Atomkatastrophe Fukushima: Vom Zufluchtsort aus denke ich an meine „Heimat Fukushima“

CA3G0081Anlässlich des zweiten Jahrestages der Atomkatastrophe in Japan veranstaltete die Evangelische Akademie in Tutzing vom 13. – 14.3.2013 die Tagung „Fukushima und die Konsequenzen„.  In der Ankündigung war zu lesen: „Die Dreifachkatastrophe von Fukushima brachte viel Leid in der Region und war ein tiefer Einschnitt für die japanische Energiepolitik. Mit Gästen aus Japan werden wir zum Jahrestag gemeinsam mit dem Bund Naturschutz/BUND einen deutsch-japanischen Austausch zur Energiewende in Japan und Deutschland führen.“ „Atomkatastrophe Fukushima: Vom Zufluchtsort aus denke ich an meine „Heimat Fukushima““ weiterlesen

Dialog für die Stilllegung: Antrag für den Rückbau der Atomforschungsreaktoren der GKSS ist gestellt!

HZG_GKSS_Stilllegung_01_10_2012_19Nach intensiven Gesprächen mit BürgerInnen und Initiativen ist jetzt vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) der Antrag für die Stilllegung der ehemaligen Atomforschungsreaktoren der GKSS (PDF) bei der Atomaufsicht in Schleswig-Holstein gestellt worden. Die Antragstellung erfolgt jetzt mit einer Verzögerung von rund vier Monaten gegenüber den ehemaligen Planungen der HZG: Dies war notwendig, damit die Initiativen sich über die Vorgehensweise und die damit verbundenen Sicherheitsfragen bei der Stilllegung ein eigenständiges Bild machen und damit zusammenhängende Fragen zwischen Betreiber und Initiativen geklärt werden konnten. „Dialog für die Stilllegung: Antrag für den Rückbau der Atomforschungsreaktoren der GKSS ist gestellt!“ weiterlesen

AKW Gundremmingen: Vorbereitungen für Bau der Terrorschutzmauer haben begonnen

radioaktiv009„Am AKW Gundremmingen haben die Vorbereitungen zum Bau der Terrorschutzmauer begonnen. Sie soll 210 Meter lang, 10 Meter hoch und 85 Zentimeter dünn werden. Umweltschützer bejahen bestmöglichen Schutz des Atommülls und fordern Informationen über die Bedrohungseinschätzung.“ So heißt es in einer Pressemitteilung des „FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager“. Weiter schreibt die Initiative:

„Im zwischen Augsburg und Ulm gelegenen Gundremmingen läuft Deutschlands größtes AKW und lagert mit Abstand Deutschlands meister hochradioaktiver Müll. Jetzt haben Vorbereitungen für den Bau einer Terrorschutzmauer an der Außenseite des Castorlagers begonnen. Die atom- und die baurechtlichen Genehmigungen stehen allerdings noch aus.

Unsere Bürgerinitiative fordert viererlei:

Grundlegende Informationen über die Einschätzung der Bedrohung. Wir haben gerade mit Hinweis auf die Anschlagsgefahren gegen die Genehmigung dieses Atommüll-Lagers protestiert und geklagt. Noch vor wenigen Jahren hieß es von RWE, EON und Bundesamt für Strahlenschutz, dass auch das Gundremminger „Zwischenlager“ sicher sei. Unsere Bedenken, dass mit panzerbrechenden Waffen wie auch Raketen- und Drohnenangriffen das Atommüll-Lager aufgebrochen und so die Region verseucht werden kann, wurden zurückgewiesen. Leider bestätigen sich jetzt unsere Sorgen, dass die Atommüll-Lagerung auch in Gundremmingen wahrlich nicht sicher ist. Die Atomkonzerne als Bauherren wie die Genehmigungsbehörden in Salzgitter und München sind der Bevölkerung grundlegende Informationen schuldig, wie die Bedrohungslage jetzt und für die Zukunft eingeschätzt wird. Selbstverständlich sollen sicherheitsrelevante Details geheim bleiben, aber grundsätzliche Einschätzungen sind überfällig.

Auch die Gundremminger Zwischenlagerhalle muss umfassend gesichert werden. Heute auch Terroristen zugängige Waffen können über das Dach eindringen. Insofern ist die jetzt geplante Terrorschutzmauer unzulänglich.

