Bloß weg mit dem Atommüll – Eine Geschichte über die Entsorgungspolitik

Nichts entsorgt, alles nur geparkt. Radioaktive Brennelemente im Lagerbecken der WAA Sellafield. Nach der Bearbeitung kommt das Zeug als verglaster Atommüll für das Zwischenlager Gorleben zurück oder als plutoniumhaltige Brennelemente (MOX) für deutsche AKWs. Alles strahlt weiter… Foto: Betreiber Sellafield

Die Wochenzeitung DIE ZEIT hat in ihrer Online-Ausgabe einen Artikel von Manfred Kriener veröffentlicht, der sich mit der deutschen Geschichte über die Atommüllentsorgung auseinandersetzt.

Kriener zeichnet in dem Artikel die gesamte – absurde und manchmal kaum glaubhafte – Debatte über den Atommüll nach. Lesenwert!

Zur Entsorgungsfrage und die Bedeutung für den Betrieb von Atomkraftwerken siehe auch diesen Text über die Geschichte des AKW Brokdorf. Darin geht es u.a. auch um das Urteil zum Baustopp für Brokdorf (1977). Damals verhängte das Gericht einen Baustopp, weil die Entsorgung des Atommülls nicht geklärt sei. Das löste damals hektische Betriebsamkeit bei der Bundesregierung aus, stellte dieses Urteil doch den geplanten Bau weiterer Reaktoren in Frage.

Seit dem Brokdorf-Urteil wurden große Mengen hochradiaktiver Brennelemente per CASTOR in die Wiederaufarbeitungsanlagen in Frankreich (La Hague) und England (Sellafield) transportiert. Dort wurde zwar nichts entsorgt, dafür aber Plutonium und Uran separiert. Nach der Bearbeitung kommt das Zeug als verglaster Atommüll für das Zwischenlager Gorleben zurück oder als plutoniumhaltige Brennelemente (MOX) für deutsche AKWs. Mehr dazu hier: VERDAMMT IN ALLE EWIGKEIT – Plutonium in Atomreaktoren (PDF). 

Zu MOX und den Transporten zu den AKWs siehe auch hier.

 

Plutonium-Transporte zum AKW Grohnde – Vielfältige und bunte Aktionen

Am Wochenende sind die plutoniumhaltigen MOX-Brennelemente aus Sellafield / UK über den Hafen von Nordenham zum AKW Grohnde transportiert worden. Begleitet wurde diese gefährliche Fracht von zahlreichen und bunten Aktionen der AtomkraftgegnerInnen. Damit machten sie darauf aufmerksam, dass mit dem andauernden Betrieb von Atomkraftwerken immer noch zahlreiche Risiken einhergehen. Außerdem machten die Aktionen klar, dass die Entsorgung des anfallenden Atommülls bis heute nicht gelöst ist.

Klar ist auch: Der Protest wird weitergehen. Bereits im November sollen abermals Plutonium-Brennstäbe von Sellafield über Nordenham zum AKW Grohnde gehen. Außerdem bereiten sich die AtomkraftgegnerInnen in Niedersachsen auf eine Großaktion zum zweiten Jahrestag der Katastrophe von Fukushima im März 2013 vor.

Über die Aktionen zum Plutonium-Transport haben viele Medien ausführlich berichtet. Hier eine Zusammenschau von Google-News vom heutigen 24. September über die Aktionen:

Mox-Brennelemente im AKW Grohnde eingetroffen

T-Online – ‎vor 5 Stunden‎
Die Lieferung war der erste von zwei für diesen Herbst vorgesehenen Mox-Transporten aus Sellafield nach Grohnde. Insgesamt erwarten die deutschen AKW-Betreiber noch rund 100 Mox-Brennelemente aus Großbritannien und Frankreich. Nach Angaben

MOX-Brennelemente: Atomtransport in Grohnde angekommen

Augsburger Allgemeine – ‎vor 9 Stunden‎
Atomtransport in Grohnde angekommen: Der umstrittene Atomtransport aus dem britischen Sellafield ist am frühen Montagmorgen im Atomkraftwerk Grohnde in Niedersachsen angekommen. Auf dem letzten Transportabschnitt von Nordenham in der

MOX-Brennelemente Atomtransport aus Sellafield im AKW Grohnde eingetroffen

business-on.de Weser-Ems – ‎vor 5 Stunden‎
Die aus Mischoxid hergestellten Brennstäbe, sog. MOX-Brennelemente, sind in Sellafield aus Atommüll hergestellt worden. Sie enthalten auch Plutonium. Umweltschützer warnen vor unkalkulierbaren Risiken der Brennstäbe, die im AKW Grohnde zum

