Vattenfall steigt als Sponsor bei Olympia aus. DOSB ohne Energie

Vattenfall2014Eigentlich noch bis 2016 sollte der Deal zwischen dem Atom- und Klimakiller-Konzern Vattenfall und dem Deutschen Olympischen Sportbund laufen. Doch die Trennung ist offenbar vorzeitig vollzogen worden. Auf den Seiten des DOSB ist der Sponsor VATTENFALL nicht mehr gelistet. Der Sponsor-Deal wurde seinerzeit groß gefeiert – die Trennung verlief in aller Verschwiegenheit.

Den Zusammenbruch eines Konzerns kann man nicht nur in den Bilanzen nachlesen.

Die Visitenkarte ist auch beim Sponsoring einzusehen: Was waren das für selbstlose Selbst-Beweihräucherungen, die Vattenfall mit seinen Lesetagen in die Welt posaunte. Gestrichen!

Wie unglaublich sportlich gab sich der Konzern mit seinen Vattenfall-Cyclassics und dem Radrennen für „Jedermann“. Abgestiegen. Und nun ist auch das Olympia-Sponsoring vorbei, weil es kein Geld mehr in der Kasse gibt.

Und das ausgerechnet jetzt wo Hamburg und Berlin im Rennen sind, sich beim DOSB um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 oder 2028 zu bewerben.

Egal was Vattenfall anpackt, es geht schief: Atommüll ohne Genehmigung in Brunsbüttel. Ein Klimakillerkraftwerk in Moorburg, das niemand braucht. Und neulich ein Volksentscheid, der Vattenfall die Energienetze für Strom und Fernwärme abgenommen hat.

Schade Vattenfall, aber Energiewende habt ihr noch nie gekonnt! Und das mit Olympia war eben auch nur rausgeschmissenes Geld.

Risiko atomwaffenfähiges Uran – Ostermarsch in Gronau

Das Popmuseum und eine Uranfabrik: Gronau
Das Popmuseum und eine Uranfabrik: Gronau

Der Aufruf Ostermarsch Gronau 3. April 2015: „Es ist 3 vor 12 – Urananreicherung sofort beenden statt verkaufen“

Am 3. April 2015 startet um „Drei vor Zwölf“ an der Urananreicherungsanlage
(UAA) Gronau der diesjährige Ostermarsch. Denn: Der Urenco-Konzern soll samt Atomwaffentechnologie der Urananreicherung mit Billigung der Bundesregierung meistbietend auf dem Weltmarkt verkauft werden – womöglich sogar an der Börse. Zugleich soll 2015 in Gronau ein neues Endlos-Atommülllager für 60 000 Tonnen Uranoxid zeitlich unbefristet in Betrieb gehen, um den Weiterbetrieb der Uranfabrik zu ermöglichen: Das ist kein Atomausstieg – und friedenspolitisch absolut unverantwortlich! „Risiko atomwaffenfähiges Uran – Ostermarsch in Gronau“ weiterlesen

Hochradioaktive Verstrickungen in Schleswig-Holstein: Nichts geht mehr! Das Desaster nach dem Brunsbüttel-Urteil

Atommülllagerung am AKW Brunsbüttel: Gericht hob die Genehmigung wegen fehlender oder falscher Sicherheitsnachweisen auf. Liegt die Verantwortung beim BMU? Foto: Dirk Seifert
Atommülllagerung am AKW Brunsbüttel: Gericht hob die Genehmigung wegen fehlender oder falscher Sicherheitsnachweise auf. Liegt die Verantwortung beim BMU? Foto: Dirk Seifert

Schleswig-Holstein und der Rest der Republik erleben den Super-Gau der Atommülllagerung. Nichts geht mehr. Das OVG Schleswig hat dem Castor-Zwischenlager am Vattenfall-AKW Brunsbüttel die Genehmigung entzogen, weil diverse Sicherheitsnachweise mangelhaft oder gar falsch erbracht worden sind. Die Folgen sind viel erheblicher, als die Behörden es derzeit einräumen wollen. In Brunsbüttel dürfen nach einer atomrechtlichen Anordnung durch das Land Schleswig-Holstein keine neuen Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll mehr neu in das Lager eingestellt werden. Vattenfall muss eine neue Genehmigung beim Bundesamt für Strahlenschutz beantragen. Das kann Jahre dauern. Folgen könnte das auch für den Rückbau des AKW Brunsbüttel haben. Die hochradioaktiven Brennelemente sollten aus Sicherheitsgründen so schnell wie möglich aus dem Reaktor entfernt werden. Aber wohin? Was nun? „Hochradioaktive Verstrickungen in Schleswig-Holstein: Nichts geht mehr! Das Desaster nach dem Brunsbüttel-Urteil“ weiterlesen

Gorleben bleibt erste Wahl? BUND lehnt Veränderungssperre ab

cropped-Gorleben-Castor-November-2012012.jpgIm August läuft die derzeit geltende Veränderungssperre für den Salzstock Gorleben aus. Das Bundesumweltministerium hat das Anhörungsverfahren eingeleitet, mit dem es eine neue Verordnung auf den Weg bringen will. Im Rahmen der Atommüll-Kommission hat der BUND-Bundesverband und der Landesverband Niedersachsen gemeinsam Position bezogen. Eine Verlängerung der Veränderungssperre lehnt der BUND ab, heißt es in dem Papier.

„Der BUND lehnt eine Verlängerung der Veränderungsperre für den Salzstock in Gorleben ab. Diese würde das neue vergleichende Suchverfahren schwer belasten. Eine Verlängerung der Veränderungsperre ist rechtlich unzulässig, weil die Erkundung in Gorleben mit dem Standortauswahlgesetz beendet wurde.  Eine Verlängerung der Veränderungsperre verhindert eine Gleichbehandlung aller potentiellen Standorte für das Atomül-Lager. Der BUND fordert auf die Verlängerung der Veränderungsperre zu verzichten  und stattdessen eine Regelung in das StandAG einzufügen, die eine Sicherung aller potentiellen Standorte für das Lager für den hochradioaktiven Müll ermöglicht.“

Die Stellungnahme ist hier auf der Seite der Atommüll-Kommission als PDF zu finden: K-Drs./AG2-7: Beratungsunterlage des BUND zur 5. Sitzung Gemeinsame Stellungnahme von BUND Bundesverband und Landesverband Niedersachsen zum Verordnungsentwurf der Bundesregierung: „Erste Verordnung zur Änderung der Gorleben-Veränderungssperren-Verordnung (pdf | 1 MB)

 

Lesen ohne Atomtrom 2015 – ohne Vattenfall

lesen_logo10.04.2011_025Während Vattenfall längst die Segel gestrichen hat, bleibt „Lesen ohne Atomstrom“ aktiv. Auch in 2015 setzen die Initiatoren ihre Aktion fort, die mit Günther Grass und Nina Hagen vor den Toren des AKW Krümmel als Gegenveranstaltung gegen das Vattenfall-Literatur-Hijacking im Jahr 2011 begann. Informationen über das aktuelle Programm gibt es hier.

09.04.11_00410.04.2011_045Über die Alternativen Lesetage, die Vattenfall gewaltig genervt haben, berichtete umweltFAIRaendern: Lesen ohne Atomstrom und die HEW-Lesetage.

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