Die oberirdische Lagerung dieses Atommülls, der über 1 Million Jahre abklingen muss, um seine tödliche Wirkung zu verlieren, ist unverantwortlich. Es muss in Deutschland am best geeigneten Ort ein möglichst sicheres unterirdisches Endlager gebaut werden.

Atomkraftwerke und Atommüll-Lager sind und bleiben gefährlich. Deswegen müssen die Reaktoren schnellstmöglich abgeschaltet und somit auch die Atommüllproduktion beendet werden.“

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager  und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.,  Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm“ Mehr Infos unter: www.atommuell-lager.de

 

Uranfabrik Gronau in NRW: Initiativen fordern Taten der rot-grünen Landesregierung

robinwood_uranfabrig_gronauInitiativen aus dem Münsterland und Gronau haben heute die Landesregierung in NRW aufgefordert, endlich mit sichtbaren Taten die Abschaltung der Uranfabrik in Gronau anzugehen. Die Anlage ist vom 2011 beschlossenen Atomausstieg ausgenommen und darf ohne jede Befristung dauerhaft weiter produzieren. Fast jedes zehnte AKW auf der Welt erhält aus Gronau seinen Uranbrennstoff. Erst letzte Woche hat die Umweltorganisation ROBIN WOOD in Düsseldorf über 10.000 Unterschriften mit der Forderung nach Stilllegung der Uranfabrik Gronau an die zuständige Atomaufsichtsbehörde im Wirtschaftsministerium übergeben. Die PM der Initiativen von heute:

„Ausstiegs-Initiativen nach Fukushima-Demo in Gronau:  AtomkraftgegnerInnen fordern Taten von Landesregierung: – neue Initiative im Bundesrat und strengere Sicherheitsstandards – „Stilllegung der Urananreicherungsanlage konkret anpacken“

Nach der Demonstration am Samstag vor der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau aus Anlass des zweiten Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Fukushima fordern die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland von der NRW-Landesregierung drei neue Maßnahmen:

Bundesratsinitiative zur Stilllegung von der Urananreicherungsanlage Gronau

Die NRW-Landesregierung soll im Bundesrat zusammen mit der neuen rot-grünen Landesregierung von Niedersachsen eine frische Initiative zur sofortigen Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik in Lingen sowie der AKW Lingen und Grohnde starten, um die offensichtlichen Fehler des Atomausstiegsgesetzes von 2011 zu beheben. „Die Uranfabrik Gronau und die Brennelementefabrik Lingen sind beim Atomausstieg komplett ausgeklammert worden und die Laufzeit der AKW Lingen und Grohnde wurde bis 2022 verlängert. Das muss nun geändert werden,“ so Udo Buchholz vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau.

Sicherheitsüberprüfung von Gronau muss Gefahren neu bewerten

Die Anti-Atomkraft-Initiativen erwarten von der NRW-Landesregierung, dass die anscheinend kurz vor dem Abschluss stehende Sicherheitsüberprüfung der Urananreicherungsanlage Gronau nicht eine reine Alibi-Veranstaltung wird und nur den – schon damals – geschönten Sachstand von vor 10 Jahren wiederholt. „Die Zeiten, wo unverbunkerte Atomanlagen und die Lagerung von Tausenden Tonnen Uran unter freiem Himmel akzeptiert wurden, wie dies in Gronau der Fall ist, müssen einfach vorbei sein. Aktuelle Verwaltungsgerichtsurteile werten die Gefahr von Flugzeugabstürzen viel strenger als früher – all dies muss die Landesregierung berücksichtigen, wenn sie die Sicherheitsüberprüfung der Uranfabrik in Gronau wirklich ernst nimmt,“ so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Düsseldorfer Minister sollen für Ortstermin ins Münsterland kommen

Die zuständigen Landesminister Duin (SPD) und Remmel (Grüne) sollen endlich persönlich nach Gronau und Ahaus kommen und sich vor Ort im Gespräch mit AtomkraftgegnerInnen ein Bild von den gravierenden Sicherheitsproblemen und der völlig ungelösten Entsorgungsfrage für den Atommüll in Gronau und im Zwischenlager Ahaus machen. „In Niedersachsen traf sich der neue Umweltminister Wenzel (Grüne) nach nur zwei Wochen im Amt mit AtomkraftgegnerInnen, im Münsterland warten wir schon seit drei Jahren vergeblich auf ein solches Spitzengespräch,“ so Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

Neue Proteste für Atomausstieg geplant

Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland kündigen weitere Proteste zur Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau an:

Geplant sind unter anderem Proteste auf den Jahreshauptversammlungen von RWE und EON im April und Mai, da beide Konzerne zusammen ein Drittel der UAA-Betreiberin Urenco besitzen.

