Vattenfall Krise – Rückzugs-Gerüchte, massive Entlassungen und Probleme ohne Ende… Eine Lage-Übersicht

Vattenfall-Schriftzug-Berlin-HBF
Berlin bald ohne Vattenfall-Zentrale Deutschland? Die Konflikte verschärfen sich. Foto: Dirk Seifert

Eine Flut von Medienberichten gibt es in den letzten Tagen über die Krise beim Stromkonzern Vattenfall. Milliarden-Verluste, der Abbau von 2.500 Arbeitsplätzen, sinkende Erlöse beim Stromverkauf, deutliche Gewinn-Rückgänge, keine Strategie für die Energiewende, Gerüchte, dass Vattenfall sich aus der Braunkohle in Ostdeutschland zurück ziehen könnte – oder gar ganz aus Deutschland verschwindet. Und das alles während der seit langem heftigsten Tarifauseinandersetzungen zwischen Vattenfall und der Belegschaft. 4.000 Beschäftigte von Vattenfall gingen gestern für ihre Arbeitsplätze auf die Straße. Da geht es nicht nur um 6,5 Prozent mehr Lohn, sondern auch um die Forderung nach einer Beschäftigungsgarantie bis 2020. Da prallen gerade heftig die Interessen aufeinander. Weitere Warnstreiks sind noch für März angekündigt und bei einem Scheitern der Verhandlungen wird es bei Vattenfall zu Streik kommen!

Und dann noch die vielen Probleme im „Normalbetrieb“: Das im Bau befindliche Kohlekraftwerk in Moorburg wird durch ein Gerichtsurteil, das die Kühlwasserentnahme aus der Elbe massiv einschränkt und den Betrieb mit Kühlturm vorschreibt, deutlich teuer und ein wirtschaftlicher Betrieb ist im Grunde kaum noch vorstellbar. In Berlin ist so gut wie sicher, dass Vattenfall das Stromnetz nicht mehr betreiben wird. Nur wenn das dort laufende Volksbegehren scheitert – was niemand erwartet – hätte Vattenfall noch eine Chance, dass Geschäft weiter zu betreiben. Und wie bei Vattenfall üblich, kommen die Pannen immer genau dann, wenn man sie nicht braucht: Gestern morgen fiel in Berlin für 23.000 Haushalte rund eine Stunde lang die Stromversorgung aus. Ein Vattenfall-Umspannwerk hatte einen Defekt.

Auch Hamburg könnte mit einem anstehenden Volksentscheid verloren gehen. Immerhin zeigen Umfragen, dass rund 64 Prozent der HamburgerInnen dafür sind, die Energienetze wieder in die öffentliche Hand zu übernehmen. Nicht nur die Stromnetze.

Viel härter würde Vattenfall der Verlust der Fernwärmeversorgung treffen. Denn hier geht es auch um die Kraftwerke, die Vattenfall verlieren würde. Die machen nicht nur Wärme, sondern produzieren auch Strom, mit dem sich gutes Geld verdienen lässt. Und dabei verliert Vattenfall auch alle Kunden in diesem Geschäftsfeld. Insgesamt rund 100 Millionen Euro jährlich verdiente Vattenfall allein bei der Fernwärme! Auch für Vattenfall kein Pappenstil!

Eine Frage an die Gewerkschaften bleibt: Warum keine Rekommunalisierung zumindest der Netzesparten von Vattenfall?

Mehr Berichte auf dieser Seite zur Krise von Vattenfall hier

Zwei Tage Medienberichte über die Vattenfall-Krise im Überblick in den Schlagzeilen von Google-Alerts:

Meldungen über Vattenfall am 8. März, Google.de.

