Der Sound der Netze: Rantanplan und der Netze-Chor – DAS IST UNSER NETZ

Den Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ kam man jetzt hören, sehen und fühlen: Die Ska-Band Rantanplan und der Netze-Chor haben den Soundtrack für den Volksentscheid eingespielt: Das ist unser Netz. Bevor ihr das Video anklickt: Am 4. September das große Benefiz-Konzert für den Volksentscheid mit Rantanplan, Le Fly, Jan Plewka und Pensen. Hier die Infos, einfach jetzt Tickets kaufen und damit den Volksentscheid unterstützen! Alle Infos hier: ROCKEN für den Volksentscheid – Hamburg

Anschnallen, Lautsprecher aufdrehen, los gehts:

Alles klar? Natürlich ein Song von Rio Reiser und Ton Steine Scherben, den viele von euch sicherlich im Original kennen: Der Rauch Haus Song (Youtube). Es ist zwar Zufall, aber dennoch: Heute, dem Tag wo dieser Scherben-Song neu vertextet online geht, ist der 17. Todestag von Rio Reiser. Siehe hier: Nie vergessen – Für immer und dich: Rio Reiser – Der Traum ist aus und immer wieder: Lass uns ein Wunder sein.

Möglich wurde das Video durch die freundliche Unterstützung von R.P.S. Lanrue und Gert Möbius, den Song nicht nur zu covern, sondern ihn für den Hamburger Volksentscheid gegen Vattenfall und E.on (erstmals) umzutexten. Dafür ein fettes Danke! Weitere Danksagungen gleich weiter unten.

Fotos von den Aufnahmen für den Song findet ihr hier: RANTANPLAN trifft “Unser Netz Chor”

Danksagung:
Unser Hamburg – Unser Netz e.V. dankt für die Unterstützung zum „Unser Netz Song“:
– der Band Rantanplan für alles,
– den Tao-Studios für den Ton,
– Fabian Pieper für Bild und Schnitt,
– für Videomaterial – Graswurzel.TV,
– den Sängerinnen und Sängern des „Unser Netz“ Chor,
– der Rauch Haus Song ist von Ton Steine Scherben, T/M: Rio Reiser und R.P.S. Lanrue,
– Gert Möbius und R.P.S. Lanrue für die Unterstützung und die Genehmigung,
– Dirk Seifert für die Idee und den Text der Coverversion.
Alles wird gut: Tschüss Vattenfall!

„Der Rathausmarkt war voll, soviel Menschen waren da…“

Sound of UHUN
Sound of UHUN

(Ihr kennt den Song? Rauch Haus – Mariannenplatz (Youtube))…. Versucht den Text!

„und Mensch Meier musste heulen, Fukushima machte klar

so geht das doch nicht weiter, wir müssen raus aus dem Atom!

ist ja prima riefen alle, machen wirs mit Sonnenstrom!

Ist ja toll sagte Mensch Meier, holen wir uns auch noch das Netz.

Ökostrom ist angesagt, nicht 3000 sondern jetzt.

Und die Konzernchefs brüllten seit ihr denn bekloppt,

dass sind unsere Geschäfte, und die macht ihr jetzt zum Flopp ..

Und HAMBURG ruft es laut:

Wir schalten euch jetzt aus

DAS IST UNSER NETZ…. “

Nachher… der Sound für den Volksentscheid. Unser Hamburg – Unser Netz!

Nie vergessen – Für immer und dich: Rio Reiser – Der Traum ist aus und immer wieder: Lass uns ein Wunder sein

Rio Reiser August 2006 019RIO REISER: Heute, vor 17 Jahren starb einer der wichtigsten deutschsprachigen Sänger und Musiker. Und ein Mensch, der immer für Gerechtigkeit und für die Befreiung von Unterdrückung einstand – und sang! Bis heute sind die Songs von Ton Steine Scherben und von Rio Reiser für jede Generation eine Erinnerung, eine Mahnung und eine Hoffnung, dass es eine andere Welt geben kann. Der Traum ist aus… „Nie vergessen – Für immer und dich: Rio Reiser – Der Traum ist aus und immer wieder: Lass uns ein Wunder sein“ weiterlesen