MOX-Transport erreicht Atomkraftwerk in Grohnde – Transport ohne Zwischenfälle

NonstopNews – Nachrichtendienst – ‎vor 14 Stunden‎
Nachdem die MOX-Brennelemente am Sonntag per Schiff in Nordenham angekommen waren, setzte sich der Straßentransport am Sonntagabend in Bewegung in Richtung AKW Grohnde. Hier sollen die Elemente verbrannt werden. Kurz nach Mitternacht

Atomtransport erreicht Grohnde ohne Zwischenfälle

Hamburger Abendblatt – ‎vor 7 Stunden‎
Nach dem Transport von plutoniumhaltigen Mischoxid-Brennelementen zum niedersächsischen Atomkraftwerk Grohnde hat Greenpeace vor deren Einsatz im Reaktor gewarnt. Es sei zu befürchten, dass diese Mox-Brennstäbe aus der britischen

Die heiße Fracht ist da

Hannoversche Allgemeine – ‎vor 20 Stunden‎
Plutonium sei hochgiftig, sagte Tobias Darge von der Initiative „Grohnde abschalten“. Wer auch nur kleinste Mengen einatme, könne an Krebs erkranken. Der Einsatz von Mox-Brennstäben müssten im Atomgesetz dringend verboten werden, forderten die

Atomtransport nach Grohnde endet ohne Zwischenfälle

STERN.DE – ‎vor 8 Stunden‎
Ohne größere Zwischenfälle erreichte der Transport dann nach knapp fünf Stunden das Ziel in Grohnde. Nach Angaben von Umweltschützern enthalten die sogenannten Mischoxid-Brennelemente (MOX) hochgiftiges Plutonium und stellen ein

Trotz Protesten: Atomtransport trifft in Grohnde ein

Hamburger Abendblatt – ‎vor 1 Stunde‎
Von den aus Atommüll gewonnenen Mischoxid-Brennstäben (MOX) geht nach Ansicht von Umweltschützern ein unkalkulierbares Risiko aus, weil sie stärker strahlten und ihre Temperatur schlechter zu regulieren sei. In der vergangenen Woche hatte die

Atomtransport aus Sellafield im Akw Grohnde eingetroffen

AFP – ‎vor 1 Stunde‎
Von Nordenham aus wurden die aus einem Uran-Plutonium-Gemisch (MOX) bestehenden Brennelemente dann mit speziellen Lastwagen nach Grohnde transportiert, wo sie am Montag kurz vor 01.00 Uhr eintrafen. Während des gesamten Transports kam

Brennstäbe aus Sellafield für AKW Grohnde: Umstrittener Atomtransport

FOCUS Online – ‎vor 5 Stunden‎
hätten ihn umrundet, sagte ein Sprecher der Organisation. Die sogenannten Mischoxid-Brennelemente (MOX) für Grohnde enthalten hochgiftiges Plutonium und stellen nach Ansicht von Greenpeace-Sprechern ein unkalkulierbares Risiko dar.

Atomtransport auf dem Weg nach Nordenham

NDR.de – ‎22.09.2012‎
Der von Protesten begleitete Transport mit acht Mischoxid (MOX)-Brennelementen aus Sellafield ist am frühen Montagmorgen im AKW Grohnde eingetroffen. Demonstranten sitzen vor dem Atomkraftwerk in Grohnde. © dpa – Bildfunk Fotograf: Alexander

Keine Zwischenfälle: Atomtransport nach Grohnde endet friedlich

N24 – ‎vor 6 Stunden‎
Die Mischoxid-Brennstäbe, sogenannte MOX-Elemente, kommen aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield. Sie wurden dort aus Atommüll hergestellt. Die Brennstäbe enthalten hochgiftiges Plutonium. Atomkraftgegner warnen vor einem

Plutonium-Schiff lädt Atommüll an Nordsee-Küste ab

DIE WELT – ‎vor 9 Stunden‎
Auch Greenpeace-Boote hätten ihn umrundet, sagte ein Sprecher der Organisation. Die sogenannten Mischoxid-Brennelemente (MOX) für Grohnde enthalten hochgiftiges Plutonium und stellen nach Ansicht von Greenpeace-Sprecher ein unkalkulierbares

