Vattenfall wird was gelesen – Musik und Literatur für den Volksentscheid

Sebastian Schlösser
Sebastian Schlösser (Foto), Rocko Schamoni und viele andere haben schon für den Volksentscheid gelesen. Jetzt geht eine weitere musikalische Lesereihe an den Start.

Es gibt neue Lesetage mit Musik. Natürlich gegen Vattenfall, in jedem Fall aber auch Abende mit hohem Unterhaltungswert! Zahlreiche Künstler sind bei den vier musikalischen Lesungen am Start, die wenige Tage vor dem Volksentscheid „Unser Hamburg – unser Netz“ auf ihre Art für ein „Ja zu 100 Prozent“ werben.  Amüsant und heiter, hintergründig und frech geht es um Calamity Jane (die Frau, die schneller zieht als Luky Luke), absolut schräge Firmenhymnen, eine Hommage für Franz-Joseph Degenhardt und um Johnny Cash, den Man in Black. Alle Veranstaltungen atomstromfrei!

Das volle Programm:

Sonntag, 15. September – Ruth Marie Kröger, Michael Weber, Radek Stawarz: IN DIESEM DRECKSNEST GIBT ES NUR EINE VERNÜNFTIGE FRAU – Calamity Jane`s Briefe an ihre Tochter, Mehr Infos hier, Ort: Hamburgr Botschaft, Sternstr. 67, Nähe U/S Bahn Sternschanze oder U-Bahn Feldstr., Eintritt: 10 Euro, Beginn: 19.30 Uhr:  Eine Veranstaltung im Rahmen der ROBIN WOOD Aktion: Tschüss Vattenfall sagen – Volksentscheid unterstützen.

Donnerstag, 19. September, Thomas Ebermann & Kristof Schreuf: „Firmenhymnen“. Ein analytisch-satirischer Abend mit guter und schlechter Musik, zur Erforschung eines Phänomens, das Schlüsse auf die Verrücktheit des kapitalistischen Ganzen erlaubt, Ort: Centro Sociale (Sternstraße 2, gegenüber der U-Bahn Feldstraße). Eintritt gegen Spende. Veranstalter und Info: Rosa-Luxemburg-Stiftung und andere.

Freitag, 20. September, Hommage an Franz Joseph Degenhardt, Rolf Becker liest + Kai Degenhardt singt, außerdem: Falco Trio (Duo Session), mehr Infos hier, ORT: KNUST, Neuer Kamp 30, 20 Uhr, Eintritt: SPENDE, ROBIN WOOD in Kooperation mit »unternehmen gegen atomkraft«

Samstag, 21. September, Johnny Cash – The Man in Black, Die Buchschwestern bringen Musikerbiographien auf die Bühne, Mit Susanne Pollmeier, Marion Gretchen Schmitz und Hannes Klock (Gitarre und Gesang), Werkstadt 3, Nernstweg 32, Eintitt 5 Euro, Infos hier.

Hinkommen, weiter verbreiten, Vattenfall Tschüss sagen!

Uranabbau in Tansania – Eine Ausstellung über die Risiken

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In Deutschland wird das Uran nach dem Abbau weiterverarbeitet. Z.B. in der zum URENCO-Konzern gehörenden Uranfabrik in Gronau. Foto: ROBIN WOOD

Der afrikanische Kontinent wird immer mehr zur Rohstoffquelle. Auch in Tansania sind ausländische Investoren und Firmen dabei, die reichhaltigen Rohstoffe zu erschließen. In der ehemaligen deutschen Kolonie soll künftig Uran abgebaut werden, mit dem Atomkraftwerke betrieben werden oder das auch zu militärischen Zwecken genutzt werden kann. Die Schäden für die Menschen und die Umwelt sind immens. Das zeigen die Erfahrungen in anderen Uran-Gebieten.

Auch in Deutschland: Die inzwischen sieben Milliarden-Euro teure Sanierung (!!) der Uranabbaugebiete der Wismut AG dauert seit der Schließung der Anlagen Anfang der 90er Jahre an. Viele Tausend Beschäftigte sind an den Folgen des dortigen Uranabbaus erkrankt oder gestorben (Die Welt).

Siehe auch: „Ist Uranbergbau ein Gewinn für Tansania?“ (PDF) von Günther Wippel und Martin Kurz (April 2012).

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Vor kurzem zu Gast in Hamburg: Bischof Dr. Alex Malasusa aus Dar Es Salaam. Auf einer Veranstaltung, an der auch der norddeutsche Landesbischof Gerhard Ulrich teilnahm, kam im Rahmen der Ausstellung „Freedom Roads“  der Uranabbau in Tansania zur Sprache. Bischof Malasusa sorgt sich um die Auswirkungen. Dar Es Salaam ist Partnerstadt von Hamburg. Foto: Dirk Seifert

Anfang Oktober 2013 wird in Dar Es Salaam/Tansania eine internationale Uran-Konferenz stattfinden, vorbereitet von der IPPNW Schweiz, dem Uranium-Netzwerk, der Rosa-Luxemburg-Stiftung östliches Afrika und NGOs aus Tansania: Uranbergbau in Tansania – Konferenz über die Risiken.

Das internationale Uranium-Network hat in Zusammenarbeit mit der CESOPE, einer NGO, die in Tansania gegen den Uranabbau aktiv ist und die Bevölkerung über die Risiken informiert, eine Ausstellung entwickelt, die über die Planungen für den Uranabbau in Tansania ebenso einen Überblick gibt, wie über die damit verbundenen Risiken. Diese Ausstellung steht gleich hier unten zur Ansicht bereit und kann bestellt werden. Um die Ausstellung zu bestellen, wenden Sie sich bitte an: Martin Kurz, Email: MartinKurz1 (at) gmx.de .

Unterstützen Sie die Arbeit des Uranium-Netzwerkes gegen den Uranabbau in Tansania mit einer Spende: Menschenrechte 3000 e.V., AG uranium-network.org, Volksbank Freiburg, BLZ: 680 900 00, Konto: 2133 57 03, Stichwort: CESOPE

TANSANIA – EINE AUSSTELLUNG ÜBER DIE RISIKEN DES URANABBAUS (Bilder anklicken zum Vergrößern. Achtung: Die Ausstellung ist am 15.9. erweitert und aktualisiert worden!)

 

 

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