Russlands Atomgigant ROSATOM – Von der Uranmine über Reaktoren bis zur Atombombe

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Alles was es im Atomgeschäft gibt: Der russische Konzern ROSATOM hat es.

Egal, was im Atomgeschäft benötigt wird: Der russische Atomgigant ROSATOM hat es. Insgesamt 250 Unternehmen oder wissenschaftliche Einrichtungen sind unter dem Dach von ROSATOM zusammen gefasst und unterstehen zu 100 Prozent staatlicher Kontrolle. Dazu gehört das militärische Atomwaffenprogramm Russlands ebenso wie der Bau und Betrieb von Atomkraftwerken, der Uranbergbau über die Anreicherung bis hin zur Herstellung des Brennstoffs und die vermeintliche Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Außerdem besitzt Rosatom die Flotte atomgetriebener Eisbrecher. Hinzu kommt eine Vielzahl von Forschungseinrichtungen in allen Bereichen für die Entwicklung der Atomtechnik bis hin zu neuen Reaktorkonzepten. Eine Übersicht über die Tätigkeitsfelder im Atombereich gibt ROSATOM hier auf der eigenen Homepage.

Die Atomkraftwerke von ROSATOM erzeugen über 40% des Strombedarfs im europäischen Teil von Russland. Der Konzern gehört in Kooperation mit den Uranminen in Kasachstan zu einem der weltweit größten Uranlieferanten und ist mit einem Anteil von rund 40 Prozent am weltweiten Markt für Urananreicherung einer der ganz Großen im Geschäft.

Seit Jahren ist ROSATOM in nahezu allen Geschäftsfeldern auf Expansionskurs. Darüber berichtet aktuell das schweizer Nuklearforum vom 25. Oktober 2013: Unter der Überschrift „Rosatom auf Expansionskurs“ heißt es einleitend: „Der russische Staatskonzern Rosatom verfolgt Neubaupläne auf der ganzen Welt“ und berichtet anschließend über ein Gespräch mit dem stellvertretenden Generaldirektor der Rosatom und Leiter des internationalen Geschäfts, Kirill Komarow. Der Konzern sagt über sich selbst: „Gegenwärtig stehen in zehn Ländern 54 Kernkraftwerkseinheiten russischer Bauart in Betrieb und 15 in Bau.“

2009 hatte der deutsche Siemens-Konzern seine Kooperation mit dem französischen Atomriesen AREVA eingestellt und eine neue Beteiligung mit ROSATOM verabredet. „Atompakt mit dem Großreich“ hieß es dazu seinerzeit im Spiegel. Der Deal wurde nach einer weiteren Neuorientierung von Siemens später aber nicht umgesetzt. Auch in der Versorgung mit Uranbrennstoff für deutsche Atomkraftwerke ist ROSATOM im Spiel. Der Stromkonzern EnBW steht derzeit wegen Atomgeschäften mit Russland erheblich unter Druck, weil wohl im großen Stil auch mit Bestechungsgeldern gearbeitet wurde. Aktuell im Focus dazu: „Schmiergeld in Russland – EnBW gerät massiv unter Bestechungs-Verdacht„.

ROSATOM ist aber auch für deutschen Atommüll zuständig, der seit Jahren in Russland lagert. Absender ist der URENCO-Konzern bzw. die Uranfabrik in Gronau. Deren abgereichertes Uran wurde jahrelang als vermeintlicher Wertstoff nach Russland transportiert, um nach offiziellen Beteuerungen erneut angereichert zu werden. Bis heute lagert dieses brisante Material immer noch zum Teil unter freiem Himmel in rostigen Behältern, wie Greenpeace vor einiger Zeit berichtete.

Tansania in Trouble 7 – Mkuju River Uranmine im Nationalpark verzögert sich

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Uranabbau in einem der größten Nationalparks Afrikas, dem Selous Game Reserve. Eine Bedrohung für Menschen, Tiere und Umwelt. Foto: Dirk Seifert, Giraffen im Mikumi-Nationalpark im Norden des Selous Game Reserve.