News

15 neue Ergebnisse für Vattenfall

Kraftwerk Moorburg: Vattenfall prüft Revision im Moorburg-Urteil
Hamburger Abendblatt
Hamburg. Sechs Wochen nach dem Urteil gegen die geplante Wasserentnahme des Kraftwerks Moorburg aus der Elbe hat das Hamburgische Oberverwaltungsgericht (OVG) das schriftliche Urteil veröffentlicht. Der Energiekonzern Vattenfall will nun prüfen,
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Stromausfall in Berlin – fast 23.000 Kunden betroffen
Berliner Morgenpost
Ursache sei ein Defekt im Umspannwerk am Koppenplatz im Bezirk Mitte gewesen, berichtete ein Sprecher des Energiekonzerns Vattenfall. Gegen 8 Uhr sei der Strom aber wieder geflossen, hieß es. Betroffen waren rund 19.000 Haushalte und etwa 3900
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Verdi wirft Vattenfall Managementfehler vor
Potsdamer Neueste Nachrichten
Potsdam – Der Energiekonzern Vattenfall hat noch keine konkreten Pläne für den angekündigten Stellenabbau in Brandenburg. „Wir stehen erst am Anfang des Prozesses“, sagte Sprecher Steffen Herrmann am Donnerstag. Dennoch machten sich mehrere
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Vattenfall im Gegenwind
sz-online
Beschäftigte des Energiekonzerns Vattenfall aus Hamburg, Cottbus und Berlin demonstrierten gestern vor der Berliner Zentrale gegen die Streichung von 1500 Arbeitsplätzen. Foto: dpa. Erlöseth uns“, hat ein Ironiker unter den erbosten Mitarbeitern vor
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Lausitzer zittern vor dem Abzug der Schweden
Märkische Allgemeine
POTSDAM – 4000 Vattenfall-Beschäftigte protestierten gestern vor der Deutschland-Zentrale des schwedischen Energiekonzerns in Berlin gegen den geplanten Stellenabbau. 500 Kraftwerksbeschäftigte und Bergleute waren allein aus der Lausitz gekommen
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Motorola, Hess, Vattenfall…: Welche Firmen Mitarbeiter entlassen
WirtschaftsWoche
Google will einem Bericht zufolge weitere 1200 Stellen bei seiner Smartphone-Tochter Motorola Mobility streichen. Beim insolventen Leuchtenbauer Hess verlieren 50 der 380 Mitarbeiter ihren Job. Auch deutsche Vattenfall-Mitarbeiter müssen um ihre Jobs
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Wirtschaft: Krawall bei Vattenfall in Berlin Proteste für mehr Geld und
Tagesspiegel
Berlin – Der drittgrößte deutsche Energieversorger kommt nicht zur Ruhe. Rund 4000 Beschäftigte demonstrierten am Donnerstag vor der Zentrale der deutschen Vattenfall in Berlin-Mitte für mehr Geld und sichere Jobs. Das am Rande von
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Vattenfall, Gildmeister und Hochtief neue Mitglieder im Bundesverband
Cleanthinking.de
Mitglieder Bundesverband Energiespeicher Energiespeicher News / Düsseldorf. Erst kürzlich landeten wir von CleanThinking mit der Stromspeicher-Serie von Christian Wiesner einen Volltreffer, der reichlich Echo ausgelöst hat. Jetzt zeigt sich auch an
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Cleanthinking.de

Lausitzer Rundschau: In der Zwickmühle Vattenfall und die Lausitzer
FinanzNachrichten.de (Pressemitteilung)
Das Revier steckt mit dem Eigentümer Vattenfall in einer Zwickmühle. Die Schweden, die zu Hause auf Kernkraftwerke und Wasserkraft setzen, investieren nicht nur in Offshore-Windparks, sie möchten gern auch ein grünes Image. Als Staatsunternehmen ist
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Energieerzeuger – Wut auf Vattenfall
Berliner Zeitung
Die Ankündigung des Stromkonzerns Vattenfall, hierzulande rund 1 500 von 20.000 Stellen zu streichen, hat in der Belegschaft für Schock und Wut gesorgt: Zu einer Demonstration vor der Vattenfall-Zentrale in der Berliner Chausseestraße kamen am
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CDU Cottbus: Zu den Ankündigungen der Vattenfall AG zum Abbau von
NIEDERLAUSITZ aktuell
Die Ankündigung des Energiekonzerns Vattenfall zum Abbau von 1500 Arbeitsplätzen in Deutschland veranlasste die Kreisvorstände der CDU aus Cottbus und Spree- Neiße zu einer Sondersitzung. Die Christdemokraten zeigten sich bestürzt und verwiesen
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Vattenfall-Beschäftigte demonstrieren gegen Stellenabbau
Berchtesgadener Anzeiger
«Die Zitrone ist ausgequetscht, jetzt ist Schluss», rief Konzernbetriebsratschef Rainer Kruppa ihnen zu. Die Gewerkschaften riefen zu bundesweiten Warnstreiks am 19. März auf, einen Tag vor der nächsten Tarifverhandlungsrunde bei der Vattenfall GmbH.
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Hohenwarte: Vattenfall und das ruinierte Geschäftsmodell
Ostthüringer Zeitung
„Wir machen keine Abstriche bei Dammsicherheit, Anlagensicherheit und Personensicherheit“, sagte Dr. René Kühne , Leiter der Produktionskoor- dinierung der Vattenfall Hydro Germany , zu der die Pumpspeicherwerke (PSW) gehören. Das war es dann
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Trebendorf verhandelt ab April mit Vattenfall
Lausitzer Rundschau
April sollen die Verhandlungen zwischen Trebendorf und Vattenfall über einen Umsiedlungsvertrag beginnen. Als erstes geht es um Entschädigungsregelungen. Eine Woche zuvor werden die Mitglieder der Verhandlungsgruppe darauf vorbereitet, kündigte
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| SPD verlangt Tillichs Eingreifen bei Stellenabbau von Vattenfall
BILD
Dresden (dpa/sn) – Angesichts des angekündigten Stellenabbaus beim Energiekonzern Vattenfall hat Sachsens SPD-Landtagsfraktion Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zum Handeln aufgefordert. Der Regierungschef solle mit der schwedischen
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Web

