Tschüss Vattenfall und Klimakatastrophe: 112.157 Einwendungen gegen neue Braunkohletagebaue!

logo_rgb_balkenEin starkes Signal gegen Vattenfall und die Klimakatastrophe. Gegen die geplante Erweiterung der Braunkohlenutzung durch Vattenfall in der Lausitz haben die Initiativen heute 112.157 Einwendungen bei der zuständigen Behörde in Cottbus überreicht. Mehr als nur ein Denkzettel an den Konzern, der zwar von Energiewende redet, seinen Strom aber immer noch zu über 80 Prozent mit der besonders klimaschädlichen Braunkohle herstellt. Und das auch nicht ändern will: Derzeit plant das Unternehmen, neue Braunkohlegebiete zu erschließen und dafür 3000 Menschen zwangsweise umzusiedeln und ihre Dörfer abzureißen.

Gegen die klimaschädliche Energiepolitik des Vattenfall-Konzerns kommt es in Hamburg am kommenden Sonntag zum Volksentscheid. „Unser Hamburg – Unser Netz“ – ein breites Bürgerbündnis – will erreichen, dass die Energienetze in Hamburg nicht länger von Vattenfall und E.on betrieben werden, sondern in die öffentliche Hand zurück kommen. Sie sind – so die Initiatoren – ein wichtiger Baustein für die Energiewende und dürfen nicht den Konzerninteressen überlassen werden.

Hier die Pressemeldung der Initiativen aus dem Bündnis „Kein weiteres Dorf“:

Starkes Signal gegen die Braunkohle: 112.157 Einwendungen gegen geplanten Vattenfall-Tagebau Welzow Süd II

Historisch hohe Zahl an Einwendungen gegen neuen Vattenfall-Braukohletagebau/Verletzung der Neutralität der Öffentlichkeitsbeteiligung durch Pro-Braunkohle Werbung/ Forderung nach Planentwurf für den Verzicht auf Teilfeld II

16.9.2013, Cottbus: Gegen den vom Vattenfall-Konzern geplanten Braunkohlentagebau Welzow Süd II nahe Cottbus wurden heute 112.157 Einwendungen aus der Lausitz und ganz Deutschland an die zuständige Planungsbehörde übergeben. Damit hat sich die Zahl der Einwendungen im Vergleich zur Öffentlichkeitsbeteiligung beim ersten Planentwurf erheblich gesteigert. Ein breites Bündnis aus Betroffenen, Bürgerinitiativen, Umweltorganisationen und Verbänden hatten dazu aufgerufen, im Planverfahren gegen das Vorhaben des schwedischen Staatskonzernes Widerspruch einzulegen. Die beteiligten Verbände kritisieren zugleich Manipulationen bei der Öffentlichkeitsbeteiligung. Ein Teil der Auslegungsbehörden hatte aktiv für das Tagebauprojekt geworben und so das Neutralitätsgebot verletzt.

„Wir Betroffenen haben mit der hohen Zahl an Einwendungen einen starken Rückhalt für unseren Widerstand gegen den Tagebau erhalten“ freut sich Johannes Kapelle aus dem bedrohten Dorf Proschim, der als Hauptdarsteller des Films „Opa ohne Lobby“ bekannt geworden ist, mit dem im Internet um Einwendungen geworben wird.

Nach Ansicht von Thomas Burchardt, Sprecher der Lausitzer Klinger Runde, einem Zusammenschluss von Bürgern und Kommunalvertretern aus 43 betroffenen Lausitz-Dörfern, ist die überregionale Beteiligung ein Zeichen dafür, dass die Energiewende als gesamtgesellschaftliche Verantwortung gesehen wird. „Ein neuer Tagebau im Hochindustrieland Deutschland ist grundsätzlich nicht mehr zeitgemäß. Die Braunkohleverstromung missachtet die Grundrechte der Betroffenen und ist eine Verschuldung an die kommenden Generationen“, so Burchardt.