Uranabbau in Tansania: Bereits vor zwei Jahren sorgte der geplante Uranabbau in Tansanias Süden für einen Skandal. Weltweit gab es Proteste. Allein in Deutschland unterschrieben über 20.000 Menschen eine Protest-Erklärung: Denn die geplante Uranmine liegt im Südosten des als Weltkulturerbe geschützten Nationalparks Selous Games Reserve. Dort hatte die australische Firma MANTRA Uranerz gefunden und den Abbau beantragt.

Der Nationalpark gehört zu den größten Schutzgebieten Afrikas und zählt wegen seines Artenreichtums zu den wichtigsten Schutzzonen. MANTRA ist für das kanadisch-russische Unternehmen Uranium One tätig, das wiederum unter Kontrolle des russischen Staatskonzerns Rosatom steht. Nach Informationen des Uranium-Networks wird sich die Inbetriebnahme der ersten Uranmine in Tansania jedoch aufgrund bestehender Probleme weiter verzögern.

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Firmenwagen von MANTRA in Songea. Foto: Dirk Seifert

Nach den Uranfunden im Nationalpark stellt die Regierung von Tansania bei der UNESCO eine Ausnahmegenehmigung für den Uranabbau im geschützten Nationalpark. Das Gebiet um die Uranmine sollte von dem Gebiet ausgenommen werden, ohne dass der Titel „Weltkulturerbe“ gestrichen würde. Nach einer von der UNESCO geforderten Umweltverträglichkeitsstudie und unter der Führung Russlands – deren Konzern Rosatom wie erwähnt ein starkes Interesse an dem Urangebiet hat – gab es 2012 trotz massiver internationaler Proteste die Zustimmung. Wenig später erhielt MANTRA von der tansanischen Regierung die Genehmigung für den Betrieb der Uranmine und für die Produktion von Yellow Cake. Doch noch verzögert sich die Inbetriebnahme.

Tansania (Link zu einer Landkarte) hat bislang keinerlei Erfahrungen im Umgang mit radioaktiven Materialien, verspricht sich aber vom Uranabbau Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung. In nur wenigen Jahren hat Tansania daher ein entsprechendes System von Behörden und Rechtsvorschriften erlassen, eine Atomkommission etabliert und damit zumindest auf dem Papier die Voraussetzungen für den Uranabbau geschaffen. Neben dem Mkuju River Project wird in anderen Regionen Tansanias derzeit der mögliche Uranabbau erkundet (hier ein bebildeter Reisebericht im Rahmen der Internationalen Urankonferenz Anfang Oktober 2013: Bahi/Dodoma)

Während einer Internationalen Urankonferenz Anfang Oktober 2013 in Dar Es Salaam / Tansania berichteten sowohl der Gesundheitsminister als auch ein Vertreter des nationalen Umweltamts über die gesundheitlichen Vorkehrungen zum Schutz der Menschen vor den Folgen des Uranabbaus. Das war nicht sonderlich überzeugend. In einem Bericht des Ostafrika-Büros der Rosa Luxemburg Stifung – Mitveranstalter der Konferenz – heißt es dazu: „Der tansanische Gesundheitsminister, der die Konferenz offiziell eröffnete, betonte, dass der tansanischen Regierung die Probleme durchaus bekannt seien. Sie habe Vorkehrungen getroffen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Erhebliche Zweifel schürte dagegen der Vertreter des nationalen Umweltamtes. Er musste zugeben, dass die tansanische Regierung bisher weder technisch, noch finanziell oder personell in der Lage sei, die von ihr erlassenen Auflagen beim Uranabbau zu kontrollieren. Vielmehr müsse man sich in erster Linie auf die Berichterstattung und die Selbstkontrolle der Bergbauunternehmen verlassen.“

Wann genau der Uranabbau in der Mkuju-River-Mine starten wird, bleibt bislang unklar. Mehrfach ist die Inbetriebnahme verschoben worden und nach Informationen von Günter Wippel vom Uranium-Network soll MANTRA derzeit von einem Beginn in 2016 sprechen.