12 neue Ergebnisse für Vattenfall

Massenentlassungen bei Vattenfall – World Socialist Web Site
Bei der Durchsetzung der geplanten Entlassungen von 2.500 Mitarbeitern kooperiert die Konzernleitung eng mit den Gewerkschaften Verdi, IG Metall und IG
www.wsws.org/de/articles/2013/03/08/vatt-m08.html
Vattenfall streicht 1.500 Jobs in Deutschland – Yahoo! Nachrichten
Vattenfall streicht 1.500 Jobs in Deutschland‘ auf Yahoo! Nachrichten Deutschland lesen. Nach den Konkurrenten E.on, RWE und EnBW plant nun auch der
de.nachrichten.yahoo.com/vattenfall-streicht-1-500-jobs-deuts…
Vattenfall nennt noch keine konkreten Zahlen zum Stellenabbau
Vattenfall nennt noch keine konkreten Zahlen zum Stellenabbau‘ auf Yahoo! Finanzen Deutschland lesen. Berlin (dapd). Der Energiekonzern Vattenfall hat
de.finance.yahoo.com/…/vattenfall-nennt-noch-keine-konkret…
Economy, Business & Finance: Vattenfall streicht konzernweit 2500
Der Energiekonzern Vattenfall will 2.500 Arbeitsplätze bis Ende 2014 abbauen, davon 1.500 in Deutschland. Das kündigte das Unternehmen am Mittwoch in
www.handelsblatt.com/economy-business…/7888864.html
Vattenfall streicht 1500 Stellen in Deutschland – Yahoo! Finanzen
Vattenfall streicht 1500 Stellen in Deutschland‘ auf Yahoo! Finanzen Deutschland lesen. Der Umbau bei Vattenfall trifft die Mitarbeiter: Der schwedische
de.finance.yahoo.com/…/vattenfall-streicht-1500-stellen-deuts…
Beschäftigte von Vattenfall demonstrieren gegen Stellenabbau
Mit einem Warnstreik protestierten Beschäftigte des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall in Berlin, Hamburg und Cottbus. Das Unternehmen hatte
www.morgenpost.de/…/Beschaeftigte-von-Vattenfall-demonstr…
Energie-Riese Vattenfall streicht 1500 Stellen in Deutschland
Stockholm. Vattenfall schwenkt auf Sparkurs: Der schwedische Energie-Riese baut weltweit 2500 Stellen ab, davon allein 1500 in Deutschland. Damit will
waz.m.derwesten.de/…/energie-riese-vattenfall-streicht-1500-st…
Vattenfall auf Sparkurs: Massiver Stellenabbau in Deutschland
Der schwedische Energiekonzern Vattenfall muss sparen. Im Zuge dessen will das Unternehmen 2500 Arbeitsplätze streichen, davon 1500 in Deutschland.
www.verivox.de/…/vattenfall-auf-sparkurs-massiver-stellenabb…
Vattenfall noch ohne konkrete Pläne für Stellenabbau – MOZ.de
Der Energiekonzern Vattenfall hat noch keine konkreten Pläne für den angekündigten Stellenabbau in Brandenburg.
www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel…/1115140/
Vattenfall streicht bundesweit 1500 Jobs – Nachrichten aus
Auch Cottbus und Berlin sind betroffen. Gewerkschaft warnt vor „irreparablen Schäden“
www.pnn.de/brandenburg-berlin/731044/
Vattenfall streicht 1.500 Stellen in Deutschland
STOCKHOLM/BERLIN (dpa-AFX) – Der schwedische Energiekonzern Vattenfall verschärft seinen Sparkurs und streicht 2.500 Arbeitsplätze, davon 1.500 in
www.t-online.de/…/vattenfall-streicht-1-500-stellen-in-deutsch…
Vattenfall-Beschäftigte demonstrieren gegen Stellenabbau – Neue
Mehrere tausend Beschäftigte des Energiekonzerns Vattenfall haben in Berlin gegen den geplanten Stellenabbau und für höhere Einkommen demonstriert.
www.noz.de/…/vattenfall-beschaeftigte-demonstrieren-gegen-s…

Meldungen vom 7. März

News

21 neue Ergebnisse für Vattenfall

Tausende Vattenfall-Beschäftigte protestieren gegen Stellenabbau
DIE WELT
Berlin (dapd). Mehrere Tausend Mitarbeiter des Energiekonzerns Vattenfall haben am Donnerstag in Berlin gegen den geplanten massiven Jobabbau und für bessere Löhne demonstriert. Rund 4.000 Beschäftigte aus Berlin, Hamburg und der Lausitz
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DIE WELT

Vattenfall-Mitarbeiter demonstrieren für ihre Jobs
Berliner Morgenpost
Mehrere tausend Beschäftigte des Energiekonzerns Vattenfall haben in Berlin gegen den geplanten Stellenabbau und für höhere Einkommen demonstriert. Mit Transparenten, auf denen „Wir wehren uns“ und „Ohne Mitarbeiter kein Moos“ stand, zogen nach
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Berliner Morgenpost

