Bundesweit 28.000 Menschen haben heute aus Anlass des zweiten Jahrestages der Katastrophe von Fukushima für den Atomausstieg demonstriert. Rund 20.000 beteiligten sich an der Aktions- und Menschenkette rund um das AKW Grohnde. Die Veranstalter der Anti-Atom-Proteste, darunter auch ROBIN WOOD, berichten von den Aktionsorten:
An der Urananreicherungsanlage in Gronau demonstrierten etwa 1.200 Menschen. Erst am Mittwoch hatten ROBIN WOOD und die Münsterländer Anti-Atom-Gruppen mehr als 10.000 Unterschriften für die Abschaltung der Urananlage an die für Atomsicherheit zuständige Wirtschaftsbehörde in Düsseldorf überreicht (Siehe hier). In Gronau beteiligten sich Robin Wood AktivistInnen und Cecile Lecomte sprach auf der Kundgebung vor der Uranfabrik.
In Günzburg, nahe des AKW Gundremmingen, versammelten sich 3.500 und am AKW Neckarwestheim 3.000 Demonstrantinnen und Demonstranten.
An einer Aktions- und Menschenkette im Abstand von 40 Kilometer rund um das AKW Grohnde - einer Fläche in den Ausmaßen der Evakuierungszone um Fukushima - beteiligten sich etwa 20.000 Menschen. Auf der Kundgebung in Göttingen sprach auch Dirk Seifert, Energiereferent von ROBIN WOOD. Die Rede finden sie hier zum nachlesen: Kundgebung Göttingen, Rede Energierefernt PDF
Auch in Paris fand heute eine Demonstration für den Atomausstieg statt, an der sich etwa 20.000 Menschen beteiligten.
Berlin bald ohne Vattenfall-Zentrale Deutschland? Die Konflikte verschärfen sich. Foto: Dirk Seifert
Eine Flut von Medienberichten gibt es in den letzten Tagen über die Krise beim Stromkonzern Vattenfall. Milliarden-Verluste, der Abbau von 2.500 Arbeitsplätzen, sinkende Erlöse beim Stromverkauf, deutliche Gewinn-Rückgänge, keine Strategie für die Energiewende, Gerüchte, dass Vattenfall sich aus der Braunkohle in Ostdeutschland zurück ziehen könnte – oder gar ganz aus Deutschland verschwindet. Und das alles während der seit langem heftigsten Tarifauseinandersetzungen zwischen Vattenfall und der Belegschaft. 4.000 Beschäftigte von Vattenfall gingen gestern für ihre Arbeitsplätze auf die Straße. Da geht es nicht nur um 6,5 Prozent mehr Lohn, sondern auch um die Forderung nach einer Beschäftigungsgarantie bis 2020. Da prallen gerade heftig die Interessen aufeinander. Weitere Warnstreiks sind noch für März angekündigt und bei einem Scheitern der Verhandlungen wird es bei Vattenfall zu Streik kommen!
Und dann noch die vielen Probleme im „Normalbetrieb“: Das im Bau befindliche Kohlekraftwerk in Moorburg wird durch ein Gerichtsurteil, das die Kühlwasserentnahme aus der Elbe massiv einschränkt und den Betrieb mit Kühlturm vorschreibt, deutlich teuer und ein wirtschaftlicher Betrieb ist im Grunde kaum noch vorstellbar. In Berlin ist so gut wie sicher, dass Vattenfall das Stromnetz nicht mehr betreiben wird. Nur wenn das dort laufende Volksbegehren scheitert – was niemand erwartet – hätte Vattenfall noch eine Chance, dass Geschäft weiter zu betreiben. Und wie bei Vattenfall üblich, kommen die Pannen immer genau dann, wenn man sie nicht braucht: Gestern morgen fiel in Berlin für 23.000 Haushalte rund eine Stunde lang die Stromversorgung aus. Ein Vattenfall-Umspannwerk hatte einen Defekt.
Auch Hamburg könnte mit einem anstehenden Volksentscheid verloren gehen. Immerhin zeigen Umfragen, dass rund 64 Prozent der HamburgerInnen dafür sind, die Energienetze wieder in die öffentliche Hand zu übernehmen. Nicht nur die Stromnetze.