Volksentscheid Energienetze Hamburg – Ein Faktencheck der „Welt“

logo_rgb_balkenMit einem umfangreichen Faktencheck zum anstehenden Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ hat sich „Die Welt“ in die Debatte eingemischt. Darin beleuchtet Jens Meyer-Wellmann die zahlreichen Aspekte, die bei der Debatte um die vollständige Rekommunalisierung der Energienetze für Strom, Wärme und Gas eine Rolle spielen. Diese Netze gehören derzeit noch mehrheitlich Vattenfall und E.on. 

Der Artikel gibt in diversen Punkten einen Überblick und trägt in dieser Weise auch zu einer Versachlichung der Debatte bei, die in den letzen Wochen immer schärfer geworden ist. In jedem Fall zeigt der Text auch auf, dass Vorwürfe, die Volksentscheids-Initiative erzähle vor allem Märchen, nicht haltbar sind. Ohne auf derartige Polemiken aus Reihen der SPD-Spitze einzugehen, zeigen die vielen Hinweise und Statements, die Meyer-Wellmann zusammenträgt, dass es durchaus sehr gute Arguemente für die Ziele des Volksentscheids gibt.

Dennoch ließen sich viele der dargestellten Sachverhalte auch noch anders bewerten. Auch geht der Artikel nicht auf wichtige Voraussetzungen ein, die für die Volksinitiative von Bedeutung sind: Das völlige Versagen der beiden Konzerne in Sachen Energiewende. Da geht es nicht nur um Atomkraftwerke, sondern auch um die hohen klimaschädlichen Emissionen dieser Konzerne, allen voran Vattenfall. (Siehe hier: Vattenfall – Kein Partner für Hamburg)

Ein wesentliches Manko in direktem Bezug zur Netze-Debatte ist aber, dass das Thema „Gewinne aus dem Netzbetrieb“ nicht behandelt wird: Der Artikel berichtet zwar über die Kosten der Rekommunalisierung und über die notwendigen Investitionen. Berichtet auch, dass eine Refinanzierung durchaus möglich ist. Völlig unerwähnt bleibt aber in diesem Zusammenhang die Frage, wie hoch denn die Gewinne aus dem Betrieb der Netze für die Konzerne eigentlich sind? Erwähnt wird lediglich eine Aussage von Vattenfall, dass die Netze „ein gutes Geschäft“ seien.

Bislang werden die Gewinne von Vattenfall und E.on verschwiegen. Untersuchungen im Auftrag der Hamburger Umweltbehörde hatten aber vor drei Jahren gezeigt, dass Vattenfall allein mit der Fernwärme bis zu 60 Millionen Euro Gewinn pro Jahr einsackt! Die Quellen stehen hier auf den Seiten der BSU öffentlich zugänglich.

Aus Berlin ist bekannt, dass Vattenfall dort allein mit dem Stromnetz jährlich rund 700 Millionen Euro Umsatz und einen Gewinn von 30 Millionen Euro pro Jahr macht. Siehe hier: Vattenfall Berlin: Mindestens 30 Millionen Euro Gewinn beim Stromnetz-Betrieb

Aus allen drei Netzen – so hatte vor einiger Zeit der Grüne Fraktionsvorsitzende Jens Kerstan anhand verschiedener Veröffentlichungen vorgerechnet – könnten die Gewinne pro Jahr bei etwa 100 Millionen Euro liegen und einen Umsatz von etwa 1 Milliarde Euro erreichen. (Siehe unten: Fette Beute) Auf Basis derartiger Einnahmen wäre eine Finanzierung der Übernahme nach einem erfolgreichen Volksentscheid keine große Problematik.