Sparkurs nach Gewinneinbruch: Vattenfall will 1500 Arbeitsplätze in
FOCUS Online
Der schwedische Energiekonzern Vattenfall verschärft seinen Sparkurs und streicht 2500 Arbeitsplätze, davon 1500 in Deutschland. Sie sollen bis Ende 2014 „sozialverträglich“ abgebaut werden, kündigte Vorstandschef Øystein Løseth am Mittwoch an.
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Unternehmen: Gewerkschaft will Druck in Vattenfall-Tarifrunde erhöhen
FOCUS Online
Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hatte am Mittwoch angekündigt, 1.500 Arbeitsplätze in Deutschland streichen zu wollen. „Das ist ein hoch profitables Unternehmen hier in Deutschland – mit Milliardengewinnen, die nach Schweden abgeliefert
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Vattenfall-Beschäftigte demonstrieren gegen Stellenabbau
Süddeutsche.de
Berlin (dpa) – Mehrere tausende Beschäftigte des Energiekonzerns Vattenfall haben in Berlin gegen den geplanten Stellenabbau und für höhere Einkommen demonstriert. Die Gewerkschaften riefen zu bundesweiten Warnstreiks am 18. März auf, einen Tag
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2500 Stellen weg – „Vattenfall hat sich verzettelt“
tagesschau.de
Gerade noch hatte Vattenfall-Chef Löseth von einem „guten Jahr“ gesprochen, da kündigte der größte Energieerzeuger Europas 2500 Stellenstreichungen an, 1500 davon in Deutschland. Wann genau wer wo gehen soll, ist nicht bekannt. Die Schweden
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Hess, Vattenfall, JP Morgan…: Welche Firmen Mitarbeiter entlassen
WirtschaftsWoche
Der insolvente Leuchtenbauer Hess reduziert die Zahl seiner Mitarbeiter: 50 der 380 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Auch deutsche Vattenfall-Mitarbeiter müssen um ihre Jobs bangen. Bis Ende 2014 will der schwedische Energiekonzern hierzulande 1500
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Vattenfall nennt noch keine konkreten Zahlen zum Stellenabbau
DIE WELT
Berlin (dapd-bln). Der Energiekonzern Vattenfall hat noch keine konkreten Pläne für den angekündigten Stellenabbau in Berlin und Brandenburg. „Wir stehen erst am Anfang des Prozesses“, sagte Vattenfall-Sprecher Steffen Herrmann am Donnerstag auf
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DIE WELT

Massiver Stellenabbau bei Vattenfall
Hamburger Abendblatt
Es ist eine Hiobsbotschaft für die rund 20.000 deutschen Mitarbeiter des Energieversorgers Vattenfall. 1500 Arbeitsplätze will der schwedische Konzern bis Ende 2014 in Deutschland abbauen – weitaus mehr als bereits im Vorfeld befürchtet worden war.
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Hamburger Abendblatt

SPD-Fraktion Vattenfall hat Verantwortung für Lausitz
DIE WELT
Potsdam/Cottbus – Die Brandenburger SPD-Fraktion hat den geplanten Personalabbau beim Energiekonzern Vattenfall kritisiert. Fraktionschef Ralf Holzschuher appellierte am Donnerstag an die schwedische Konzernführung, ihre Verantwortung für die
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Gegen betriebsbedingte Kündigungen
Märkische Allgemeine
Vattenfall betreibt im Südosten Brandenburgs mehrere Braunkohletagebaue und -kraftwerke. Dort sind mehr als 5.000 Menschen beschäftigt. Nach Agenturinformationen sollen vor allem die Verwaltungen von Vattenfall gestrafft werden. Beim technischen
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«Erlöseth uns» – Personalabbau bei Vattenfall erst am Anfang?
greenpeace magazin online
Nach dieser Ankündigung vom Mittwoch prasselt auch in Stockholm Kritik auf Vattenfall ein. Der Hauptvorwurf lautet: Der Energieriese hat sich mit seiner Expansion ins europäische Ausland verkalkuliert. «Jetzt zahlen die Mitarbeiter den Preis für die
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Zeitung Heute: Vattenfall streicht 1500 Jobs
Tagesspiegel
Berlin – Vattenfall streicht in Deutschland 1500 von 20 000 Arbeitsplätzen. Wie der schwedische Staatskonzern am Mittwoch mitteilte, müssten die Kostenstrukturen verbessert werden, weil der Trend zum Energiesparen und das schwache
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Demo gegen Stellenstreichungen bei Vattenfall
NDR.de
Mitarbeiter des Energiekonzerns Vattenfall haben am Donnerstag gegen die geplanten Stellenstreichungen demonstriert. An einer Protestkundgebung in Berlin beteiligten sich auch Beschäftigte aus Hamburg. Mit sieben Bussen seien sie am Morgen in die
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Vattenfall baut ab
Potsdamer Neueste Nachrichten
Berlin – Ob das ein Zufall ist? Einen Tag vor Warnstreiks und einer Demonstration bei der deutschen Vattenfall-Zentrale in Berlin-Mitte kündigte die Konzernspitze in Stockholm einen „Konsolidierungskurs zur weiteren Kostensenkung“ an. Gemeint ist vor
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Vattenfall streicht tausende Stellen
freiewelt.net
Der Energiekonzern Vattenfall plant bis Ende nächsten Jahres eine Kürzung von über 2500 Arbeitsplätzen, allein 1500 davon in Deutschland. Besonders Mitarbeiter in Berlin, Hamburg und Cottbus sind von dem Stellenabbau betroffen. Laut Ankündigung
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freiewelt.net

Vattenfall hat eine Verantwortung für die Region – Ralf Holzschuher und Detlef
NIEDERLAUSITZ aktuell
Ich weiß garnicht so richtig wie ich darauf reagieren soll.. „Vattenfall hat eine Verantwortung für die Region“ Spricht da die pure Naivität oder das schlichte Unwissen? Seit Jahrzehnten setzt dieses Land auf eine Ressource von der klar ist, dass sie
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Probleme von Vattenfall nicht überraschend
Pressrelations (Pressemitteilung)
Der Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag AXEL VOGEL hat den von dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall angekündigten Stellenabbau als für die Beschäftigten äußerst schmerzhaft bezeichnet.
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Pressrelations (Pressemitteilung)