Atomtransport im AKW Grohnde angekommen

Augsburger Allgemeine – ‎vor 4 Stunden‎
Das Schiff wurde von mehreren Booten der Wasserschutzpolizei begleitet. Von Nordenham aus wurden die aus einem Uran-Plutonium-Gemisch (MOX) bestehenden Brennelemente mit speziellen Lastwagen nach Grohnde transportiert, wo sie am Montag

Polizei lobt Demonstranten: Atomtransport erreicht Grohnde

n-tv.de NACHRICHTEN – ‎vor 13 Stunden‎
Nach Angaben von Umweltschützern enthalten die sogenannten Mischoxid-Brennelemente (MOX) hochgiftiges Plutonium und stellen ein unkalkulierbares Risiko dar. Mehr zum Thema. Mahnwache an der Castor-Strecke nahe Lubmin. 16.02.11 „Atomsuppe“

Umstrittener Atomtransport: Frachter bringt britische Brennelemente nach

Spiegel Online – ‎vor 20 Stunden‎
Acht plutoniumhaltige Brennelemente aus der britischen Atomanlage Sellafield sind per Schiff nach Deutschland gebracht worden. Der Transport war umstritten, es kam zu Protesten. Die Brennelemente sollen im Atomkraftwerk Grohnde zur Stromerzeugung

Protestaktionen gegen Atomtransport gestartet

Hamburger Abendblatt – ‎21.09.2012‎
Nordenham/Grohnde. Atomkraftgegner haben am Freitagabend Proteste gegen den Transport plutoniumhaltiger Mischoxid (Mox)-Brennelemente nach Niedersachsen gestartet. Am Atomkraftwerk Grohnde begann eine „Dauermahnwache“, wie Tobias Darge

Atom: Atomtransport aus Sellafield erreicht deutsche Küste

FOCUS Online – ‎vor 20 Stunden‎
Die sogenannten Mischoxid-Brennelemente (MOX) für Grohnde enthalten hochgiftiges Plutonium und stellen nach Ansicht von Greenpeace-Sprecher ein unkalkulierbares Risiko dar. Gegner des umstrittenen Transports waren bereits am Samstagabend zu

Nordsee: Atombrennstoff aus England in Niedersachsen erwartet

Spiegel Online – ‎21.09.2012‎
Der Weitertransport nach Grohnde soll per Lastwagen über eine noch unbekannte Route erfolgen. Im dortigen Atomkraftwerk sollen die Mox-Stäbe zur Stromgewinnung eingesetzt werden. Das Vorhaben ruft den Protest von Greenpeace hervor: „Wir fordern,

Atomtransport erreicht AKW Grohnde ohne Zwischenfälle

Themenportal.de – ‎vor 7 Stunden‎
Bereits am Samstagnachmittag demonstrierten knapp 60 Gegner am Atomkraftwerk. Die sogenannten Mischoxid-Brennelemente (MOX) enthalten nach Angaben von Umweltschützern hochgiftiges Plutonium und stellen ein unkalkulierbares Risiko dar.

MOX-Transport auf dem Weg ins Weserbergland

Scharf-links.de – ‎22.09.2012‎
Wir sind uns sicher, dass die MOX-Brenn-elemente für dieses Wochenende auf dem Weg zum AKW Grohnde sind. Ab Freitag gibt es eine Dauermahnwache. Die Atomkraftgegner der Regionalkonferenz Grohnde Abschalten lassen sich nicht beirren. Es wird

Umstrittener Atomfrachter erreicht Wesermündung

Hamburger Abendblatt – ‎23.09.2012‎
Die sogenannten Mischoxid-Brennelemente (MOX) für Grohnde enthalten hochgiftiges Plutonium und stellen nach Ansicht von Greenpeace-Sprecher Heinz Smital ein unkalkulierbares Risiko dar. Anfang der Woche hatten der Kreis Wesermarsch und die

Atomtransport: Plutonium-Brennstäbe aus England im AKW-Grohnde

Idealo Energienews – ‎vor 6 Stunden‎
Bei den acht Brennstäben handelt es sich um Mischoxid-Brennelemente, kurz auch MOX genannt. In diesen ist hochgiftiges Plutonium enthalten. Nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace stellen diese Brennstäbe ein unkalkulierbares Risiko dar.