Allerdings haben sich Befürworter des Tagebaues in den vergangenen Wochen nicht an demokratische Spielregeln gehalten. „Wir sind schockiert darüber, dass sich mehrere brandenburgische Behörden bei der Öffentlichkeitsbeteiligung nicht neutral verhalten haben und sich an einer Werbekampagne zur Durchsetzung des Tagebaues beteiligten. Das ist ein eindeutiger Rechtsverstoß. Wir fordern die Landesregierung auf, einen Planentwurf für den Verzicht auf das Teilfeld II vorzulegen“, so Rene Schuster von der Grünen Liga, Umweltgruppe Cottbus.

„Dies ist die bisher erfolgreichste Unterschriftensammlung gegen einen neuen Tagebau, die es jemals in Deutschland gab“, freut sich Daniela Setton, Referentin Energiepolitik der klima-allianz deutschland. Es finde heute keine Akzeptanz mehr, dass für den Klimakiller Braunkohle ganze Dörfer geopfert werden sollen. „Protest kommt auch von überall dort her, wo der aus dem Verheizen von Proschim stammende Braunkohlestrom verkauft werden soll. Die Einwender wollen nicht, dass für ihre Energieversorgung Menschen gegen ihren Willen umgesiedelt werden“, so Setton.

Atommülldebatte: Desaster wird ignoriert – Endlager-Kommission lohnt sich nicht, my Darling….

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Probleme ohne Ende mit dem Atommüll: Geplantes Lager für den leicht- und mittleradioaktiven Strahlenschrott im Schacht Konrad. Foto: Dirk Seifert

In der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Neues Deutschland“ steht das Endlagersuchgesetz auf der Debattenseite und die Frage, ob „sich die Zivilgesellschaft an der Endlager-Kommission beteiligen“ solle. Während Ralf Meister (evang. Kirche) dafür plädiert, sich zu beteiligen (Die Endlagersuche vergesellschaften!), veröffentlicht das ND meinen Beitrag unter der Überschrift: Diese Farce bitte ohne uns!

Hier mein Beitrag in voller Länge:

„Angeblich ist die langfristige Lagerung hoch radioaktiver Brennelemente das letzte Problem bei der Atommüllentsorgung, das mit dem Endlagersuchgesetz gelöst werden soll. In Gorleben, Ahaus, Lubmin, an den Standorten der Atomkraftwerke und an diversen Forschungsanlagen wird dieser Strahlenmüll derzeit zwischengelagert. Meist in Hallen, von denen das Oberverwaltungsgericht in Schleswig jüngst feststellte, dass deren Sicherheit gegen Terrorangriffe nicht ausreichend geprüft ist. Das Urteil bezieht sich auf das Lager am AKW Brunsbüttel. Aber klar ist: Die Mängel bestehen nicht nur für alle Zwischenlager, sondern auch für die neun Atommeiler, die noch in Betrieb sind und täglich neuen Müll erzeugen.

Bei den leicht- und mittelradioaktiven Abfällen häufen sich ebenfalls die Probleme. Dieser Müll soll eigentlich in den Schacht Konrad. Der Schacht ist genehmigt, der unterirdische Ausbau läuft. Doch seit Jahren verzögert sich die Inbetriebnahme, unter Tage gibt es immer mehr und neue Probleme. Übersehen wird gern: In das Genehmigungsverfahren für Konrad wurde – ähnlich wie in Gorleben – mit politischen Motiven eingegriffen. Bundesumweltminister erteilten Weisungen gegen die zuständige Genehmigungsbehörde und wischten Sicherheitsbedenken vom Tisch. Bedenken, über die sich schließlich die erste rot-grüne Bundesregierung hinwegsetzte, um mit den Kraftwerksbetreibern zu einem Konsens in Sachen Ausstieg zu kommen. Politische Übereinkünfte statt Sicherheit.

Siehe auch: Atommüll-Lager im Schacht Konrad verzögert sich: Sicherheitsprobleme nehmen kein Ende und: Endlagersuche: “Neue Debatte auch über Schacht Konrad”

Sämtlicher leicht- und mittelradioaktive Atommüll nach Konrad? Das war der Plan. Aber: Immer mehr Atommüll »taucht auf«, der dort nicht rein darf – zum Beispiel aus dem Lager ASSE II. Das jahrzehntelang als Vorbild für Gorleben und natürlich »total sichere« Lager droht abzusaufen und einzustürzen. Alles muss raus, heißt nun die Devise. Und wenn das klappt, wohin damit? Das weiß im Moment keiner – nach Konrad darf das Zeug jedenfalls nicht!