Viel härter würde Vattenfall der Verlust der Fernwärmeversorgung treffen. Denn hier geht es auch um die Kraftwerke, die Vattenfall verlieren würde. Die machen nicht nur Wärme, sondern produzieren auch Strom, mit dem sich gutes Geld verdienen lässt. Und dabei verliert Vattenfall auch alle Kunden in diesem Geschäftsfeld. Insgesamt rund 100 Millionen Euro jährlich verdiente Vattenfall allein bei der Fernwärme! Auch für Vattenfall kein Pappenstil!
Eine Frage an die Gewerkschaften bleibt: Warum keine Rekommunalisierung zumindest der Netzesparten von Vattenfall?
Stromausfall in Berlin – fast 23.000 Kunden betroffen Berliner Morgenpost Ursache sei ein Defekt im Umspannwerk am Koppenplatz im Bezirk Mitte gewesen, berichtete ein Sprecher des Energiekonzerns Vattenfall. Gegen 8 Uhr sei der Strom aber wieder geflossen, hieß es. Betroffen waren rund 19.000 Haushalte und etwa 3900 … Alles zu diesem Thema ansehen »
Verdi wirft Vattenfall Managementfehler vor Potsdamer Neueste Nachrichten Potsdam – Der Energiekonzern Vattenfall hat noch keine konkreten Pläne für den angekündigten Stellenabbau in Brandenburg. „Wir stehen erst am Anfang des Prozesses“, sagte Sprecher Steffen Herrmann am Donnerstag. Dennoch machten sich mehrere … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall im Gegenwind sz-online Beschäftigte des Energiekonzerns Vattenfall aus Hamburg, Cottbus und Berlin demonstrierten gestern vor der Berliner Zentrale gegen die Streichung von 1500 Arbeitsplätzen. Foto: dpa. Erlöseth uns“, hat ein Ironiker unter den erbosten Mitarbeitern vor … Alles zu diesem Thema ansehen »
Lausitzer zittern vor dem Abzug der Schweden Märkische Allgemeine POTSDAM – 4000 Vattenfall-Beschäftigte protestierten gestern vor der Deutschland-Zentrale des schwedischen Energiekonzerns in Berlin gegen den geplanten Stellenabbau. 500 Kraftwerksbeschäftigte und Bergleute waren allein aus der Lausitz gekommen … Alles zu diesem Thema ansehen »
Energieerzeuger – Wut auf Vattenfall Berliner Zeitung Die Ankündigung des Stromkonzerns Vattenfall, hierzulande rund 1 500 von 20.000 Stellen zu streichen, hat in der Belegschaft für Schock und Wut gesorgt: Zu einer Demonstration vor der Vattenfall-Zentrale in der Berliner Chausseestraße kamen am … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall-Beschäftigte demonstrieren gegen Stellenabbau Berchtesgadener Anzeiger «Die Zitrone ist ausgequetscht, jetzt ist Schluss», rief Konzernbetriebsratschef Rainer Kruppa ihnen zu. Die Gewerkschaften riefen zu bundesweiten Warnstreiks am 19. März auf, einen Tag vor der nächsten Tarifverhandlungsrunde bei der Vattenfall GmbH. Alles zu diesem Thema ansehen »
Hohenwarte: Vattenfall und das ruinierte Geschäftsmodell Ostthüringer Zeitung „Wir machen keine Abstriche bei Dammsicherheit, Anlagensicherheit und Personensicherheit“, sagte Dr. René Kühne , Leiter der Produktionskoor- dinierung der Vattenfall Hydro Germany , zu der die Pumpspeicherwerke (PSW) gehören. Das war es dann … Alles zu diesem Thema ansehen »
Trebendorf verhandelt ab April mit Vattenfall Lausitzer Rundschau April sollen die Verhandlungen zwischen Trebendorf und Vattenfall über einen Umsiedlungsvertrag beginnen. Als erstes geht es um Entschädigungsregelungen. Eine Woche zuvor werden die Mitglieder der Verhandlungsgruppe darauf vorbereitet, kündigte … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall-Mitarbeiter demonstrieren für ihre Jobs Berliner Morgenpost Mehrere tausend Beschäftigte des Energiekonzerns Vattenfall haben in Berlin gegen den geplanten Stellenabbau und für höhere Einkommen demonstriert. Mit Transparenten, auf denen „Wir wehren uns“ und „Ohne Mitarbeiter kein Moos“ stand, zogen nach … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall-Beschäftigte demonstrieren gegen Stellenabbau Süddeutsche.de Berlin (dpa) – Mehrere tausende Beschäftigte des Energiekonzerns Vattenfall haben in Berlin gegen den geplanten Stellenabbau und für höhere Einkommen demonstriert. Die Gewerkschaften riefen zu bundesweiten Warnstreiks am 18. März auf, einen Tag … Alles zu diesem Thema ansehen »