Mehr Informationen in einer Übersicht über das Mkuju-Projekt vom Uranium-Network hier als PDF.

Hintergrund dafür dürften die derzeit sehr niedrigen Uranpreise sein, die einen wirtschaftlichen Betrieb für Mkuju-River nicht ermöglichen. Allerdings gibt es auch andere Probleme, z.B. ist die Frage zwischen der Regierung und MANTRA umstritten, auf welchem Weg das Yellow Cake aus Tansania heraus transportiert werden soll. Während MANTRA das radioaktive Material nach Namibia auf dem Landweg transportieren und dort verschiffen will, fordert die tansanische Regierung den Export über den am Indischen Ozean gelegenen Hafen in Mtwara. Hier sollen in Zukunft auch Gas und Öl umgeschlagen werden.

Allerdings: Bis heute besteht ein über 200 Kilometer langer Abschnitt der Strecke aus einer für Schwertransporte kaum passierbaren Sandpiste. In der Regenzeit ginge hier derzeit gar nichts. Diese Strecke soll zwar ausgebaut werden, was vermutlich bis zu zwei Jahre dauern dürfte. Aber derzeit ist der Ausbau der Strecke gestoppt, weil es mit der Baufirma offenbar Vertrags- oder Finanzierungsprobleme gibt.

Uran für Frankreich: Tausende demonstrieren im Niger gegen Atomkonzern AREVA

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Niger und Uranabbau: Proteste gegen den französischen Atomkonzern AREVA. Foto: Dirk Seifert

Niger, Afrika: Der französische Atomkonzern AREVA bekommt Ärger. Am vergangenen Samstag demonstrierten rund 5.000 Menschen in Arlit gegen den Konzern, der dort in der Region seit den 60er Jahren eine der größten Uranminen betreibt. Darüber berichtet unter anderem die Agentur Reuters. Seit vielen Jahren gibt es über den Uranabbau in dem Wüstenstaat im Bereich der Sahelzone immer wieder massive Proteste, teilweise sogar bewaffnet. Mehrere Mitarbeiter von AREVA sind entführt worden. Nach dem Militäreinsatz Frankreichs im benachbarten Mali waren französische Spezialkräfte auch im Niger an den Uranminen der AREVA stationiert worden. Im Sommer kam es dennoch zu einem massiven Terroranschlag auf die Uranmine bei Arlit, bei dem es zu Toten und schweren Schäden kam. Die Regierung des Nigers versucht derzeit in Verhandlungen mit AREVA die bisherigen Verträge zum Uranabbau zu verändern.

Siehe auch hier: Niger: Krieg um Uran – Terroranschläge auf Uranmine des französischen Atomkonzerns AREVA

Die Proteste richten sich stark gegen die Bedingungen, unter denen das Uran gefördert wird. In der Wüstenregion verbraucht der Abbau extreme Wassermengen, die aus sehr großen Tiefen gefördert werden und anschließend verseucht sind. Viele Menschen in der Region leiden unter dem Mangel an Wasser. In den beiden Minen Cominak und Somair an denen der nigerische Staat mit etwas über 30 Prozent beteiligt ist, werden im Jahr rund 4.500 Tonnen Uran produziert, rund ein Drittel des französischen Bedarfs. Ende des Jahres laufen die bestehenden Verträge aus.

Mehr über Niger und Uran beim Uranium-Network hier.

Reuters berichtet: „We’re showing Areva that we are fed up and we’re demonstrating our support for the government in the contract renewal negotiations,“ Azaoua Mamane, an Arlit civil society spokesman, said in an interview with a private radio station.“ Und weiter: „We don’t have enough drinking water while the company pumps 20 million cubic meters of water each year for free. The government must negotiate a win-win partnership,“ Mamane said. Areva spokesmen in Niger and Paris declined to comment.