Vattenfall streicht konzernweit 2500 Stellen
Traunsteiner Tagblatt
Stockholm/Berlin (dpa) – Der schwedische Energiekonzern Vattenfall verschärft seinen Sparkurs und streicht 2500 Arbeitsplätze, davon 1500 in Deutschland. Sie sollen bis Ende 2014 «sozialverträglich» abgebaut werden, kündigte Vorstandschef Øystein
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Vattenfall setzt Konsolidierungskurs zur weiteren Kostensenkung fort
nordic market
Berlin: CEO Øystein Løseth und CFO Ingrid Bonde stellten heute dem Europäischen Betriebsrat von Vattenfall Maßnahmen zur weiteren Konsolidierung des Unternehmens vor. Sie erklärten, dass fortlaufende Energieeffizienzmaßnahmen kombiniert mit
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Vattenfall streicht in Deutschland 1500 Stellen
newsecho.de – Meine Nachrichten
Vattenfall streicht in Deutschland 1500 Stellen. Berlin – Der Energiekonzern Vattenfall will in Deutschland 1500 Stellen bis zum Jahr 2014 abbauen. Das kündigte das Unternehmen in Berlin an. (dpa). Tweet
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Blogs

2 neue Ergebnisse für Vattenfall

Energie: Vattenfall-Beschäftigte demonstrieren gegen Stellenabbau
Mehrere tausend Beschäftigte des Energiekonzerns Vattenfall haben in Berlin gegen den geplanten Stellenabbau und für höhere Einkommen demonstriert.
Augsburger Allgemeine – Wirtschaft
Vattenfall streicht 1.500 Jobs in Deutschland | Mittelstand
von dapd
Stockholm/Berlin (dapd). Nach den Konkurrenten E.on, RWE und EnBW plant nun auch der vierte große Stromerzeuger auf dem deutschen Markt, Vattenfall, spürbare Einschnitte beim Personal. Allein in Deutschland sollen rund 1.500 von
Mittelstand-Nachrichten.de

 

Web

11 neue Ergebnisse für Vattenfall

Energiekonzern Vattenfall streicht Stellen | Aktuell Wirtschaft | DW
Der schwedische Energiekonzern Vattenfall reagiert mit Massenentlassungen auf den Atomausstieg in Deutschland und die Rezession in Südeuropa.
www.dw.de/energiekonzern-vattenfall-streicht…/a-16654044
Vattenfall Europe Generation – Vattenfall
Vattenfall Europe Generation AG – Vorstand und Aufsichtsrat.
corporate.vattenfall.de/de/vattenfall-europe-generation.htm
Easy privatstrom – Tarife – Vattenfall
Sparen Sie jetzt mit dem günstigen Easy Privatstrom von Vattenfall – einfach online abschliessen.
www.vattenfall.de/de/easy-privatstrom-tarife.htm
Sparkurs: Vattenfall streicht Tausende Stellen | Wirtschaft – Berliner
Der Energiekonzern Vattenfall will wegen niedriger Strompreise sparen. Die Standorte Berlin und Cottbus sind voraussichtlich stark betroffen. Kündigungen
www.berliner-zeitung.de/…/sparkurs-vattenfall-streicht-tausen…
Vattenfall Europe Wärme AG: Vorstand & Aufsichtsrat – Vattenfall
Vattenfall Europe Wärme AG – Vorstand und Aufsichtsrat.
corporate.vattenfall.de/de/vattenfall-europe-waerme.htm
Vattenfall Europe Netzservice: Geschäftsführung – Vattenfall
Geschäftsführung der Vattenfall Europe Netzservice.
corporate.vattenfall.de/de/vattenfall-europe-netzservice.htm
Vattenfall will 1500 Arbeitsplätze in Deutschland streichen – Focus
1500 von rund 20 000 deutschen Arbeitnehmern müssen zittern: Der schwedische Energiekonzern Vattenfall zieht jetzt seinen verschärften Sparkurs durch.
www.focus.de/…/sparkurs-nach-gewinneinbruch-vattenfall-wil…
Vattenfall streicht Stellen in Deutschland – Mittelbayerische Zeitung
Energieriese Vattenfall macht ernst und zieht die Sparschraube an. Dies bedeutet vor allem einen schmerzhaften Abbau von Personal, auch hierzulande.
www.mittelbayerische.de/…/vattenfall-streicht-stellen-in-deutsc…
Energiekonzern – Vattenfall streicht 2500 Stellen – Hamburg betroffen
Der schwedische Energieriese zieht die Sparschraube an. Dies bedeutet vor allem einen schmerzhaften Abbau von Personal. 1500 Stellen werden in
www.abendblatt.de/…/Vattenfall-streicht-2500-Stellen-Hambur…
Energie: Vattenfall streicht 1500 Stellen in Deutschland | ZEIT ONLINE
Stockholm/Berlin (dpa) – Der schwedische Energiekonzern Vattenfall verschärft seinen Sparkurs und streicht 2500 Arbeitsplätze, davon 1500 in Deutschland.
www.zeit.de/…/energie-vattenfall-streicht-1500-stellen-in-deut…
Personalschnitt bei Vattenfall – Energieversorger will in Deutschland
Vattenfall will damit Strukturen vereinfachen und Aufgaben zusammenlegen. Ein harter Schlag, meint der Stockholmer Wirtschaftsjournalist Claes Aronsson
www.dradio.de/aktuell/2032787/

Radioaktive Literatur: Vattenfall hält Hof im Schloss von König Scholz

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Hamburgs SPD Senat liest gemeinsam mit Vattenfall radioaktive Bücher über die Klimakatastrophe.