2500 Stellen weg – „Vattenfall hat sich verzettelt“ tagesschau.de Gerade noch hatte Vattenfall-Chef Löseth von einem „guten Jahr“ gesprochen, da kündigte der größte Energieerzeuger Europas 2500 Stellenstreichungen an, 1500 davon in Deutschland. Wann genau wer wo gehen soll, ist nicht bekannt. Die Schweden … Alles zu diesem Thema ansehen »
Massiver Stellenabbau bei Vattenfall Hamburger Abendblatt Es ist eine Hiobsbotschaft für die rund 20.000 deutschen Mitarbeiter des Energieversorgers Vattenfall. 1500 Arbeitsplätze will der schwedische Konzern bis Ende 2014 in Deutschland abbauen – weitaus mehr als bereits im Vorfeld befürchtet worden war. Alles zu diesem Thema ansehen »
SPD-Fraktion Vattenfall hat Verantwortung für Lausitz DIE WELT Potsdam/Cottbus – Die Brandenburger SPD-Fraktion hat den geplanten Personalabbau beim Energiekonzern Vattenfall kritisiert. Fraktionschef Ralf Holzschuher appellierte am Donnerstag an die schwedische Konzernführung, ihre Verantwortung für die … Alles zu diesem Thema ansehen »
Gegen betriebsbedingte Kündigungen Märkische Allgemeine Vattenfall betreibt im Südosten Brandenburgs mehrere Braunkohletagebaue und -kraftwerke. Dort sind mehr als 5.000 Menschen beschäftigt. Nach Agenturinformationen sollen vor allem die Verwaltungen von Vattenfall gestrafft werden. Beim technischen … Alles zu diesem Thema ansehen »
«Erlöseth uns» – Personalabbau bei Vattenfall erst am Anfang? greenpeace magazin online Nach dieser Ankündigung vom Mittwoch prasselt auch in Stockholm Kritik auf Vattenfall ein. Der Hauptvorwurf lautet: Der Energieriese hat sich mit seiner Expansion ins europäische Ausland verkalkuliert. «Jetzt zahlen die Mitarbeiter den Preis für die … Alles zu diesem Thema ansehen »
Zeitung Heute: Vattenfall streicht 1500 Jobs Tagesspiegel Berlin – Vattenfall streicht in Deutschland 1500 von 20 000 Arbeitsplätzen. Wie der schwedische Staatskonzern am Mittwoch mitteilte, müssten die Kostenstrukturen verbessert werden, weil der Trend zum Energiesparen und das schwache … Alles zu diesem Thema ansehen »
Demo gegen Stellenstreichungen bei Vattenfall NDR.de Mitarbeiter des Energiekonzerns Vattenfall haben am Donnerstag gegen die geplanten Stellenstreichungen demonstriert. An einer Protestkundgebung in Berlin beteiligten sich auch Beschäftigte aus Hamburg. Mit sieben Bussen seien sie am Morgen in die … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall baut ab Potsdamer Neueste Nachrichten Berlin – Ob das ein Zufall ist? Einen Tag vor Warnstreiks und einer Demonstration bei der deutschen Vattenfall-Zentrale in Berlin-Mitte kündigte die Konzernspitze in Stockholm einen „Konsolidierungskurs zur weiteren Kostensenkung“ an. Gemeint ist vor … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall streicht tausende Stellen freiewelt.net Der Energiekonzern Vattenfall plant bis Ende nächsten Jahres eine Kürzung von über 2500 Arbeitsplätzen, allein 1500 davon in Deutschland. Besonders Mitarbeiter in Berlin, Hamburg und Cottbus sind von dem Stellenabbau betroffen. Laut Ankündigung … Alles zu diesem Thema ansehen »