Vor wenigen Wochen berichtete der Spiegel: »Als gäbe es nicht genug offene Fragen, ist zwischenzeitlich eine neue Sorte von Atommüll aufgetaucht, für die es bislang noch gar keine Endbestimmung gibt«. Ja wo kommt denn plötzlich dieser »neue« Atommüll her? (siehe hier)

Aus Gronau. Dort wird Uran verarbeitet, damit Brennstoff für AKW in aller Welt hergestellt werden kann. Dabei entstehen große Mengen Müll. Die Fabrik in Gronau und eine weitere Anlage in Lingen sind vom Atomausstieg ausgenommen und haben unbefristete Betriebsgenehmigungen. (siehe aktuell dazu hier)

Der Clou in Gronau: Weil der Betreiber den Uranmüll als Wertstoff deklariert, ist es offiziell kein Atommüll. Wertstoff? Auf Nachfrage teilt die Bundesregierung mit: »Konkrete Verwendungsvorhaben sind der Bundesregierung nicht bekannt«.

Mit rund 100 000 Kubikmeter Uranmüll rechnen die zuständigen Behörden – vom Volumen her etwa das Dreifache dessen, was an hoch radioaktivem Atommüll anfällt und gelagert werden muss. Per Taschenspielertrick wird dieser gigantische Müllberg einfach aus der Statistik rausgerechnet.

Auch dieser Müll darf nicht in den Schacht Konrad. Und nun? Der Experte Wolfgang Neumann warnt im Spiegel: »Dann müsste man ein drittes Endlager suchen.« Und das Magazin ergänzt: »Auch im Bundesumweltministerium hält man sich diese Option offen, obwohl offiziell mit zwei Standorten geplant wird.«

Es ist eine Lüge, auf der das Endlagersuchgesetz fußt. Zu viele Festlegungen sind von den Parteispitzen hinter verschlossenen Türen gemacht worden. Am Ende kann das Gesetz sogar dazu führen, dass Gorleben Atommüllendlager wird. Genug Abfall wäre vorhanden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Greenpeace und ROBIN WOOD haben daher beschlossen, sich dieser Farce zu verweigern. Ein Neuanfang ist angesichts all dessen, was ignoriert wird oder per Vorfestlegungen entschieden ist, nicht möglich.

Die Anti-Atom-Initiativen haben jetzt einen »Sorgenbericht« vorgelegt. Standort für Standort wird darin das gesamte Atommüll-Desaster bilanziert. Wer einen Konsens in der Atommüllfrage anstrebt, muss zwei Dinge tun. Erstens: Die Ehrlichkeit aufbringen, dass nichts in Sachen Atommülllagerung gelöst ist. Und zweitens: Auf dieser Basis mit allen relevanten Akteuren ohne Vorbedingungen in die Debatte gehen. Nur so können Sicherheitskriterien im gesellschaftlichen Konsens entwickelt werden und die Suche nach einer dauerhaften und sicheren Lagerstätte erfolgreich sein!“

Siehe auch hier: Greenpeace, BUND und ROBIN WOOD lehnen Teilnahme an der Endlager-Kommission ab.

„Die Genossen, die Energiekonzerne und andere Freundschaften mit und gegen Vattenfall“ – Ein Kommentar im Abendblatt

Hauke Wagner, Amtierendes SPD-Vorstandsmitglied und Vattenfall-Manager.
Hauke Wagner, Amtierendes SPD-Vorstandsmitglied in Hamburg und Vattenfall-Manager.