Vom 19.-27. Juli wird dann ein großes Anti-Atom-Sommercamp im Münsterland stattfinden, auf dem es schwerpunktmäßig um die Urananreicherung in Gronau geht.

Weitere Infos: www.sofa-ms.de, www.urantransport.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de

 

Noch mehr Lesen gegen Vattenfall – „Lesen ohne Atomstrom – Die Erneuerbaren Lesetage“ 2013

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Während Vattenfall heute im Verbund mit der Kultursenatorin im Hambhew-plakatganz-kleinurger Rathaus seine Greenwashing-Lesetage 2013 vorstellte, präsentierte „Lesen ohne Atomstrom“ im Deutschen Schaupielhaus „Die Erneuerbaren Lesetage“. Zum dritten Mal geht das Projekt gegen Vattenfall ins Lese-Rennen. Als Höhepunkte der kostenlosen Veranstaltungen vom 21. – 26. April werden u.a. dabei sein: Iris Berben, Jean Ziegler, Hannes Jaenicke. Elke Heidenreich, Joachim Król, Roger Willemsen, Jakob Augstein, Corny Littmann, Ulrich Waller, Jan Plewka, Ben Becker, Wolfgang Niedecken und viele andere. Angesichts dieser Liste und solcher Unterstützer wie den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen, dem Goethe-Institut, dem Hamburger Sport Verein (HSV) und diverser anderer dürfte man im Hause Vattenfall „not very amused“ sein.  

Gegenwind bekommt Vattenfall auch von einer weiteren Lese-Reihe: Die HEW-Lesetage für den Hamburger Energie Wechsel finden vom 15.-20. April statt.  Das komplette HEW-Programm online.

Die Lesetage ohne Atomstrom „setzen mit vielen anderen erneut ein beeindruckendes Zeichen für eine Zukunft ohne Atomenergie, für die Beschleunigung der Energiewende – und gegen den Kulturmissbrauch des Atomkonzerns Vattenfall mit seinen so genannten „Vattenfall-Lesetagen““, heißt es auf deren Homepage.

„Lesen ohne Atomstrom“: Ein Volksentscheid am 22. September kann den „dubiosen Deal“ mit Vattenfall noch stoppen.

Und: „Vattenfall benimmt sich, als gehöre ihnen diese Stadt – was angesichts der devoten Anbiederung des Senats an den Atomkonzern nicht verwundert.“ Oliver Neß, Sprecher der „Erneuerbaren Lesetage“: „Die Kulturbehörde finanziert aus Steuergeldern … weiter das Greenwashing Vattenfalls – und dies, obgleich der Atomkonzern die deutschen Steuerzahler derzeit vor Gericht verklagt. Vattenfall fordert drei Milliarden Euro „Schadenersatz für den Atomausstieg“. Ergänzend will der Senat Vattenfall auch noch das Hamburger Stromnetz dauerhaft überlassen. Ein Volksentscheid am 22. September kann den dubiosen Deal noch stoppen.“

VertreterInnen der Volksentscheid-Initiative Unser Hamburg – Unser Netz werden auf einigen Veranstaltungen dabei sein. Siehe auch hier: Vollständige Rekommunalisierung der Energienetze in Hamburg ist machbar.

Die Grüne Bürgerschaftsfraktion kritisierte heute per PM, dass Vattenfall mit Unterstützung des SPD-Senats und der Kultursenatorin im Rathaus die Lesetage präsentieren konnte – ausgerechnet am Jahrestag der Fukushima-Katastrophe. Das Hamburger Abendblatt, Medienpartner der Vattenfall-Lesetage, berichtete unter dem Titel: Vattenfall-Lesetage-feiern-15-Geburtstag. Außerdem berichtet die Taz-Hamburg über beide Veranstaltungen.

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