Probleme von Vattenfall nicht überraschend Pressrelations (Pressemitteilung) Der Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag AXEL VOGEL hat den von dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall angekündigten Stellenabbau als für die Beschäftigten äußerst schmerzhaft bezeichnet. Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall streicht konzernweit 2500 Stellen Traunsteiner Tagblatt Stockholm/Berlin (dpa) – Der schwedische Energiekonzern Vattenfall verschärft seinen Sparkurs und streicht 2500 Arbeitsplätze, davon 1500 in Deutschland. Sie sollen bis Ende 2014 «sozialverträglich» abgebaut werden, kündigte Vorstandschef Øystein … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall streicht in Deutschland 1500 Stellen newsecho.de – Meine Nachrichten Vattenfall streicht in Deutschland 1500 Stellen. Berlin – Der Energiekonzern Vattenfall will in Deutschland 1500 Stellen bis zum Jahr 2014 abbauen. Das kündigte das Unternehmen in Berlin an. (dpa). Tweet … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall streicht 1.500 Jobs in Deutschland | Mittelstand … von dapd Stockholm/Berlin (dapd). Nach den Konkurrenten E.on, RWE und EnBW plant nun auch der vierte große Stromerzeuger auf dem deutschen Markt, Vattenfall, spürbare Einschnitte beim Personal. Allein in Deutschland sollen rund 1.500 von … Mittelstand-Nachrichten.de
Der Hamburger Senat verschickt die Werbung eines privaten Unternehmens an Hamburger Schulen. Dabei geht es um das Informationsmaterial über eine Literatur-Veranstaltung des schwedischen Stromkonzerns Vattenfall. In der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Bürgerschafts-Abgeordneten Norbert Hackbusch (PDF) von der Linken-Fraktion teilt der Senat mit: „Die Hamburger Schulen haben im Februar 2013 Informationsmaterial zu den Vattenfall Lesetagen über die Poststelle der zuständigen Behörde erhalten.“ (Wer bezahlt eigentlich das Porto?)
Außerdem will der Senat das Kinder- und Jugendprogramm der Lesetage des Vattenfall-Konzerns mit einem Betrag von 3.875 Euro unterstützen. Weitere Unterstützung bekommt Vattenfall mit Grußworten der „zuständigen Behörde“ im Hauptprogramm und dem Programm für Kinder- und Jugendliche. Am kommenden Montag ist Vattenfall zu Gast im Hamburger Rathaus und darf gemeinsam mit der Kultursenatorin das Leseprogramm 2013 präsentieren. (siehe auch: Radioaktive Literatur: Vattenfall hält Hof im Schloss von König Scholz)
Während der Senat auf Kosten Hamburger SteuerzahlerInnen ein privates Unternehmen featured, ist unbekannt, ob die SPD auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) bei deren Literatur-Aktivitäten unterstützt und das Infomaterial ebenfalls mit einer Empfehlung an den Schulen verbreitet. Im Rahmen der HEW-Lesetage für den Hamburger Energie Wechsel bietet die GEW an, dass alle AutorInnen auch Lesungen an Hamburger Schulen durchführen. Anfragen dazu können an die GEW gestellt werden. Infos dazu gibt es hier: Lesungen an Hamburger Schulen (PDF).
Im April 2013 finden die HEW-Lesetage gegen Vattenfall statt. ROBIN WOOD unterstützt den literarischen Widerstand für die Energiewende. Alle Infos hier.
Hamburgs SPD Senat liest gemeinsam mit Vattenfall radioaktive Bücher über die Klimakatastrophe.
Gibt es radioaktive Literatur? Gibt es! Made by Vattenfall. Powered by SPD-Senat in Hamburg. Nennt sich Vattenfall Lesetage! Und dazu noch jede Menge Klimakatastrophe. Erneut hofiert die Hamburgische Kulturbehörde den Stromkonzern Vattenfall. Die Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler begrüßt am kommenden Montag, dem 11. März 2013 im Hamburger Rathaus den Generalbevollmächtigen der Vattenfall Gesellschaft mit begrenzter Haftung, Pieter Wasmuth.
In alter Freundschaft werden sie beide in hohen Tönen das Loblieb auf den wichtigen Beitrag des tollen Unternehmens Vattenfall für die Literatur singen. Und sicher wird die Kultursenatorin unter König Olaf Scholz (so wird der wirklich gern in der Presse genannt) das besondere Verdienst von Vattenfalls Lesetagen für die Kinder und Jugendlichen hervorheben. (Im letzten Jahr förderte die Kulturbehörde das „Kinderprogramm der Vattenfall Lesetage 2012 mit 4.215 Euro“, teilte der Senat auf eine kleine Anfrage des Linken-Abgeordneten Norbert Hackbusch mit.)