Atomtransport: Brennstäbe trotz Proteste angekommen

Stromtarife.de – ‎vor 8 Stunden‎
Nordenham – Der Transport von plutoniumhaltigen MOX-Brennstäben aus dem britischen Sellafield in das Atomkraftwerk Grohnde ist abgeschlossen. Begleitet von zahlreichen Protesten sind die Behälter mit den Brennelementen auf zwei Spezialfahrzeugen

Atomkraftgegner starten Protestaktionen gegen Mox-Transport

T-Online – ‎21.09.2012‎
gegen den Transport plutoniumhaltiger Mischoxid (Mox)-Brennelemente nach Niedersachsen gestartet. Am Atomkraftwerk Grohnde begann eine „Dauermahnwache“, wie Tobias Darge von der Bürgerinitiative „Grohnde abschalten“ der Nachrichtenagentur

Ankunft der „Atlantic Osprey“ mit MOX-Elementen durch Proteste begleitet

NonstopNews – Nachrichtendienst – ‎vor 22 Stunden‎
Zwei Speziallaster bringen die Mischoxid-Brennelemente, kurz MOX-Elemente, nun ins AKW Grohnde bringen. Laut Polizei wurden die Brennelemente in Nordenham nicht mehr umgeladen, da sie sich bereits auf Transportfahrzeugen befänden. Der Frachter

POL-OLD: +++ Transport von MOX-Brennelementen von Nordenham in das

news aktuell (Pressemitteilung) – ‎vor 14 Stunden‎
Oldenburg/Nordenham/Grohnde Begleitet von zahlreichen Protesten wurden am Sonntag, 23.09.2012, Behälter mit MOX-Brennelementen auf zwei Spezialfahrzeugen vom RoRo-Anleger in Nordenham (Landkreis Wesermarsch) zum Kernkraftwerk Grohnde

Plutonium-Schiff nähert sich Nordenham

T-Online – ‎23.09.2012‎
Nach Angaben der Bürgerinitiative „Grohnde abschalten!“ beteiligten sich auch mehrere Landwirte mit ihren Traktoren an den Protesten. Die Umweltschützer verweisen auf mögliche Risiken durch das Plutonium in den Mox-Brennelementen. Schon kleinste

Polizei und Umweltschützer erwarten Mox-Transport dieses Wochenende

T-Online – ‎21.09.2012‎
Am AKW Grohnde sollte am Freitagabend eine „Dauermahnwache“ beginnen. Die Atomkraftgegner halten den Transport für gefährlich und verweisen auf das in den Mox-Brennstäben enthaltene Plutonium. Der Stadtrat von Nordenham und der Kreistag des

Das Vermächtnis von Sellafield – Die ungewisse Entsorgung von Plutonium

Deutschlandfunk – ‎21.09.2012‎
MOX-Verbot jetzt!“, fordern die Atomkraftgegner, die mit Hupkonzert und Protestmusik im Corso durch die Innenstadt von Hameln ziehen. Die Kolonne bewegt sich stadtauswärts, dorthin, wo die Kühltürme des Atomkraftwerks Grohnde in den Herbsthimmel

Aktuell von der Dauernmahnwache am AKW Grohnde

Am AKW Grohnde ist die Dauermahnwache errichtet.

Deutschland-Radio berichtet aktuell über die Transporte mit plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen und die Protest-Aktionen am AKW Grohnde. Das Audio gibt es hier!

Die sehr umfassende Recherche gibt es hier als Text

Über die Aktionen erfahren sie hier mehr.

Online Protest unterstützen: HIER

Online-Protest: Proteste gegen Plutonium-Transporte unterstützen!

Trotz zahlreicher Proteste beim ersten soll nun ein weiterer MOX-Transport über Nordenham zum AKW Grohnde statfinden. Am 3. November werden deshalb in den beiden Orten Protestaktionen starten. Unterstützen sie mit ihrer Unterschrift die Proteste: Einfach hier klicken und unterschreiben!

Informieren sie sich hier über die laufenden Aktionen und die Hintergründe.

Update Plutonium-Transport – Aktionen

Hoch umstrittener Schiffstransport mit plutoniumhaltigen Brennelementen (MOX) auf dem Weg nach Nordenham. Sonntag, 13.30 Uhr Protest-Paddeln auf der Weser und Demonstration direkt am RoRo-Anleger der Firma Rhenus Logistics in Nordenham. Dort legt die Atlantic Osprey mit den MOX-LKWs an und fährt auf der Straße direkt durch die Stadt Nordenham über Bremen und Hannover (mögliche Route auf der Straße) zum Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln.