Siehe auch hier:

Legal – Illegal: Vattenfall – Gezielter Rechtsverstoß? Die Hamburger SPD schweigt

Erneut hat der Stromkonzern Vattenfall die Bundesnetzagentur auf den Plan gerufen. Gestern hatte das Unternehmen in den Hamburger Tageszeitungen Bild, Welt und Abendblatt Werbebeilagen veröffentlicht. Darin stellt sich das Unternehmen als „Partner“ von Hamburg dar, wirbt für seine tollen Kraftwerke und die Energienetze dieser Stadt. Das ganze als Mobilisierung gegen den Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“. Der Volksentscheid am 22. September will Vattenfall und E.on die Verfügung über die Energienetze für Strom und Fernwärme (Vattenfall) und Gas (E.on) abnehmen. Die Netze sollen künftig wieder in die öffentliche Hand, um die Energiewende voranzubringen und mehr Transparenz und Mitbestimmung für die BürgerInnen zu ermöglichen.

Siehe auch: Volksentscheid Energienetze Hamburg: Bundesnetzagentur ermittelt erneut gegen Vattenfall

Mehrfach hat Vattenfall in den letzten Monaten gegen klare Rechtsvorschriften verstoßen. Erst vor wenigen Tagen hat die Bundesnetzagentur ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen den kriselnden Konzern eingeleitet. Jetzt folgt wohl ein weiteres. Aber: Angesichts von hohen zweistelligen Millionen-Gewinnen, die der Konzern mit den Netzen macht, ist die Strafandrohung offenbar keine sonderliche Abschreckung für Vattenfall.

Gezielte Rechtsverstöße

Darauf weist der Spiegel in seiner heutigen Online-Ausgabe hin: „Rechnen könnte sich der mögliche Gesetzesverstoß für Vattenfall aber in jedem Fall. Denn die Waffen der Bundesnetzagentur sind relativ stumpf: Sie könnte Vattenfall zwar derartige Werbung verbieten, doch zahlen müsste der Konzern erst, wenn er sie dann wieder schaltet. Dann drohen Zwangsgelder von zehntausend bis zehn Millionen Euro. Leicht zu verschmerzen, wenn sich die Hamburger an der Wahlurne pro Vattenfall entscheiden und die Konzession weitere 20 Jahre bei der Konzerntochter verbleibt: Mit dem Netzbetrieb in Hamburg sind jedes Jahr zig Millionen Euro zu verdienen.“

Siehe auch hier:

Der Konzern verschweigt bislang die tatsächlichen Gewinne aus dem Netzbetrieb. Untersuchungen im Auftrag der Hamburger Umweltbehörde hatten aber vor drei Jahren gezeigt, dass Vattenfall allein mit der Fernwärme bis zu 60 Millionen Euro Gewinn pro Jahr einsackt! Angesichts dieser Zahlen ist ein gezielter Rechtsverstoß also eindeutig verschmerzbar, selbst wenn die Bundesnetzagentur für Vattenfall die Höchstrafe festlegt.

SPD schweigt zu den Vorwürfen gegen Vattenfall

Auffällig ist das Schweigen der SPD bzw. des Hamburger Senats zu diesen Vorwürfen gegen Vattenfall. Seit dem Frühjahr 2012 hat die SPD in der Bürgerschaft durchgesetzt, die Energienetze mit Vattenfall und E.on als Minderheitsaktionär zu betreiben und hat 25,1 Prozent der Anteile der drei Gesellschaften übernommen. Damit stellt sie sich an die Seite der beiden Konzerne und zieht gegen den Volksentscheid ins Feld, diffamiert deren Befürworter als Märchenerzähler und Fantasten, die Hamburgs Wirtschaft gefährden. Gegen ein breites Bürgerbündnis von über 45 Organisationen erklärt die SPD Vattenfall und E.on zum „Partner für die Energiewende und Hamburg“.

Zu den inzwischen wiederholten Rechtsverstößen von Vattenfall schweigt die SPD-Führung bislang. Dabei sitzen SenatsvertreterInnen und Vattenfall-Manager in den Aufsichtsräten gleich drei gemeinsamer Unternehmen am Tisch.

Mehr zu SPD und dem Volksentscheid auf umweltFAIRaendern.de

×