Gibt es radioaktive Literatur? Gibt es! Made by Vattenfall. Powered by SPD-Senat in Hamburg. Nennt sich Vattenfall Lesetage! Und dazu noch jede Menge Klimakatastrophe. Erneut hofiert die Hamburgische Kulturbehörde den Stromkonzern Vattenfall.  Die Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler begrüßt am kommenden Montag, dem 11. März 2013 im Hamburger Rathaus den Generalbevollmächtigen der Vattenfall Gesellschaft mit begrenzter Haftung, Pieter Wasmuth.

In alter Freundschaft werden sie beide in hohen Tönen das Loblieb auf den wichtigen Beitrag des tollen Unternehmens Vattenfall für die Literatur singen. Und sicher wird die Kultursenatorin unter König Olaf Scholz (so wird der wirklich gern in der Presse genannt) das besondere Verdienst von Vattenfalls Lesetagen für die Kinder und Jugendlichen hervorheben. (Im letzten Jahr förderte die Kulturbehörde das „Kinderprogramm der Vattenfall Lesetage 2012 mit 4.215 Euro“, teilte der Senat auf eine kleine Anfrage des Linken-Abgeordneten Norbert Hackbusch mit.)

Irgendwo irgendein Problem?  Nada! Warum sollten wir bedenken haben, wenn Vattenfall unseren Kindern etwas vorlesen lässt? Nur weil das Unternehmen die Zukunft dieser Kinder mit seinem Platz in der Tabellenspitze von Europas größten Klimasündern gefährdet? Und das bißchen Atommüll, dass der nette Onkel Vattenfall diesen Kindern als Herausforderung für die Zukunft hinterlässt, ist doch vielleicht auch ein pädagogischer Ansporn! Schade ist eigentlich nur, dass die Elbphilharmonie immer noch nicht fertig ist.

Aber bestimmt kommt der Senat auch noch darauf, die anderen Lese- und Literaturtage mit lobpreisenden Worten zu bedenken und auch ihnen die Ehre und Unterstützung einer Präsentation im Rathaus möglich zu machen. Der Senat ist doch immerhin für alle da – oder? Bestimmt will doch auch der Senat die Lesetage für den „Hamburger Energie Wechsel“, kurz HEW-Lesetage! Bürgermeister – äh, nein, König Olaf Scholz will doch auch die Energiewende, für die sich die Initiaoren – der Nautilus-Verlag, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW), die GWA St. Pauli und andere Initiativen einsetzen. Ach, und die machen auch ein Kinder- und Jugendprogramm. Alle AutorInnen der HEW-Lesetage können nähmlich (oops) über die GEW von Schulen für Leseveranstaltungen angefragt werden. Das müsste König Olaf und seine Kultursenatorin doch eigentlich auch Klasse finden?

Und auch „Lesen ohne Atomstrom – Die erneuerbaren Lesetage“ werden bestimmt noch angerufen, um ihr Programm 2013 im Rathaus präsentieren zu können. Gewürdigt mit warmen Worten der Kultursenatorin und einem Dank an die Initiatoren, die 2011 mit einer Lesung des Literatur-Nobelpreisträgers Günther Grass – direkt vor den Toren des AKW Krümmel – einen wichtigen Impuls für die Lesekultur im Norden setzten und 2012 mit atomstromfreien und obendrein noch kostenlosen Lesungen mit Dieter Hildebrandt, Roger Willemsen, Frank Schätzing und vielen vielen anderen dafür sorgten, dass sich auch Hartz4-EmpfängerInnen mal im Schauspielhaus, dem Altonaer Theater oder der Fabrik einen schönen Abend gönnen konnten.

Achja, Hartz4 und Olaf Scholz, dass ist jetzt wieder eine andere Geschichte…

 

 

 

 

Energienetze Hamburg: CDU scheitert – Vattenfall und E.on in Not – Die Bürger dürfen abstimmen

neu_Logo_Unser-Netz_CMYK-DruckBei der CDU-Fraktion in Hamburg dürfte Halbmast geflaggt sein: Die Verfassungsklage, mit der die Christdemokraten den Volksentscheid für die vollständige Rekommunalisierung der Energienetze verbieten lassen wollten, ist gescheitert! Das Verfassungsgericht hat die Klage schlicht abgelehnt! Auch in den Konzernzentralen von Vattenfall und E.on dürfte die Stimmung schlecht sein. Denn immerhin haben sie gute Gründe davon auszugehen, dass nun am 22. September per Volksentscheid eine Mehrheit der HamburgerInnen ihnen die Rote Karte zeigt und mit ihrem Kreuz für die Initiative „Unser Hamburg – unser Netz“ stimmen wird. Bislang betreiben diese beiden Unternehmen die Netze für Strom, Fernwärme und Gas. Das Bündnis „Unser Hamburg – Unser Netz“ aus Umweltorganisationen, Kirchen, Verbraucherzentrale und Mieterverbänden hat laut einer repräsentativen Umfrage des Hamburg Abendblatt eine deutliche Mehrheit hinter sich.