Nordenham

Direkt an dem RoRo-Anleger der Firma Rhenus Logistik, Betrieb Blexen in Nordenham wird am Sonntag um 13.30 Uhr eine Demonstration gegen den MOX-Transport stattfinden. „Paddeln mit demonstrativen Charakter auf der Weser; wenn genug Menschen mit Kajaks und Kanus teilnehmen wollen wir symbolisch die 400 m lange Anlegestelle blockieren“, so Organisator Bernd Ebeling von www.contrAtom.de – Informationsnetzwerk gegen Atomenergie.

Zu der Demo werden auch Landwirte mit Traktoren erwartet. Da die Traktoren als Blockade verwendet werden könnten, hat die Versammlungsbehörde einen gesonderten Platz für das schwere Gerät angeordnet.

Dazu der O-Ton der Polizeidirektion Oldenburg: „Die Bauern dürfen ihre Traktoren nicht in der Neptunstraße und in der Nähe der Deichscharte parken, da sie als Blockademittel dienen könnten und die Bauern sich eh nicht an Absprachen halten“, konstatierte die Polizei beim gestrigen Kooperationsgespräch im Rathaus der Stadt Nordenham.

Weiter teilte die für die Weser zuständige Wasserschutzpolizei Brake bei diesem Gespräch mit, „das sie mit allen verfügbaren Schlauchbooten und Schiffen vor Ort sein werden, um zu verhindern, das Aktivisten auf die Anlegestelle und das Schiff klettern“.

Der LKW mit den plutoniumhaltigen Brennelementen soll direkt am RoRo-Anleger der Firma Rhenus Logistics von dem Atomfrachter Atlantic Osprey durch das Stadtgebiet von Nordenham fahren. Zielort ist der Atommeiler Grohnde bei Hameln, die wahrscheinliche Route führt über Bremen und Hannover, es sind allerdings andere Routen ebenso möglich.

Bernd Ebeling fordert von EON, auf den Einsatz der plutoniumhaltigen Brennelemente zu verzichten: „Die Erfahrung zeige, dass der Einsatz von den sogenannten MOX-Brennelementen (plutoniumhaltig) erheblich schwieriger zu händeln sei als die üblichen Brennelemente, dieses verlautet selbst in EON-Kreisen“.

„Unsere Kritik bezüglich der fehlenden Sicherheitsvorkehrungen an dem längst abgeschriebenen Transportschiff Atlantic Osprey erhalten wir aufrecht“, so Jan Becker von contrAtom. Die französische Sicherheitsbehörde “Autorité de Suretté Nucléaire” (ANS) hat offenbar gegenüber britischen Behörden die Sicherheit des Plutoniumfrachters Atlantic Osprey kritisiert.  Das geht aus einem vor kurzem veröffentlichten Bericht der britischen “International Nuclear Service” (INS) hervor. Wir erwarten von den, für diesen Atomtransport, zuständigen Behörden, das diese sofort bei der ANS nachfragen. „Haben die deutschen Behörden bei den französischen und britischen Behörden nachgefragt wegen der Sicherheitsbedenken? Was sind die Ergebnisse und wann werden diese veröffentlich?“, fragt Jan Becker. (siehe auch Informationen über die Mängel bei einer Sicherheitskontrolle hier. Die Stadt Nordenham und der Landkreis Wesermarsch wollen Verbot der Atomtransporte.)

ContrAtom und der Vorsitzende des Umweltausschußes der Stadt Nordenham erwarten dazu Stellungnahme von Innenminister Lorenz Caffier/CDU, derzeitig Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Innenminister und –senatoren von Bund und Ländern (IMK), Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann/CDU, Bundesumweltminister Peter Altmaier/CDU und dem Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, Bündnis90/Die Grünen.

Ansprechpartner für die Presse in Nordenham : Hajo Janßen, Vorsitzender des Umweltausschußes der Stadt Nordenham, mob. 0160  8829970 und Bernd Ebeling, contrAtom, mob. 01520 8296695

Grohnde

Ab heute gibt es eine Dauermahnwache vor dem Atomkraftwerk Grohnde.

Ansprechpartner: Tobias Darge, Grohnde abschalten, mob. 0176 24249815

Beginn: am Freitag ab 18 Uhr
Wo: natürlich vor dem AKW Grohnde
Wie lange: voraussichtlich bis der Transport beendet ist
Routenplaner über Google-Maps hier

Weitere Infos auf http://www.grohnde-abschalten.de/

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:

Bernd Ebeling, Mob. 01520 8296695  ,  bernd@contrAtom.de

Informationsnetzwerk gegen Atomenergie – www.contratom.de

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