatten Politiker in Bund und Land zugesagt, dass in Lubmin nur Atommüll aus ostdeutschen Anlagen gelagert werden sollte. In der Genehmigung ist das aber damals nicht festgeschrieben worden. Aufgrund des Atommüllnotstands sind in den letzten Jahren mehrere Transporte mit Atommüll aus West-Anlagen trotz massiver Proteste nach Lubmin gebracht worden.

Z.B. lagert seit 2010 hochradioaktiver Atommüll aus  dem Kernforschungszentrum Karlsruhe und dem Atomforschungsschiff “Otto Hahn” in Lubmin. Robin Wood berichtet dazu: Der Atommüll enthält laut “NDR Info” ca. 88 kg waffenfähiges Plutonium.

Siehe auch: Atommülllager Lubmin – Streit zwischen Betreiber und Landesregierung

Terrorgefahren bei Atommülllager Lubmin: Mauern sollen höher werden

Vattenfall – Tarifkonflikte und Personalabbau

Vattenfall: Nicht mal eine fristgerechte Strompreiserhöhung bekommt das Unternehmen auf die Reihe. Foto: Dirk Seifert
Vattenfall: Tarifverhandlungen ohne Ergebnis vertagt. Foto: Dirk Seifert

Während Vattenfall in Schweden angekündigt hat, europaweit 2.000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen und in Schweden wegen zahlreicher Fehlinvestitionen schwer unter Druck steht – insgesamt hat das Unternehmen in den letzten Jahren rund vier Milliarden Euro in den Sand gesetzt  – verhandeln an den deutschen Standorten in Hamburg, Berlin und der Lausitz die Gewerkschaften um höhere Löhne. Für die Beschäftigten in Deutschland fordern sie 6,5 Prozent mehr Gehalt von Vattenfall. Heute ist nach Medienberichten die zweite Runde der Vattenfall-Tarifgespräche für die 15.000 Beschäftigten ohne Ergebnis vertragt worden. Über die erste Runde siehe die Erklärung der IG BCE hier. Laut Vattenfall beschäftigt das Unternehmen in Deutschland insgesamt 20.655 Mitarbeiter (Stand: 31.12.2011)

Einer DPA Meldung zu Folge (Berliner Zeitung) lehnten die Gewerkschaften IG Metall, Verdi und IG BCE die von Vattenfall angebotenen Gehaltssteigerungen über 2,2 Prozent und 1,6 Prozent für jeweils zwölf Monate sowie einmalig 200 Euro als zu wenig ab. Das nächste Treffen der beiden Verhandlungskommissionen soll am 20. März stattfinden.

Laut Vattenfall-Homepage beschäftigt das Unternehmen europaweit „rund 34.700 Mitarbeiter. (Stand Ende 2011). Stellungnahmen der Gewerkschaften zu den in Schweden angekündigten Einsparungen und dem Abbau von 2.000 Arbeitsplätzen sind bislang nicht bekannt.

Bester Dokumentarfilm 2012: Antje Huberts „Das Ding am Deich“ ausgezeichnet.

plakat_ddadAm Rande der letzten Berlinale hat der „Verband der deutschen Filmkritik“ den von Antje Hubert gemachten Film „Das Ding am Deich“ über den Widerstand gegen das AKW Brokdorf zum besten Dokumentarfilm 2012 gewählt. Der VDFK ist ein „Interessenverband von überwiegend Filmjournalisten, aber auch Filmwissenschaftlern und Filmhistorikern, die in Presse, Funk und/oder Fernsehen tätig sind“. Die Mitglieder des VDFK entscheiden jährlich über den „Preis der deutschen Filmkritik“, den der Verband in den Sparten Regie, Debütfilm, Darsteller, Darstellerin, Dokumentarfilm, Buch, Bildgestaltung, Kamera und Musik sowie Kurz- und Experimentalfilm vergibt.

Siehe auch: Nicht nur Kino – DAS DING AM DEICH startet – der Widerstand geht weiter

Zum Filmtrailer geht es hier.

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