Zur Krise bei Vattenfall siehe auch: Vattenfalls Stern auf dem Rückzug – Was hat dich bloß so ruiniert?

Hier die Pressemeldung des Bündnisses zu dem Urteil des Hamburgischen Verfassungsgerichts:

Energienetze: Verfassungsklage der CDU nicht zulässig / Volksentscheid wird kommen!

Das Hamburgische Verfassungsgericht hat heute die CDU-Verfassungsklage gegen den geplanten Volksentscheid zur Rücknahme der Energienetze in die Öffentliche Hand abgewiesen. Damit ist der Weg für den Volksentscheid am 22. September 2013 frei.

Das Verfassungsgericht kommt zu dem einstimmigen Beschluss, dass die Verfassungsklage unzulässig ist. Die CDU hatte im Dezember 2012 Verfassungsklage eingereicht, damit aber die Fristen für eine solche Überprüfung nicht eingehalten. Mit seiner Entscheidung folgt das Gericht der Auffassung der Initiative UNSER HAMBURG – UNSER NETZ, derzufolge eine Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit in der Regel vor der zweiten Stufe der Volksgesetzgebung, dem Volksbegehren, zu erfolgen hat. Das Volksbegehren hatte UNSER HAMBURG – UNSER NETZ bereits im Juni 2011 mit über 116.000 Unterschriften durchgeführt.

„Wir freuen uns über das grüne Licht für den Volksentscheid. Die Hamburger Bürgerinnen und Bürger sind nun aufgefordert, über diese zentrale Weichenstellung der Energiepolitik zu entscheiden. Kommunale Netze sind gut für die Energiewende, und die Gewinne aus dem Netzbetrieb verbleiben zudem in Hamburg“, so Manfred Braasch, Theo Christiansen und Günter Hörmann, die Vertrauenspersonen von UNSER HAMBURG – UNSER NETZ.

UNSER HAMBURG UNSER NETZ wurde im Verfahren vor dem Hamburgischen Verfassungsgericht durch Dr. Till Steffen von der Kanzlei elblaw Rechtsanwälte vertreten.

Energie-Themen im neuen ROBIN WOOD MAGAZIN: Fukushima – Proteste – Risiken beim AKWs stilllegen – Uranfabrik Gronau – Rekommunalisierung der Energienetze – AKW-Neubau in Polen

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Auch online: Schwerpunkt Energie im neuen ROBIN WOOD MAGAZIN.

Vor wenigen Tagen ist das neue ROBIN WOOD MAGAZIN mit einem Schwerpunkt zum Thema Energie erschienen. Mit Artikeln über die Situation in Fukushima zwei Jahre nach dem mehrfachen Super-GAU, über die Proteste für den Atomausstieg am 9 März in Deutschland, über die Probleme und Risiken, die es bei der Stilllegung von Atomkraftwerken gibt, über die Uranfabrik Gronau, mit Infos über die Kampagnen für die Rekommunalisierung der Energienetze in Berlin und Hamburg und mit einem Bericht über den Versuch, in Polen ein neues Atomkraftwerk zu bauen. Infos über das ROBIN WOOD Magazin, das als Printausgabe auch bestellt werden kann, hier.

Über Energiepolitik und -Aktionen informiert ROBIN WOOD auf seiner Homepage.

Die Artikel der aktuellen Ausgabe vom März 2013 sind auch online verfügbar (alle als PDF).

Vattenfall-Krise: 1.000 Jobs weniger in Deutschland?

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Vattenfall-Krise: Arbeitsplatzabbau droht. Foto: Dirk Seifert

Die Milliardenverluste von Vattenfall in den letzten Jahren und deutliche Gewinnrückgänge haben jetzt offenbar auch für die Beschäftigten in Deutschland Konsequenzen. Nach einem Bericht des Hamburger Abendblatts sind „mehr als 1000 Jobs in Gefahr“. Erst vor wenigen Tagen waren Pläne bekannt geworden, dass Vattenfall europaweit 2.000 Stellen abbauen will. Die Hälfte davon soll nun offenbar in Deutschland gestrichen werden.

Die Spekulationen, dass die Probleme bei dem schwedischen Staatskonzern dazu führen könnten, dass sich Vattenfall insgesamt aus dem deutschen Markt zurückziehen könnte, nehmen seit Wochen immer mehr zu: Vattenfalls Stern auf dem Rückzug – Was hat dich bloß so ruiniert?

Der Abbau von Arbeitsplätzen spitzt sich nun weiter zu. Aber längst ist ein weitergehender Personalabbau im Gange: Bereits Mitte November 2011 setzte Vattenfall den Kolleginnen und Kollegen des Kundenservice das Messer auf die Brust: 900 von ihnen sollten drastische Gehaltssenkungen hinnehmen, oder sie würden verkauft, hatte der Vorstand angedroht. Im Januar 2012 einigten sich Betriebsrat und Vattenfall, dass der Kundenservice zwar im Unternehmen bleibt, aber 300 Stellen in den nächsten Jahren sozial verträglich abgebaut werden. Siehe auch hier: Vattenfall – Streit mit Beschäftigten nimmt zu!