Irgendwo irgendein Problem? Nada! Warum sollten wir bedenken haben, wenn Vattenfall unseren Kindern etwas vorlesen lässt? Nur weil das Unternehmen die Zukunft dieser Kinder mit seinem Platz in der Tabellenspitze von Europas größten Klimasündern gefährdet? Und das bißchen Atommüll, dass der nette Onkel Vattenfall diesen Kindern als Herausforderung für die Zukunft hinterlässt, ist doch vielleicht auch ein pädagogischer Ansporn! Schade ist eigentlich nur, dass die Elbphilharmonie immer noch nicht fertig ist.
Aber bestimmt kommt der Senat auch noch darauf, die anderen Lese- und Literaturtage mit lobpreisenden Worten zu bedenken und auch ihnen die Ehre und Unterstützung einer Präsentation im Rathaus möglich zu machen. Der Senat ist doch immerhin für alle da – oder? Bestimmt will doch auch der Senat die Lesetage für den „Hamburger Energie Wechsel“, kurz HEW-Lesetage! Bürgermeister – äh, nein, König Olaf Scholz will doch auch die Energiewende, für die sich die Initiaoren – der Nautilus-Verlag, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW), die GWA St. Pauli und andere Initiativen einsetzen. Ach, und die machen auch ein Kinder- und Jugendprogramm. Alle AutorInnen der HEW-Lesetage können nähmlich (oops) über die GEW von Schulen für Leseveranstaltungen angefragt werden. Das müsste König Olaf und seine Kultursenatorin doch eigentlich auch Klasse finden?
Und auch „Lesen ohne Atomstrom – Die erneuerbaren Lesetage“ werden bestimmt noch angerufen, um ihr Programm 2013 im Rathaus präsentieren zu können. Gewürdigt mit warmen Worten der Kultursenatorin und einem Dank an die Initiatoren, die 2011 mit einer Lesung des Literatur-Nobelpreisträgers Günther Grass – direkt vor den Toren des AKW Krümmel – einen wichtigen Impuls für die Lesekultur im Norden setzten und 2012 mit atomstromfreien und obendrein noch kostenlosen Lesungen mit Dieter Hildebrandt, Roger Willemsen, Frank Schätzing und vielen vielen anderen dafür sorgten, dass sich auch Hartz4-EmpfängerInnen mal im Schauspielhaus, dem Altonaer Theater oder der Fabrik einen schönen Abend gönnen konnten.
Achja, Hartz4 und Olaf Scholz, dass ist jetzt wieder eine andere Geschichte…
Insgesamt 2.500 Arbeitsplätze will der Vattenfall-Konzern in den nächsten Jahren streichen. Krasse Fehlinvestitionen und Probleme mit der Energiewende, die die Konzernleitung zu verantworten hat, bekommen nun die Beschäftigten zu spüren. Das Hamburger Abendblatt meldet heute, dass 1.500 Arbeitsplätze allein in Deutschland gestrichen werden sollen. Das sind deutlich mehr, als in den letzten Tagen vermutet wurde.
Das Abendblatt schreibt: „Der schwedische Energiekonzern Vattenfall verschärft seinen Sparkurs und streicht 2500 Arbeitsplätze, davon 1500 in Deutschland. Sie sollen bis Ende 2014 „sozialverträglich“ abgebaut werden, kündigte Vorstandschef Øystein Løseth am Mittwoch an. Er begründete den Schritt mit dem schwierigen Umfeld auf dem Energiemarkt. Betroffen sind laut Unternehmen die Standorte Berlin, Hamburg und Cottbus. In Schweden sollen 400 Stellen wegfallen, in den Niederlanden 500 und in anderen Ländern 50. Deutschland, Schweden und die Niederlande sind Vattenfalls Hauptmärkte.“
In Euro ausgedrückt bedeutet das: „Vattenfall will seine Kosten in diesem und im nächsten Jahr um insgesamt 540 Millionen Euro senken. 360 Millionen davon sollen 2013 realisiert werden, die anderen 180 Millionen Euro im folgenden Jahr. Das schwedische Unternehmen will damit erreichen, „ein starker Spieler im Energiesektor“ zu bleiben.“
Zur Krise bei Vattenfall siehe auch diese Artikel von umweltFAIRaendern: