Entsorgungslüge geht weiter: Immer mehr und “neuer” Atommüll

Gemeinsam mit der AG Schacht Konrad und dem AKU aus Gronau hat ROBIN WOOD heute in einer Pressemeldung begründet, warum wir an dem Bürger-Forum nicht teilnehmen und das Endlagersuchgesetz ablehnen. Dabei geht es nicht nur um Gorleben und Hinterzimmer-Diplomatie. Es geht auch darum, dass bei dieser Debatte das reale Atommüll-Desaster völlig ausgeblendet wird. Enorme Mengen Atommüll “vagabundieren” in der Republik herum, für die bis heute nicht einmal im Ansatz “Entsorgungs-Pläne” bestehen. Aber auch der “offizielle” Atommüll ist außer Kontrolle. Erst gestern meldete die taz, dass im Zwischenlager in Jülich die Genehmigung für die Lagerung von 152 hochradioaktiven Castor-Behältern ausläuft (siehe auch hier). Außerdem ist das Zwischenlager nach dem Stresstest der Entsorgungskommission als “unsicher” durchgefallen. Ausgerechnet (?) die rot-grüne Landesregierung arbeitet nun daran, diesen brisanten Atommüll in die USA zu verschieben. Wie war das doch gleich mit der vielbeschworenen “nationalen Verantwortung”, von der uns immer erzählt wurde, wenn Atommüll aus Frankreich oder England Richtung Gorleben rollte? Noch vor knapp einem Jahr hatten sich SPD und Grüne in NRW im Koalitionsvertrag klar positioniert: Der hochradioaktive Atommüll aus Jülich sollte nur noch eine Reise machen: Die ins Endlager. Doch das Problem ist noch viel gewaltiger….

Uranfabrik Gronau: Atommülllager für 100 Jahre – alle 10 Jahre neue Lagerhallen

Weitere Atommüllberge sind noch nicht einmal bei den Planungen für eine dauerhafte Lagerung berücksichtigt. So sind bei der Uranareicherung in Gronau bereits mehrere zehntaused Tonnen Uranmüll angefallen und täglich werden es mehr. Das Absurde: Offiziell gilt dieser Atommüll als Wertstoff; nur mit diesem Trick kann in Gronau unbefristet weiter der Brennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt hergestellt werden. Weil es aber in Wirklichkeit gar keine Verwertung gibt, wird in Gronau ein Zwischenlager gebaut. Ab 2014 geht das in Betrieb und dort sollen dann zunächst 60.000 Tonnen Uranmüll gelagert werden. Und die Bundesregierung räumt ein: Das kann über einen Zeitraum von 50 – 100 Jahre dauern! Schlimmer noch: Etwa alle 10 Jahre muß bei “Normalbetrieb” in Gronau laut Bundesregierung eine neue Atommüll-Halle gebaut werden! Das ergab die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken Bundestagsabgeordneten Dorothee Menzner (hier als PDF).

Der Spiegel (siehe auch hier) berichtete vor wenigen Wochen in seiner Print-Ausgabe über diesen Wahnsinn. “Als gäbe es nicht genug offene Fragen, ist zwischenzeitlich eine neue Sorte von Atommüll aufgetaucht, für die es bislang noch gar keine Endbestimmung gibt: Dabei handelt es sich um graphithaltige Abfälle sowie abgereichertes Uran, die nicht in den Schacht Konrad verbracht werden dürfen.” (Spiegel 19/2013, Seite 27). “Stattdessen müssen die mit Radionukliden vollgepumpten Materialien wohl in einem künftigen Endlager für hochradioaktive Stoffe beerdigt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beziffert ihre Menge auf bis zu 105500 Kubikmeter. Bislang wissen vor allem Fachkreise von diesem Abfallproblem.”

Diese “neuen” radioaktiven Abfälle sind so neu nicht: Bereits im Oktober 2011 hatte die Grüne Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl dazu die Bundesregierung befragt. In der Mitteldeutschen Zeitung war zu lesen: “Zu dem hochradioaktiven Müll sollen auch bis zu 100 000 Kubikmeter abgereichertes Uran hinzukommen, das nicht in das Endlager Konrad für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden kann. … Die Mengen würden bei weiten das Volumen hochradioaktiver Abfälle übertreffen, die auf 29 000 Kubikmeter geschätzt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rechnet zudem mit bis zu 5000 Kubikmetern Abfällen mit geringer Wärmeentwicklung, die nicht für Schacht Konrad geeignet sind. Die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) geht hier von bis zu 8800 Kubikmetern aus. Hinzu kommen graphithaltige Abfälle von 500 bis 1000 Kubikmetern.”

Im Spiegel heißt es weiter: “”Die Folgen für Deutschland könnten unangenehm sein. „Im schlimmsten Fall ist in dem Lager für hochradioaktiven Müll nicht genügend Platz für diese Sorte Abfall“, warnt der unabhängige Atomexperte Wolfgang Neumann aus Hannover: „Dann müsste man ein drittes Endlager suchen.“ Auch im Bundesumweltministerium hält man sich diese Option offen, obwohl offiziell mit zwei Standorten geplant wird.””

In der Pressemitteilung von ROBIN WOOD heißt es daher:„Es ist die nächste Entsorgungslüge, wenn jetzt im Rahmen der Debatte um das Endlagersuch­gesetz suggeriert wird, dass ‘nur’ noch das Problem der hochradioaktiven Atomabfälle geklärt werden müsse und damit viele 100.000 Kubikmeter Strahlenabfälle einfach ausgeblendet werden“, sagt Dirk Seifert, Energiereferent bei ROBIN WOOD. “Große Mengen Atom-Müll, die in Gronau ohne Ende weiter produziert werden, werden einfach nicht betrachtet, ebenso wenig der Atommüll aus Jülich oder der, der bei der Räumung von Asse II anfallen würde.”

Nicht nur neuer Atommüll für Schleswig-Holstein: Jetzt rollt auch noch Plutonium in das AKW Brokdorf

Dirk Seifert - MOX-Transport zum AKW Brokdorf
Plutonium auf dem Weg zum AKW Brokdorf. Spezialtransporter sind dabei im Einsatz, wenn der Atombombenstoff über die Straßen von Niedersachsen und Hamburg nach Schleswig-Holstein rollt. Foto: Dirk Seifert

Während im Rahmen der Endlagersuche derzeit Schleswig-Holstein und das AKW Brunsbüttel als Anwärter für neuen Atommüll per Castortransporten auf der ToDo-Liste stehen, soll nun auch noch Plutonium als Brennstoff zum AKW Brokdorf rollen. Das Plutonium stammt aus der so genannten Wiederaufarbeitung, sprich: Der Abtrennung des Bombenstoffs in Frankreich (und England). Dieses Plutonium wird unter extremsten Sicherheitsvorkehrungen in sogenannte Mischoxid-Brennelemente (MOX) eingebaut. Es ist hochgiftig und tödlich. Und es erhöht die Sicherheitsprobleme in Atomkraftwerken. Siehe dazu: E.on räumt ein – Plutonium-Brennelemente machen nur Probleme.

Die Plutoniumtransporte werden u.a. durch die Bundesländer Niedersachsen und Hamburg rollen. In Hamburg hat es jüngst einen Brand auf einem Atomfrachter gegeben. Nur dem Einsatz der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass es nicht zu einer atomaren Katastrophe in Hamburg kam. Die Behörden verschwiegen wochenlang, dass radioaktives Material an Bord des brennenden Schiffs gewesen ist. Erst Nachfragen der Grünen Bürgerschaftsfraktion machten das öffentlich. Siehe: Brennender Atomfrachter in Hamburg – wollte die Umweltbehörde vertuschen?

Nach Informationen von .ausgestrahlt steht „bis spätestens nächsten Freitag (24.5.) ein MOX-Straßentransport aus dem belgischen Dessel nach Brokdorf an. Der MOX-Brennstoff stammt aus Frankreich“. Insgesamt sollen mehr als 200 kg Plutonium in den Brennelementen stecken. Das wäre eine Menge, die für rund zwei Dutzend Atombomben ausreichen würde!

Das AKW Brokdorf wird von E.on betrieben. E.on-Mitarbeiter Wolfgang Faber, Leiter für Brennelementeinsatz und Entsorgung bei der E.ON Kernkraft GmbH, hatte in Vorträgen in den USA, wo derzeit eine neue Plutoniumfabrik gebaut wird, in der MOX für die dortigen Atomkraftwerke hergestellt werden sollen, vor erheblichen Risiken gewarnt (siehe oben). Nicht ganz erfolglos, denn in den USA haben die AKW-Betreiber bislang wenig Interesse am Einsatz dieses gefährlichen Brennstoffs gezeigt. Noch im September 2012 hatte sich kein Abnehmer gefunden: Plutonium-Brennelemente – Keine Abnehmer in den USA

Johannes-Teyssen-Eon-15032013tutzing12.jpgAuf der jüngsten Hauptversammlung von E.on am 3. Mai 2013 fragte die Ärzteorganisation IPPNW nach und wollte wissen, wie der Konzern zu den Sicherheits-Bedenken seines Brennelemente-Expertern Wolfgang Faber stehe. Der Vorstandsvorsitzende Teyssen brauchte nur drei Sätze: „Die Meinung von Herrn Faber ist eine Einzelmeinung. Das ist nicht die Unternehmensmeinung. Wir sehen keine Gefahrenerhöhung durch MOX-Brennelemente.“ (Zitiert nach einer Mail der Fragestellerin Dr. Angelika Claußen).

Stellungnahmen der Landesregierung Schleswig-Holstein und des dortigen grünen Energie(wende)ministers Robert Habeck liegen bislang nicht vor.

Siehe auch: Castoren für Brunsbüttel – Einlagerung ist möglich?

Weitere Informationen zu Plutonium-Brennelementen:

Plutonium-Brennelemente – Alternativen zum Einsatz im Atomreaktor

Plutonium – fast 5.000 Kilogramm warten auf AKW-Einsatz

Waffen-Uran und Plutonium in Atommeilern – Alternativen wurden nicht verfolgt!

E.on räumt ein – Plutonium-Brennelemente machen nur Probleme

MOX-Transporte – Plutonium auf Reisen

 

Castoren für Brunsbüttel – Einlagerung ist möglich?

Vattenfall-Brunsbuettel-Rost
Atommülllagerung im AKW Brunsbüttel: Wenn das mal gut geht?!

„Auf dem Gelände des stillgelegten Kernkraftwerks Brunsbüttel können theoretisch alle 26 Castor-Behälter zwischengelagert werden, die Deutschland in den kommenden Jahren aus den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield zurücknehmen muss. „Selbst dieses Maximum dürfte kein Problem sein“, sagte der Vorsitzende der Entsorgungskommission des Bundes, Michael Sailer, gestern im Wirtschaftsausschuss des Landtags.“ Das schreibt die SHZ über die gestrige Sitzung in Schleswig-Holstein.

Und außerdem, so die SHZ, sei alles total sicher: „Zugleich machte Sailer deutlich, dass jeder der bundesweit 15 Standorte von Atomkraftwerken wie das Zwischenlager Gorleben geeignet sei, die Castoren aufzunehmen. Alle Anlagen seien nach der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima einem Stresstest unterzogen worden. Danach sei auch Brunsbüttel gegen Flugzeugabstürze, Sturmfluten oder Erdbeben gewappnet.“

Wie es um die Sicherheit in Brunsbüttel bestellt ist, wird im Juni das Oberverwaltungsgericht Schleswig zu entscheiden haben. Denn noch immer gibt es eine Klage gegen das Atommülllager: Darin wird angezweifelt, ob das Lager tatsächlich ausreichend gegen „Einwirkungen von außen“ gesichert ist.

Unklar bleibt bis heute, ob Vattenfall als Eigentümer überhaupt bei den Regierungs-Planspielen mitmacht: Das Unternehmen müsste sich zur Aufnahme des WAA-Atommülls bereit erklären, einen entsprechenden Genehmigungsantrag stellen und vermutlich auch Nachrüstungen und die Kosten für die Lagerung des Mülls für mindestens 40 Jahre bezahlen. Bislang lehnt die Atomwirtschaft das jedoch ab. Hinzu kommt, dass Vattenfall das bestehende Atommülllager für Castoren verkleinern will. Dazu läuft beim zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz bereits ein Antrag. Durch die Verkleinerung des Castorlagers will Vattenfall Platz schaffen, um mittelradioaktiven Atommüll, der beim Rückbau des stillgelegten Atomkraftwerks Brunsbüttel anfallen wird, vor Ort lagern zu können. So soll der Neubau einer für diesen Müll erforderlichen neuen Zwischenlagerhalle vermieden werden – und die damit verbundenen Kosten.

Im Rahmen der Debatte um ein Endlagersuchgesetz ist vorgesehen, dass die genannten Atommülltransporte nicht mehr in das Zwischenlager nach Gorleben gehen sollen. Daher werden nun andere Standorte an den Atommeilern gesucht. Bislang haben die Landesregierungen Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg ihre Bereitschaft signalisiert, unter Bedingungen den hoch- und mittelradioaktiven Atommüll aus der Wiederaufarbeitung aufzunehmen. Vor Ort, rund um die Atommeiler wächst die Sorge, dass die Standorte durch die Hintertür zu Endlagern werden könnten.

Siehe auch: Noch ein Endlager mehr? “Neuer” Atommüll und überall neue Lagerhallen

Atommüll unterwegs – Vattenfall AKW Krümmel schickt Strahlenmaterial nach Duisburg

Rückbau AKW Obrigheim steckt voller Risiken – Einwendungen gegen wasserrechtliche Genehmigung JETZT!

 

 

Atomkonzerne und kein Konsens: „Wir zahlen nicht“

atommüllfassOffenbar hatte Bundesumweltminister Altmaier bei seinem Gespräch mit den Atomkonzernen über Konsens, Endlagersuche und Atommülllagerung keinen wirklichen Spaß. RP-Online meldet, was im Grunde schon vorher klar war: „Die vier großen Energiekonzerne Eon, RWE, Energie Baden-Württemberg (EnBW) und Vattenfall lehnen es ab, zusätzliche Kosten für ein Atommüll-Zwischenlager zu übernehmen, das nicht in Gorleben sein wird. Dort sei man der Verpflichtung, die technischen Voraussetzungen für ein Zwischenlager zu schaffen, bereits nachgekommen, hieß es aus Unternehmenskreisen nach einem Spitzengespräch der Konzernchefs gestern mit Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU). Wenn Bund und Länder nun aus politischen Gründen Gorleben als Zwischenlager ausschlössen, sei die Finanzierung eines alternativen Zwischenlagers eine vom Staat zu finanzierende „gesellschaftliche Aufgabe“, so die Manager.“

Ohne die Zustimmung der Atomkonzerne dürfte das gesamte weitere Verfahren erhebliche Probleme bekommen. Niedersachsens Zustimmung zum Endlagersuchgesetz hängt an der Zusage, dass es keine weiteren Atomtransporte aus der Wiederaufarbeitung nach Gorleben geben darf. Wohin der Atommüll dann aber soll, ist offen. Lediglich Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg haben unter Bedingungen erklärt, den Atommüll ggfls. aufzunehmen. Doch: Die Atommüll-Standortlager an den AKWs gehören den Atomkonzernen und sind auf die Aufnahme des vor Ort erzeugten Atommülls beschränkt. Es braucht also neue Genehmigungen, die die Atomunternehmen beantragen müssten. Ob der Bund per Gesetz die Unternehmen dazu zwingen kann, ist derzeit unklar.

Auf weitere kostenrelevante Probleme verweist die Süddeutsche Zeitung: „Das andere (Problem) sind die Betreiber selbst, also RWE, Eon, Vattenfall und EnBW. Sie müssten für die Zwischenlager Castor-Genehmigungen beantragen. Der Anreiz dazu ist gering, denn die Konzerne tragen das volle Risiko: Eine Genehmigung werden sie nur unter Auflagen erhalten. Beispiel Sicherheit: Ist ein Castor beschädigt, muss er auch am Standort repariert werden – ein Transport zu Vorrichtungen in Gorleben käme für den strahlenden Container wohl kaum infrage.

Die Lösung wäre eine „heiße Zelle“ an jedem AKW-Lager, das einige der 26 Castoren übernimmt. Nur kostet jede einzelne Zelle hohe zweistellige Millionenbeträge. Warum die Betreiberfirmen, die eine gültige Genehmigung für die Transporte nach Gorleben schon lange besitzen, freiwillig diese Millionen zahlen sollten, ist bisher Altmaiers Geheimnis.“

Damit nicht genug: In Schleswig-Holstein hat die Landesregierung als eine Bedingung für die Aufnahme von Atommüll z.B. am AKW Brunsbüttel verlangt: „Die Kosten für die Endlagersuche dürfen nicht den Bürgerinnen und Bürgern oder dem Staat aufgelastet werden. Es muss das Verursacherprinzip greifen, d.h. die Kosten für die Endlagersuche müssen von den AKW-Betreibern getragen werden.“ (siehe hier PDF, Bedingung 3).

Das gilt insbesondere auch für die Kosten, die auf Vattenfall und Co bei einer eventuellen Zwischenlagerung des Atommülls z.B. in Brunsbüttel zukommen würden. Da steht also noch eine Menge Ärger ins Haus. Setzen sich Landes- und Bundesregierung nicht durch, droht am Ende, dass die SteuerzahlerInnen und nicht die Atomkonzerne den ganzen Verschiebe-Bahnhof bezahlen müssen.

Siehe auch: Riskantes Spiel: Endlager-Deal braucht Zustimmung durch Atomkonzerne

Mehr Konsens bei Atommülllager in Schleswig-Holstein: CDU, ein paar Piraten, Grüne, SPD und SSW kommen sich näher

Historische Endlagersuche – Gesetzentwurf und Zeitplan

Endlagersuchgesetz – Mit Vollgas an den Umweltverbänden vorbei!

Endlagersuche: „Energiebosse haben Altmaier in der Hand „

ESG-facebook-shareBislang ist der „historische Konsens“ beim Endlagersuchgesetz eine Rechnung ohne Atomkonzerne. Die haben schon längst signalisiert, dass es Alternativen zu Gorleben gar nicht braucht. Vor allem aber: Sie haben es in der Hand, ob die Bedingungen, die an die Zustimmung zu diesem Gesetz gestellt werden, erfüllt werden können. Z.B. ob die bereit sind, Castorbehälter an den AKWs zu lagern, statt diese wie geplant nach Gorleben zu transportieren.

Das Handelsblatt titelt daher: „Die Energiebosse haben Altmaier in der Hand.“ Heute trifft sich der Bundesumweltminister erstmals, um mit den Konzernen über die Geschichte zu reden. Vattenfall hat gestern bereits bei einem Gespräch mit der CDU-Fraktion in Schleswig-Holstein klar gemacht, dass wenig Bereitschaft besteht, dem Minister entgegen zu kommen. Siehe dazu: Total historische Konsenstage: Grüne Schleswig-Holstein beraten Castorannahme – CDU/FDP für Gorleben

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