Der Niger und viele Menschen in der Region fordern höhere Einnahmen für das bitter arme Land aus dem Mining und dass AREVA erheblich mehr für die Verbesserung der Infrastruktur, für den Ausbau von Straßen, aber auch hinsichtlich der Umwelt- und Arbeitsbedingungen tun müsse. So sei laut AFP im Straßenbau auch radioaktiv belastetes Material aus den Minen eingesetzt worden. Auch AFP bezieht sich auf Äußerungen von Mamane: “The protester s were singing the songs against Areva accusing it to be polluting their environment that is already very hostile, to be causing radioactivity and not to care about peoples’ everyday’s concerns”, said an MP who was participating in this manifestation.
“ The population is inheriting 50 million tons of radioactive tailings that are stocked in Arlit and Areva continue to pump out 20 million cubic meters of water every year while people die of thirst”, denounced Mamane: „According to him, “the streets and habitats of Arlit are constructed by radioactive materials and the aquifer waters are drying because of Areva”.
“What is worse is that Areva continues to deny all this”, he regretted.  The prime minister of Niger Brigi Rafini, confirmed on Oct 6, 2013 that Niger is going to look into the mining contracts with Areva very carefully. The contracts he says are unfair.“

Außerdem heißt es bei AFP: “The protester s were singing the songs against Areva accusing it to be polluting their environment that is already very hostile, to be causing radioactivity and not to care about peoples’ everyday’s concerns”, said an MP who was participating in this manifestation. “ The population is inheriting 50 million tons of radioactive tailings that are stocked in Arlit and Areva continue to pump out 20 million cubic meters of water every year while people die of thirst”, denounced Mamane.

Tansania in Trouble 6 – Nach dem Uranabbau: Urananreicherung und die URENCO

DarEsSalaam-Tanzania-Urankonferenz-Foto-DirkSeifert0017Eine Vielzahl von Experten und AktivistInnen waren in der Woche vom 1. bis zum 7. Oktober in der Region Bahi/Dodoma (dort wird Uran exploriert, siehe hier den Bericht vom Fieldtrip der Konferenz) und in Dar Es Salaam, Tansania, zusammen gekommen, um über den Uranabbau und die damit verbundenen Risiken für die Gesundheit und die Umwelt zu diskutieren (hier zum Bericht und der Abschlusserklärung). Viele der TeilnehmerInnen der Internationalen Konferenz sind entweder selbst vom Uranabbau betroffen oder kamen aus Gebieten, in dener derzeit der Uranabbbau erkundet wird. Beteiligt waren auch WissenschaftlerInnen, MedizinerInnen ebenso wie GeologInnen und andere Fachbereiche, die über die Erfahrungen und Forschungen im Umgang mit dem Uranabbau aus den unterschiedlichen Ressorts berichteten. Die Beiträge werden demnächst auf dieser Seite veröffentlicht. Hier die Artikel zu Uranabbau und Tansania in der Übersicht.

Die Uranpreise sind im Moment auf einem Tiefstand, so dass viele der Uranprojekte derzeit quasi geparkt sind, weil sich der Abbau angesichts der Weltmarktpreise zur Zeit nicht lohnt. Erheblichen Einfluss auf den Fortgang der Uranwirtschaft wird auch die internationale Entwicklung der Atomenergienutzung haben. Der letzte Welt-Statusbericht über die Atomenergie (2013) kommt zu dem Ergebnis, dass trotz zahlreicher Ankündigungen von AKW-Neubauten die Atomenergie insgesamt an Bedeutung verlieren wird, weil immer mehr ältere Reaktoren abgeschaltet werden und weniger neue hinzugebaut werden.

In Deutschland soll der Ausstieg aus der atomaren Stromproduktion 2022 mit der Stilllegung der dann letzten drei von jetzt neun Reaktoren abgeschlossen werden.

robinwood_uranfabrig_gronauAllerdings: Die Bedeutung Deutschlands im internationalen Urangeschäft wird auch nach 2022 groß bleiben. Der Grund dafür ist, dass die in Deutschland in Betrieb befindlichen Uranfabriken in Gronau (Anreicherung) und in Lingen (Brennelemente-Herstellung) vom Ausstieg nicht betroffen sind. Die Anlagen haben eine unbefristete Betriebsgehnehmigung und sind daher vom Atomausstieg in keiner Weise betroffen. Diese Uranfabriken werden auch in Zukunft im internationalen Uranhandel eine große Bedeutung für die Versorgung von Atomkraften mit Uranbrennstoff haben. Nicht nur Uran aus Kanada, Australien, Kasachstan oder aus dem Niger werden in Deutschland verarbeitet. Künftig könnte auch Uran aus Gebieten in die deutschen Anlagen kommen, wo der Abbau aktuell noch gar nicht begonnen hat. Mehr dazu hier auf umweltfairaendern.de (Suchwort Gronau, URENCO) und bei Robin Wood.

AnneStolmar_MG_3363Auf der Konferenz in Dar Es Salaam konnte ich über den zweiten bedeutsamen Schritt in der Uranspirale einen Vortrag halten. Der nimmt die Urananreicherung bei URENCO in den Blick, dem derzeit zum Verkauf anstehenden deutsch-englisch-nierderländischen Konzern. In Deutschland betreibt die URENCO eine Anreicherungsanlage für Uran im westfälischen Gronau.

Hier der Vortrag in schriftlicher Form und in englisch:

After Mining – The next Step – The Enrichment of Uranium – Example: URENCO COMPANY – Dirk Seifert, Robin Wood – Germany, Dar Es Salaam, 05.10.2013

⦁    Its a long way from Uranium-Minung to use in Nuclear Power Plants – or Weapons. It is no cycle, it a SPIRAL! At the End there will be nuclear Waste, that have to be storaged for one Million Years (IAEO). No Country in the World has solved the Problems on the waste – no matter if lowradioaktive or highactive waste.

⦁    The Way of the Uranium: Mining (Transportation) – Yellow Cake – (Transportation) – Uranhexafluroid  – (Transportation) – Urandioxid – (Transportation) – Producing Fuel Elements (Assembly) – Transport – Chain-Reaktion in NPP – Transport –  Storage for the waste.

⦁    After Mining: Uranium (Yellow Cake) will be transformed to UF6 – Uranhexafluorid (p.E. in France, AREVA). Its a Gas, highly explosive in contact with water (even Water in the Air), poisinous, because Fluor is an accid. To use Uranium für Nuclear-Power-Plants (NPP) – or Uranium-Weapons, the U235 has to be enriched. For use in NPP you have to enrich Natural-Uran235 from roundabout 0,7 % up to roundabout 5 %.

Different Ways to do the Enrichment

1.    Diffussion
2.    Gas-Centrifuge (URENCO)
3.    Maybe in next Future: Laser
International „State of the Art“ is the technic of Enrichment with Gas-Zentrifuges.

⦁    From a technical view: The Technic of the Gas-Zentrifuge is able to enrich Uranium-235 up to 5 % – or to more than 80 %. Thats the reason, because the World is talking on the Gas-Zentrifuges oft he IRAN. You can use it for NPP or for Weapons.

Maybe someone told you: Germany is finishing the Nuclear Power until 2022. After Fukushima 8 Reactor were shut down. The last 9 Reactors will be closed step by step. In 2021 and 2022 the last 6 ones will be shotdown. But: With no Limits, Germany will is going on to produce Nuclear-Fuel for all the Reactors in the world.

There are still two very important Factorys for the Nuclear-Industry in the world and they have no Limitation for Producing Fuel in all the Future:

⦁    One Factory belongs to the french Company AREVA. You all will know this Company for Mining also. In Germany AREVA produces Nuclear Fuel – Elements in a town called Lingen.

⦁    The Enrichment of Uranium will be done in Gronau, Germany, near to the Boarder to the Netherlands. This Factory produces 4.500 Tons of enriched Uranium. Every tenth NPP in the World uses Uranium „Made in Gronau, Germany“.

⦁    The Enrichment-Facility in Gronau belongs to the international Company called URENCO. (URanium-ENrichment-COmpany), founded in the 70ths and owned by the britisch Goverment, the Goverment of the Netherlands and the German Electricity Companys E.on an RWE. URENCO has Facilitys in Germany, the Netherlands, Great Britain and in the USA.

⦁    The URENCO produces one/third of the Worlds Uranium Enrichment. And is willing to grow. In 2011 the Company had a sale of  1,302 Billion € netto and a profit of 359 Mio. €.

⦁    URENCO has Production on enriched Uranium and the Research and Development of the Enrichment-Technic and Building those Factorys. Since 2007 the Research, Devolpment and Buidling, done by a Daugther called Enrichment Techology Company (ETC) is shared 50/50 between URENCO (D, NL, GB) and AREVA (F).

⦁    Actually: All actually Owners will sell the URENCO. Some Experts talk about, that the Company has a worth between 8 to 10 Billion Euros. As far a we know: Cameco, Canada, AREVA, France and Rosatom, Russia are interested to buy the URENCO.

Enrichment: The Technic for NPP and for Uran-Weappons

There are two Ways for Building Nuclear Weapons. Reprocessing/Separate Plutonium out of Fuel-Elementes – or Enrichment of Uran235 over 80 % in Gas-Centrifuges. So every Country, who has one of these Technics is able, to built Weapons.

Germany (and the Netherlands) are no States owning such Weapons. But: They are able to do that. So: The URENCO is under control of the IAEO/Euratom, that no uranium will be produced with over 6 % Uranium235.

But there is another military Desaster: While upgrading natural Uranium there will be downgraded Uranium also. Even if URENCO-downgraded Uranium will not be used for that at this time: Downgraded Urannium will be used for Armour-Piercing Weapons, against Tanks and Bunkers. This kind of Uran-Weapons have been used in several Wars, in Afghanistan, in Irak. About the longterm Problems for People and Enviroment, where these Weapons are used, the IPPNW can tell u a lot more.

Uranium from all over the World will be used in Gronau and by URENCO.
The Uranium, that is used for enrichment is coming from all over the world. From Canada, Australia, Kasachstan – and from France.

You know: France has no mining of Uranium in ist own country, but France is Mining in a lot of Countrys. If we ask the German Goverment, if there is Uranium from Niger to be used in Gronau, they tell us: The Uranium is coming from France. But we know: There is Uranium coming from Niger to France and will go to Germany to be enriched in Gronau.
Acting against Nuklear Company for to stop the Minung.

ROBIN WOOD is a NGO for Action. We do a Campaign for 2 Years now, to inform people and to bring politicians to stop URENCO.  Our Activists stopped Trains with Uranium coming to or leaving Gronau, so Media will have a closer look a our goals.

One of our important arguments for to close the nuclear energy are the Danger and Trouble on Uranium-Mining.  That is the reason, because I am here, to get more Information on that from all of you. We inform the people in Germany on what will happen and we are trying to stop the Nuclear-Industry.

Trouble in Tansania 3 – Power-Infos für den Widerstand gegen Uranabbau

uranium-tansaniaTansania – Internationale Konferenz über Uranabbau: Einfluss auf Gesundheit und Umwelt. Nach dem Fieldtrip durch die Bahi-Region: Am nächsten Morgen finden sich nach und nach die internationalen Gäste im Hotel Dear Mama und in anderen Hotels zum Frühstück ein. Viele haben das erste Mal seit drei, vier Tagen wieder eine Nacht durchgeschlafen und die Stimmung ist entspannt und gut.

Siehe auch: Internationale Konferenz gegen Uranabbau – Tansania: TeilnehmerInnen treffen in Dar Es Salaam ein,  Hier das Programm als PDF.

Der Ausflug am Tag zuvor, bei dem sich die internationale Delegation einen Eindruck von der Lage vor Ort verschafft hatte, hat offenbar für große Aufmerksamkeit gesorgt. Beim vorabendlichen Bierchen kamen viele Eindrücke und Informationen zusammen. Das Verhalten der Behörden und die Reaktionen der Polizei  haben die Aufmerksamkeit auf die internationale Delegation eher erhöht, in den Dörfern der Bahi-Region wurde offenbar intensiv über den Uranabbau diskutiert. Immerhin kamen Fachleute und AktivistInnen aus aller Welt in diesen Zipfel der Welt, um der Bevölkerung Informationen über die Risiken und Probleme beim Uranabbau zu bringen und ihre Fragen zu beantworten.

Kein Wunder also, dass der erste Tag in Bahi für gute Stimmung sorgt. Auch Probleme mit der Internetverbindung des Hotels werfen niemanden aus der Bahn, ebensowenig der Pulverkaffee, der zu Toast, Eiern und Spaghetti das Buffet krönt. Inzwischen kehrt etwas afrikanische Gelassenheit ein: Ok, eigentlich sollte es um Viertel vor Neun losgehen, aber auch als das Taxi um Viertel vor Zehn noch nicht da ist, wird niemand unruhig.  Viele Gespräche werden im Hof geführt, Kontakte geknüpft, Informationen ausgetauscht und festgestellt, wer was wo warum macht, über wen oder wie sie/er zur Konferenz gekommen ist. Immer wieder wird von einer legendären Konferenz der IPPNW in Salzburg 2010 erzählt. Oder letztes Jahr die Konferenz in Mali. Aha.

Hin und wieder verschwinden einige der muslimischen Gäste, um am Rande des Hofes ein Gebet zu halten. Kirche und Religion ist häufig Thema, denn auch in Tansania gibt es neben dem christlichen Glauben auch viele Muslime. In Dodoma ist die Moschee nicht zu übersehen.

Schließlich steht das Taxi vor dem großen Speerzaun, mit dem das Hotel nachts gesichert ist. Überraschend, dass so viele Menschen in so einen kleinen Bus passen.

Dodoma, Stadthalle, nur wenige Minuten nach 10 Uhr: Bereits so früh ist die Halle mit weit über 400 Menschen aus der Region mehr als gut gefüllt – mitten in der Woche. Aus allen Nachbarregionen haben sich die Menschen bereits Stunden zuvor auf den Weg gemacht, um bei der Informationsveranstaltung dabei zu sein. Gespannte Erwartung in der Halle, als Anthony L. mit seinen KollegInnen von CESOPE und sichtlich stolz die Veranstaltung eröffnet.

Siehe auch: Tansania und Uranabbau: In Bahi / Dodoma wird erkundet

Es ist eine Reise rund um die Welt, als er die internationalen Gäste vorstellt, danach seine MitstreiterInnen von CESOPE und schließlich die vielen Menschen aus der Region.

Es geht für die Menschen um viel: Zwischen der Hoffnung, dass eine Industrialisierung auch Perspektiven für die Verbesserung der Infrakstrukur und der Lebenssituation mit sich bringen könnte, ist die Sorge spürbar, dass große Konzerne an den Menschen vorbei die Region plündern, die Lebensgrundlagen zerstören und die Menschen mit den Folgen allein lassen.

Tansania gilt als ein an Rohstoffen reiches Land. Nicht nur wegen Uran. Bedeutsamer ist vor allem der Goldabbau. Der Abgeordnete Tundu Lissu, der eigentlich nur eine kurze Begrüßung machen sollte, brachte den Fahrplan der Tagung damit erheblich durcheinander, indem er eindringlich, lebendig und in fast kubanischer Länge die Menschen aus seiner Region vor den ausländischen Konzernen und ihrer Art, mit der Bevölkerung und dem Land umzugehen, warnte.  Er nannte Beispiele aus den Minen zum Goldabbau, über die giftigen Methoden, mit den das Gold ausgelaugt wird, die schlechten Arbeitsbedingungen und auch die Probleme mit dem Wasser.

David Sweeney, Aktivist aus Australien überbrachte anschließend seine Grüße an die Tansanier – auch und besonders im Auftrag der Aborigines, mit denen er gemeinsam an zahlreichen Uranminen aktiv ist, immer wieder auch erfolgreich. Australien und seine Konzerne gehören weltweit zu den größten Uranproduzenten. Sweeney ist anzumerken, wie sehr ihn der Kampf der Aborigines, einer 60.000 Jahre alten Kultur, selbst beeindruckt und die Menschen aus der Bahi-Region scheinen die Botschaft aus Australien zu verstehen.  Mit einem einfachen Beispiel macht Sweeney deutlich, um welche Verantwortung es für die Menschen beim Uranabbau geht:  Das Uran aus den Unglücks-Reaktoren von Fukushima stammte aus Australien, das haben auch die Behörden bestätigt.

