Zwei Jahre Fukushima: Rund 20.000 demonstrieren für die Stilllegung des AKW Grohnde

Demonstration gegen das AKW Grohnde. Statt Plutonium-Transporte fordern die AtomkraftgegnerInnen die sofortige Stilllegung des AKW. Foto: Dirk Seifert
20.000 forderen die sofortige Stilllegung des AKW. Foto einer früheren Demonstration gegen das AKW Grohnde: Dirk Seifert

Rund um das AKW Grohnde haben heute nach Angaben der Organisatoren  20.000 Menschen für die Stilllegung des Atomkraftwerk Grohnde demonstriert. Bei der Aktions- und Menschenkette rund um den Atommeiler erinnerten die Demonstranten auch an den mehrfachen Super-Gau im japanischen Fukushima. ROBIN WOOD unterstützt die bundesweiten Proteste an mehreren Orten.

Die Abschlusskundgebung in Göttingen und anderen Orten rund um das AKW Grohnde beginnt um 14 Uhr. Ein Vorprogramm ist ab 13 Uhr geplant.

Nicht nur rund um das AKW Grohnde wird heute für den konsequenten Ausstieg aus der Atomenergie protestiert. Weitere Demonstrationen finden bei der Uranfabrik im nordrhein-westfälischen Gronau statt, eine Kundgebung gibt es in der Nähe der AKWs im bayerischen Gundremmingen. Ebenso wird an den AKWs in Neckarwestheim und im belgischen Tihange demonstriert. Die Aktionen dort beginnen teilweise grad erst.

Demonstration gegen das AKW Grohnde.

Fukushima – AKW Grohnde: Atomkatastrophe – Katastropheneinsatzplan – Anti-AKW Lied

Heute: Abschalten bevor es zu spät ist! Katastrophenschutz-Übung rund um das AKW Grohnde. Mitmachen bei der Aktions- und Menschenkette! Alle Infos unter www.grohnde-kampagne.de.

Zwei Jahre Atomkatastrophe Fukushima: Bundesweite Proteste für den sofortigen Atomausstieg: www.anti-atom-demo.de

Ansehen und demonstrieren gehen:

Atomkatastrophe – Katastropheneinsatzplan – Anti-AKW Lied

Fukushima-Benefiz in Bremen: Deutsche Kammerphilharmonie spielt für Fukushima-Opfer

Fukushima_Benefiz_KonzertZwei Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima wird in Deutschland nicht nur gemahnt und demonstriert. In Bremen findet am 9. März in der Kirche Unser Lieben Frauen ein Benefiz-Konzert statt: Mitglieder der Deutschen Kammerphilharmonie spielen an diesem Tag zugungsten der Opfer der Atomkatastrophe. Unterstützt wird dieses Konzert von verschiedenen Umweltorganisationen, darunter ROBIN WOOD, dem Umweltbeauftragten der ev. Kirche Bremen und anderen.  Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist zwar kostenlos, aber die Initiatoren und das Orchester erhoffen sich, das die Konzert-BesucherInnen mit einer großzügigen Spende zu Gunsten der Opfer und für ein atomfreies Japan das Anliegen der Initiatoren unterstützen.

Die Spenden sollen zwei Projekten zu Gute kommen: Einer Initiative aus dem Raum Fukushima, die sich für ein atomfreies Japan einsetzt. Infoseite auf Englisch hier. Außerdem wird das Kinderhilfsprojekt “Helft den Kindern von Fukushima Hokkaido” unterstützt:

Die Initiative lädt Kinder aus Fukushima ein, ihre Sommerferien auf Hokkaido zu verbringen, wo sie sich unbeschwert im Freien aufhalten und neue Kraft tanken können. Neben dem Freizeitprogramm steht auch eine medizinische Untersuchung auf dem Programm. Eine Untersuchung, wie sie in der Präfektur Fukushima nicht angeboten wird. Die Initiative wird von der Stadt Sapporo unterstützt.Anfang März sind Mitglieder der Initiative und der Stadt Sapporo in Deutschland, um für eine Unterstützung des Hilfsprojektes zu werben. Frau Hirokawa (Stadt Sapporo) und Birgit Bianca Fuerst (als Dolmetscherin) werden am 9. März in Bremen sein und das Projekt “Helft den Kindern von Fukushima Hokkaido” persönlich vorstellen. Mehr Informationen auf der Seite der Stadt Sapporo und hier.

Unterstützen Sie vor dem Konzert auch die Aktionen der Anti-Atom-Bewegung für den Atomausstieg in Deutschland. Mehr Informationen dazu auf der Homepage von ROBIN WOOD.

Online-Protest Uranfabrik Gronau abschalten – Jetzt unterschreiben!

Eure Unterstützung für die endgültige Stilllegung der URANFABRIK GRONAU ist jetzt gefragt!

Bereits mehr als 10.000 Menschen haben die Forderung für die Stilllegung der Uranfabrik in Gronau online und offline unterschrieben.

Und du?

Bitte unterschreibe den Online-Protest jetzt auf www.robinwood.de/uran und verbreite diesen Link weiter!

Anti-Atom-Proteste zum zweiten Fukushima-Jahrestag. Am 9. März auch in Gronau: Uranfabrik in die Zange nehmen.

Eine Übersicht über die Aktionen auf www.robinwood.de/energie

Hansestadt Bremen lehnt Atomtransport-Anträge ab!

MOX-Transport
Bremen lehnt Anträge für Atomtransporte durch seine Häfen ab. Foto: Plutonium-Transport im Hafen von Nordenham.

Anfang 2012 hat die Hansestadt Bremen seine Häfen für den Umschlag von Atomtransporten mit Kernbrennstoffen gesetzlich gesperrt. Diese Entscheidung ist heftig umstritten. Die CDU-Fraktion in Bremen hat gegen diese Maßnahme Klage erhoben und die EU-Kommission prüft die rechtliche Zulässigkeit.

Ende letzten Jahres haben nun die Brennelementfabrik Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF) aus Lingen und die  Transportfirma Nuclear Cargo + Service GmbH (NCS) aus Hanau in Bremen Anträge für erneute Atomtransporte gestellt. Dabei beziehen sie sich auf Ausnahmeregelungen in der Verbots-Regelung. Im Februar 2013 hat der Bremer Senat jetzt diese Anträge der beiden Atomunternehmen abgelehnt.

Hier ein Interview von ColoRadio Dresden zu dem Thema: Als Audio-Stream oder zum Download von www.freie-radios.net

Es ist nun davon auszugehen, dass beide Unternehmen vor Gericht ziehen werden, um auch von dieser Seite das Transporte-Verbot über die Bremer Häfen zu kippen.

Die Bremer Meßstelle für Arbeits- und Umweltschutz hatte vor einigen Tagen Auszüge aus geheimen Anträgen für Atomtransporte in Bremen veröffentlicht.

In mehreren norddeutschen Häfen ist es bei Atomtransporten immer wieder zu Protesten gekommen. In Cuxhaven und Wilhelmshaven haben diese Proteste, unterstützt durch die kommunale Politik dazu geführt, dass derartige Transporte nicht stattfanden. Seitdem sind aber – trotz sehr massiver Proteste – mehrfach Atomtransporte über Nordenham gelaufen. Zuletzt Transporte mit Plutonium-Brennelementen aus Sellafield für das AKW Grohnde und hochradioaktive Brennelemente aus der Atomforschungsanlage Geesthacht bei Hamburg, die in die USA verschifft wurden. Auch über den Hamburger Hafen sowie Rostock finden zahlreiche Atomtransporte statt.

×