Laut Abendblatt wird der Aufsichtsrat von Vattenfall am 7. März zu einer Strategiesitzung zusammenkommen. „Es geht um viel an diesem Tag. Denn der schwedische Staatskonzern hat sich in den vergangenen Jahren durch immer neue Zukäufe verschuldet. Jetzt zieht Vattenfall-Chef Øystein Løseth die Notbremse. Um zu sparen, sollen nach Informationen des Abendblatts auch Stellen gestrichen werden. Mehr als tausend Mitarbeiter könnten in Deutschland betroffen sein – auch in Hamburg. Vattenfall versucht jedoch, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.“

Gestern war bekannt geworden, dass Vattenfall bereits seit November letzten Jahres mit zwei Banken den Verkauf eines 920 MW-Blocks des Braunkohlekraftwerk im sächsischen Lippenstedt sondiert. Dabei geht es Vattenfall nicht nur um die Erlöse aus dem Verkauf, um die Bilanzen zu verbessern, sondern auch darum, dass „400 Mitarbeiter an den neuen Eigentümer übergeben“, berichtet das Abendblatt. Interessenten gibt es aber noch nicht.

Die Beschäftigten bei Vattenfall sollen für den 7. März Proteste in Berlin angekündigt haben.(siehe hier die Seite der Verdi-Betriebsgruppe Berlin)

Gespannt sein darf man, wie die Gewerkschaften Verdi, IG BCE und die IG Metall weiter reagieren. Aktuell laufen bei Vattenfall Tarifverhandlungen, bei denen es nicht nur um mehr Gehalt geht, sondern auch darum, dass Vattenfall betriebsbedingte Kündigungen bis zum Jahr 2020 ausschließt. Die ersten beiden Verhandlungsrunden sind bislang ergebnislos verlaufen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Meldungen dürfte das keine leichte Aufgabe für die Gewerkschaften werden. Bereits im Dezember 2012 hatte die die Verdi-Betriebsgruppe von Vattenfall in Berlin in einem Flugblatt die Konzernstrategie von Vattenfall kritisiert (PDF): „Mit der Verlagerung der Konzernsteuerung nach Schweden erscheint Vattenfall nach außen und innen immer führungs- und konzeptloser. Die Zentralisierung der Konzernstruktur wirkt kontraproduktiv in Zeiten einer Energiewende mit ausgeprägt dezentralem Charakter.“ Ohne es weiter zu erläutern stellte die Betriebsgruppe fest, dass weitere Probleme drohen: „Ein weiterer teurer Managementfehler, den am Ende wieder die Beschäftigten bezahlen müssen, bahnt sich an.“ (Hier das Flugblatt „Vattenfall auf dem Irrweg“ der Verdi-Betriebsgruppe zum download).

Auch für das Personal bei Vattenfall zeichnet die Betriebsgruppe ein dramatisches Bild: „Auf klarem Kurs bleibt Vattenfall beim Umgang mit den Mitarbeitern. Permanent wird die Belegschaft mit Plänen zum Personalabbau – und in dessen Folge – auch mit betriebsbedingten Kündigungen bedroht. Zeitgleich wird die Ausbildung in Frage gestellt. Für alle wahrnehmbar werden die Unternehmen weiter strukturell zerschlagen. Endzeitstimmung bei den Kolleginnen und Kollegen!“

So offenkundig der Druck der Konzernleitung angesichts der Krise bei Vattenfall ist: Alternativen jenseits von Vattenfall kommen bei den Betriebsräten und deren Gewerkschaften nicht an: In Hamburg und Berlin haben sich starke Bürgerbündnisse auf den Weg gemacht, die heute noch von Vattenfall betriebenen Stromnetze und in Hamburg zusätzlich noch das gesamte Fernwärmenetz samt Kraftwerken und Kunden vollständig zu rekommunalisieren. Während in Berlin derzeit das Volksbegehren läuft, ist in Hamburg klar, dass es am 22. September zum Volksentscheid kommen wird.

Für die Beschäftigten könnte das bedeuten, jenseits einer privatwirtschaftlich organisierten Aktiengesellschaft mit dem Streben nach hohen Gewinnmargen wieder im öffentlichen Bereich tätig zu sein. In einem kommunalen Unternehmen, dass nicht maximalem Profit verpflichtet ist, sondern der Daseinsvorsorge. (Siehe auch: Heinz-J. Bontrup und Ralf-M. Marquardt, Arbeitspapier derBöckler-Stiftung, “Chancen und Risiken der Energiewende” (download als PDF).)

Doch mit dieser Perspektive tun sich die Gewerkschaften schwer, die sonst gern die Energieversorgung als Bereich der Daseinsvorsorge immer wieder als wichtigen Grundpfeiler betonen.

Gewerkschaften, Energiewende und Rekommunalisierung:

Rekommunalisierung – Schweres Thema ausgerechnet für Gewerkschafter

Die Energiewende ist eine Chance für Arbeitsplätze

Chancen und Risiken der Energiewende

 

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