„Nein, diesen Vorwurf kann man den Sozialdemokraten nun wirklich nicht machen: dass sie eine krankhaft große Distanz zu den Energiekonzernen dieser Welt halten. Im Gegenteil: Viele führende Genossen engagieren sich sogar beruflich für die Belange der Gas-, Strom- und Wärmelieferanten, meist nach dem Ausstieg aus der Politik, manchmal aber auch schon vorher.“ Das schreibt Jens Meyer-Wellmann. Der Autor ist stellvertretender Leiter der Hamburg-Redaktion des Abendblatts und hat in den letzten Wochen u.a. den Faktencheck zum Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ in der Welt und im Abendblatt geschrieben. Meyer-Wellmann betreibt einen eigenen Blog hier.

Siehe auch hier: Faktencheck Teil 2 – Ohrfeige für die SPD und Volksentscheids-Gegner – “Es geht um eine politische Entscheidung”

In seinem aktuellen Kommentar schreibt Meyer-Wellmann über die Verflechtungen zwischen der SPD und den Energiekonzernen, besonders dem Atom- und Kohlekonzern Vattenfall. Aber auch von Altkanzler Schröder und Gazprom ist die Rede, von Wolfgang Clement und RWE, von Hamburgs Ex-Umweltsenator Fritz Vahrenholt und wiederum RWE, vom Hamburger Ex-Juso-Chef und noch amtierenden SPD-Vorstandsmitglied Hauke Wagner.

Siehe auch hier: Die freizeitlichen Kamingespräche des Hauke Eugen Wagner (HEW)

Meyer-Wellmann schreibt – zu lesen in seinem Blog – auch über: „Ivo Banek, einst Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion ist mittlerweile Leiter der Konzernkommunikation beim schwedischen Energieriesen Vattenfall, der dieser Tage zusammen mit SPD-Bürgermeister Scholz dafür kämpft, die Energienetze behalten zu dürfen. 2011 wechselte mit Hans-Joachim Klier (SPD) kurz nach seiner Pensionierung der wohl kenntnisreichste Hamburger Beamte des Bereichs Energiewirtschaft als Berater zu Vattenfall. Er nahm sein Insiderwissen aus der Verwaltung mit, der neue SPD-Senat untersagte den Wechsel kurz vor Beginn der Verhandlungen über den Teilrückkauf der Energienetze trotzdem nicht — obwohl dies laut Beamtenrecht möglich gewesen wäre.“

Siehe auch hier: Volksentscheid Energienetze Hamburg: Immer mehr Filz bei der SPD

und: Volksentscheid Energienetze Hamburg: Die Mächtigen fühlen sich sehr bedroht.

Künstler und Prominente für Hamburger Energienetze: JA zu 100 %

220_PromisÜber 40 Künstlerinnen und Künstler und Prominente bekunden öffentlich ihre Unterstützung für die Initiative UNSER HAMBURG – UNSER NETZ.

Die Schauspieler Peter Lohmeyer, Rolf Becker und Marion Gretchen Schmitz, die Musiker Jan Delay und Bela B (Die Ärzte), Corny Littmann, Rocko Schamoni und Kabarettist Henning Venske sowie viele weitere Künstlerinnen und Künstler halten es für wichtig, dass die für die Versorgung aller Hamburger so wichtigen Energienetze nicht mehr rein kommerziellen Interessen überlassen werden. Die Stadt kann sich stärker für das Gemeinwohl einsetzen, für mehr Klimaschutz sorgen und Verbrauchertransparenz herstellen.

Christoph Twickel, Autor: „Wenn das Hamburger Netz für Vattenfall ein gutes Geschäft ist, warum soll es das nicht auch für die Stadt Hamburg sein? Den Ausverkauf des Gemeinwesens im Feuilleton zu beklagen reicht eben nicht – wir müssen die falschen Privatisierungen rückgängig machen. Geschichte wird gemacht.“

Peter Lohmeyer, Schauspieler: „Diesem Filz zwischen dem SPD-Senat und Vattenfall traue ich einfach nicht. Und wenn Vattenfall das ganze Deutschlandgeschäft verkauft, was dann? Wir brauchen klare Verhältnisse und ein unabhängiges Hamburg. Ich will mitentscheiden, wo es mit der Energiewende hingeht.“

Jan-Peter Petersen, Kabarettist und Mitinhaber des Lustspielhauses Alma Hoppe: „Ein profitables Netz den Konzernen zu überlassen, ist ja wohl ein schlechter Witz“.

Hark Bohm, Regisseur: “Es kommt drauf an, wer die Verfügungsmacht über die Netze besitzt. Die Energieversorgung ist für alle Menschen entscheidend. Der Schlüssel für die Energienetze gehört in die Hände einer demokratisch gewählten Bürgerschaft”

Alle KünstlerInnen finden Sie hier: http://unser-netz-hamburg.de/kunstlerinnen-und-prominente-fur-den-volksentscheid/

„Wir freuen uns über die breite Unterstützung aus dem Kreis der Hamburger Kulturschaffenden. Dies verstärkt noch einmal unser gesellschaftliches Bündnis aus über 50 Organisationen. Jetzt entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger: Allgemeinwohl statt rein kommerzielles Interesse – um diese Grundsatzfrage geht es beim Volksentscheid“, so die drei Vertrauenspersonen von UNSER HAMBURG – UNSER NETZ; Manfred Braasch, Günter Hörmann und Theo Christiansen.

Weitere Infos: www.unser-netz-hamburg.de

Dokumentation der Seite von UHUN

KünstlerInnen und Prominente für den Volksentscheid

‚Die Netze sollen zurück in die Öffentliche Hand‘. Hamburger Künstler, Künstlerinnen und andere Prominente Hamburger sagten JA zu 100 % beim Volksentscheid UNSER HAMBURG – UNSER NETZ. Auf den Bühnen und hier im Netz.

Jan Plewka

Musiker, Selig

Bela B

Musiker, Die Ärzte

Antje von Stemm

Illustratorin

 

Marion Gretchen Schmitz

Schauspielerin

Monique Schwitter

Autorin

Adrienne Goehler

Publizistin und Kuratorin

 

Kai Degenhardt

Liedermacher

Antje Hubert

Antje_Hubert

Filmemacherin

Rocko Schamoni

Autor

 

Jan Delay

Musiker

Peter Lohmeyer

Schauspieler

Nils Loenicker

Kabarettist, Alma Hoppe

 

Schorsch Kamerun

Theatermacher, Musiker

Rolf Becker

Schauspieler

Hark Bohm

Regisseur und Drehbuchautor

 

Corny Littmann

Theaterbesitzer

Christoph Twickel

Autor

Thomas Sannmann

Biokiste

 

Michael Weber

150_Michael Weber

Schauspieler

Torben Meisner

Musiker, Rantanplan

Henning Venske

Kabarettist

 

Hanna Mittelstaedt

Mitelstaedt

Verlegerin

Le Fly

Musik-Band

Marco Schmedtje

Musiker

 

Petra Maitz

Malerin

Rita Baukrowitz

Metropolis Kino

Abi Wallenstein

Musiker

 

Buddy Lüders

Fabrik Hamburg

Curt Claussen

Musiker

Eddy Winkelmann

Musiker

 

Axel Pätz

Kabarettist

Jan-Peter Peterssen

Kabarettist, Alma Hoppe

Niels Boeing

Autor

 

Ulrich Kodjo Wendt

Musiker und Komponist

Theo Bruns

Verleger

Danube`s Banks

Musik-Band

 

Gudrun Hammer

Autorin

Tania Kibermanis

Tania Kibermanis

Autorin

Ingo Pohlmann

Ingo Pohlmann für JA zu 100%

Musiker

 

Christian Rudolf

Christian Rudolf

Schauspieler

Karin Missy Paule

Karin-Missy-Paule

Künstlerin

Außerdem unterstützen uns:

– Thomas Ebermann
– Lisa Politt, Kabarettistin
– Gunter Schmidt, Kabarettist

Statements der KünstlerInnen

Christoph Twickel, Autor: „Wenn das Hamburger Netz für Vattenfall ein gutes Geschäft ist, warum soll es das nicht auch für die Stadt Hamburg sein? Den Ausverkauf des Gemeinwesens im Feuilleton zu beklagen reicht eben nicht – wir müssen die falschen Privatisierungen rückgängig machen. Geschichte wird gemacht.“

Peter Lohmeyer, Schauspieler: „Diesem Filz zwischen dem SPD-Senat und Vattenfall traue ich einfach nicht. Und wenn Vattenfall das ganze Deutschlandgeschäft verkauft, was dann? Wir brauchen klare Verhältnisse und ein unabhängiges Hamburg. Ich will mitentscheiden, wo es mit der Energiewende hingeht.“

Jan-Peter Petersen, Kabarettist und Mitinhaber des Lustspielhauses Alma Hoppe: „Ein profitables Netze den Konzernen zu überlassen, ist ja wohl ein schlechter Witz“.

Hark Bohm, Regisseur: “Es kommt drauf an, wer die Verfügungsmacht über die Netze besitzt. Die Energieversorgung ist für alle Menschen entscheidend. Der Schlüssel für die Energienetze gehört in die Hände einer demokratisch gewählten Bürgerschaft”

Fotos von KünstlerInnen und Prominente:

Foto von Christoph Twickel: Stefan Barkhoff
Foto von Corny Littmann: Stefan Malzkorn
Foto von Jan Plewka: Sven Sindt
Foto von Monique Schwitter: Florian Thiele
Foto von Gudrun Hammer:  Silke Goes
Foto von Tania Kibermanis: Thomas Müller

Volksentscheid Energienetze Hamburg: „Netzverträge der Stadt sind illegal“ – LichtBlick prüft Klage

logo_rgb_balkenDie Hamburger Morgenpost berichtet über die Vorwürfe des Ökostrom-Unternehmens „LichtBlick“. Das Unternehmen hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass es die zwischen der Stadt Hamburg und den Konzernen E.on und Vattenfall ausgehandelten Verträge über eine Minderheitsbeteiligung der Stadt an den Netzen für Strom, Fernwärme und Gas für rechtswidrig hält. Siehe dazu hier: Netz-Volksentscheid in Hamburg: Verträge zwischen Senat und Konzernen rechtswidrig

Der Deal mit den Konzernen enthalte viele Aspekte, die so nicht zulässig seien. Z.B. werde bei der Fernwärme jeder Wettbewerb unterbunden. Die Morgenpost wird deutlich: „Wie wettbewerbsverzerrend die Allianz mit Vattenfall und E.on sein kann, beweist ein aktuelles Beispiel in Hummelsbüttel. Dort hat der Senat die stadteigenen Unternehmen SAGA und Hamburg-Energie ausgebremst, die am Tegelsbarg ein Blockheizkraftwerk bauen wollten. Offenbar, um Vattenfall nicht auf die Füße zu treten.“

Siehe dazu hier: Lieber Vattenfall statt Energiewende: Verhindert Hamburg Ausbau dezentraler Energie?

Weiter berichtet die Morgenpost: „Für „Lichtblick“ jedenfalls ist klar: „Wir unterstützen die Initiative ‚Unser Hamburg – unser Netz‘ und werben für ein Ja zum Netzrückkauf“, sagt Gero Lücking. Denn zum einen müsse die Verquickung von Stadt und Konzernen aufgehalten werden, zum anderen sei das Fernwärmenetz extrem rentabel. „Wenn es so unwirtschaftlich wäre, wie die Stadt behauptet, dann würde Vattenfall die Netze doch mit Kusshand abgeben“, sagt „Lichtblick“-Sprecher Ralph Kampwirth.“

Immer deutlicher wird, dass die Auseinandersetzung um die Zukunft der Energienetze in Hamburg auch nach dem 22. September in keinem Fall vorbei sein wird – egal wie der Volksentscheid ausgeht.  Zum einen, weil z.B. die EnergieNetzHamburg als Genossenschaft sich um die Konzession für das Stromnetz bewerben wird. Zum anderen weil LichtBlick jetzt ankündigt: „Das Unternehmen will zunächst den Volksentscheid am 22. September abwarten. Sollte er für die Initiative verloren gehen, „entscheiden wir, ob wir rechtliche Schritte gegen die Verträge der Stadt einleiten“, so Kampwirth.“

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