Es sind zu viele Vorträge aus zu vielen Ländern und viel zu vielen Uran-Minen und Probleme, die bis nach 18 Uhr mit nur einer kurzen Mittagspause Antworten auf die vielen Fragen der Bevölkerung geben und grundlegende Informationen über radioaktive Strahlung, was sie im Körper und mit der Umwelt macht und dass die Geröllhalden am Ende für tausende von Jahren eine Gefahr sein werden. Es ging über grundsätzliche Fragen und Methoden zum Uranabbau, über Gesundheitsprobleme mit Radon, über Wasserprobleme, radioaktive und chemische Hinterlassenschaften während und nach dem Uranabbau und vieles mehr. Eindringlich informierten die VertreterInnen aus Mali (wo derzeit Erkundungen stattfinden) über ihren Widerstand. Sebastian Pflugbeil aus Deutschland berichte über die Erfahrungen mit dem Uranabbau der Wismut AG. Der ostdeutsche Uranabbau wurde 1990 stillgelegt und seitdem läuft für inzwischen über sieben Milliarden Euro die Sanierung der strahlenden Bergewerke und des Abbraums. Viele tausend Menschen sind dort an Krebs erkrankt oder gestorben.

Nach der Mittagspause setzte die Delegation aus dem Niger die Berichte fort. Im Norden des Wüstenstaats fördert AREVA seit den 1960er Jahren Uran, eine weitere Mine wartet auf die Eröffnung, die sich durch die Konflikte und Anschläge in der Region verzögert hat. Auch im Südwesten wird Uranabbau erkundet. Natürlich fehlt nicht der Hinweis auf die Wasserprobleme und die Vergiftung des Wassers in dieser Wüstenregion.

Dr. Doug Brugge aus den USA (Boston) informiert über gesundheitliche Folgen im Umgang mit dem Uran und über Radon. Zu den gesundheitlichen Folgen berichtete auch Dr. Dale Dewar, Canada. Die Allgemein-Medizinerin sprach von Uran als radioaktivem Stoff und als Schwermetall, über die Umwandlungsprodukute, die Uran in Folge seiner Spaltung durchläuft und was dies alles im menschlichen Körper macht.

Trotz dieses Feuerwerks oder wenn man will auch Over-Kill an Fachkompetenz und Wissen: Stunden um Stunden hörte die Bevölkerung zu, geduldig bei den Übersetzungen aus dem englischen und französischen ins kisuaelische, stellte Fragen, bohrte nach. Großen Anklang fand eine Infobroschüre, die in der Landessprache in knapper Form noch einmal über viele der genannten Themen Auskunft erteilt. Interessiert lauschten die Menschen auch Rachel Changoja. Die junge Frau ist in Dodoma groß geworden und lebt jetzt in Dar Es Salaam: Sie sprach über die  Jugend in Tansania und ihre Hoffnung, für mehr Engagement im Umweltschutz.

Irgendwas und irgendwen vergessen? Ja, in jedem Fall und ziemlich viele: Da wären Günther und Gudrun z.B., die hinter den Kulissen Leute verbinden, Kontakt zu Pressestellen und Behörden organisieren und betreiben, Leute von hier nach dort transportieren und sich um die Probleme des Einen hier und der Anderen dort kümmern, unermüdlich dumme Fragen beantworten. Die beiden Andys von der IPPNW. Maßgeblich, still und entschieden unterstützt Joane von der Rosa-Luxembburg Stiftung und mit viel Erfahrung und Routine werkelt die Menschenrechtsorganisation LHRC (Legal and Human Right Centre) im Hintergrund und bereitet die Konferenz in Dar Es Salaam vor, die am Freitag startet. ….

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