Energiewende ja, Rösler nein!

Die Bundesregierung will die Energiewende stoppen – zugunsten der großen Vier! Foto: K. Brockmann /pixelio.de

Die Bundesregierung ist massiv dabei, die Energiewende auszuhebeln und damit vor allem die vier großen Atomkonzerne zu schützen bzw. zu unterstützen. Denn diese Unternehmen haben bislang im Bereich der Erneuerbaren Energien die Zeichen der Zeit verschlafen.

Über 20 Prozent der Stromversorgung haben diese Konzerne inzwischen an neue, unabhängige und dezentrale Akteure in der Stromerzeugung verloren.

Oftmals werden die Anlagen im Bereich der Erneuerbaren Energien von Bürgern initiiert, finanziert und betrieben. Und betrachtet man die Geschwindigkeit, mit der diese dezentrale und bürgergestützte Energiewende vorangekommen ist, dann ist klar, warum die großen vier Konzerne insbesondere nach Fukushima Panik bekommen. Vor allem die FDP zeichnet sich als Unterstützer der Konzerne aus: Seit Monaten verstärkt die FDP den Druck, dass Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) abzuschaffen. Schon seit längerer Zeit ist klar, dass die Bundesregierung intensiv dafür sorgt, dass vor allem private VerbraucherInnen und kleine Betriebe mit den Kosten für die Energiewende belastet werden. Die Industrie zahlt für die Energiewende fast nichts!

Jetzt startet der BUND eine Kampagne für die Erhaltung des EEG. In einem Aufruf heißt es: „Nicht einmal ein Jahr nachdem die Bundesregierung uns vollmundig die Energiewende versprochen hat, wird nun ordentlich die Axt angelegt. Vor allem die FDP will von der Wende hin zu sauberer und sicherer Energie nichts mehr wissen. Heute wird im FDP-Präsidium ein Vorschlag diskutiert, der im Wesentlichen darauf abzielt, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abzuschaffen.“

Für den BUND ist klar: „Nur wenn die Energiewende gelingt, können wir schnell aus der Atomkraft aussteigen und erfolgreichen Klimaschutz betreiben. Wirtschaftsminister Rösler darf nicht unsere Zukunft für seinen Wahlkampf gefährden.“

Weitere Informationen zur Aktion des BUND finden Sie hier.

Mit einer online-Unterschriften-Aktion fordert der BUND Umweltminister Peter Altmaier auf, endlich seinen Job zu machen und die Energiewende voranzubringen! Hier können Sie den Aufruf unterzeichnen.

Aktuell von der Dauernmahnwache am AKW Grohnde

Am AKW Grohnde ist die Dauermahnwache errichtet.

Deutschland-Radio berichtet aktuell über die Transporte mit plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen und die Protest-Aktionen am AKW Grohnde. Das Audio gibt es hier!

Die sehr umfassende Recherche gibt es hier als Text

Über die Aktionen erfahren sie hier mehr.

Online Protest unterstützen: HIER

Vattenfall: Gute Stimmung herlügen…

Auch der „Klima-Lügendetektor“ befasst sich mit Vattenfall. Unter der Überschrift Vattenfall: Sie tun’s schon wieder berichtet Nick Reimers über den Vattenfall-Konzern und seiner zwar bunten, aber sachlich inhaltsleeren Propaganda in Berlin und Hamburg. Außerdem über Vattenfall und warum der Konzern kein Partner für Hamburg sein kann hier.

Online-Protest: Proteste gegen Plutonium-Transporte unterstützen!

Trotz zahlreicher Proteste beim ersten soll nun ein weiterer MOX-Transport über Nordenham zum AKW Grohnde statfinden. Am 3. November werden deshalb in den beiden Orten Protestaktionen starten. Unterstützen sie mit ihrer Unterschrift die Proteste: Einfach hier klicken und unterschreiben!

Informieren sie sich hier über die laufenden Aktionen und die Hintergründe.

Update Plutonium-Transport – Aktionen

Hoch umstrittener Schiffstransport mit plutoniumhaltigen Brennelementen (MOX) auf dem Weg nach Nordenham. Sonntag, 13.30 Uhr Protest-Paddeln auf der Weser und Demonstration direkt am RoRo-Anleger der Firma Rhenus Logistics in Nordenham. Dort legt die Atlantic Osprey mit den MOX-LKWs an und fährt auf der Straße direkt durch die Stadt Nordenham über Bremen und Hannover (mögliche Route auf der Straße) zum Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln.

Nordenham

Direkt an dem RoRo-Anleger der Firma Rhenus Logistik, Betrieb Blexen in Nordenham wird am Sonntag um 13.30 Uhr eine Demonstration gegen den MOX-Transport stattfinden. „Paddeln mit demonstrativen Charakter auf der Weser; wenn genug Menschen mit Kajaks und Kanus teilnehmen wollen wir symbolisch die 400 m lange Anlegestelle blockieren“, so Organisator Bernd Ebeling von www.contrAtom.de – Informationsnetzwerk gegen Atomenergie.

Zu der Demo werden auch Landwirte mit Traktoren erwartet. Da die Traktoren als Blockade verwendet werden könnten, hat die Versammlungsbehörde einen gesonderten Platz für das schwere Gerät angeordnet.

Dazu der O-Ton der Polizeidirektion Oldenburg: „Die Bauern dürfen ihre Traktoren nicht in der Neptunstraße und in der Nähe der Deichscharte parken, da sie als Blockademittel dienen könnten und die Bauern sich eh nicht an Absprachen halten“, konstatierte die Polizei beim gestrigen Kooperationsgespräch im Rathaus der Stadt Nordenham.

Weiter teilte die für die Weser zuständige Wasserschutzpolizei Brake bei diesem Gespräch mit, „das sie mit allen verfügbaren Schlauchbooten und Schiffen vor Ort sein werden, um zu verhindern, das Aktivisten auf die Anlegestelle und das Schiff klettern“.

Der LKW mit den plutoniumhaltigen Brennelementen soll direkt am RoRo-Anleger der Firma Rhenus Logistics von dem Atomfrachter Atlantic Osprey durch das Stadtgebiet von Nordenham fahren. Zielort ist der Atommeiler Grohnde bei Hameln, die wahrscheinliche Route führt über Bremen und Hannover, es sind allerdings andere Routen ebenso möglich.

Bernd Ebeling fordert von EON, auf den Einsatz der plutoniumhaltigen Brennelemente zu verzichten: „Die Erfahrung zeige, dass der Einsatz von den sogenannten MOX-Brennelementen (plutoniumhaltig) erheblich schwieriger zu händeln sei als die üblichen Brennelemente, dieses verlautet selbst in EON-Kreisen“.

„Unsere Kritik bezüglich der fehlenden Sicherheitsvorkehrungen an dem längst abgeschriebenen Transportschiff Atlantic Osprey erhalten wir aufrecht“, so Jan Becker von contrAtom. Die französische Sicherheitsbehörde “Autorité de Suretté Nucléaire” (ANS) hat offenbar gegenüber britischen Behörden die Sicherheit des Plutoniumfrachters Atlantic Osprey kritisiert.  Das geht aus einem vor kurzem veröffentlichten Bericht der britischen “International Nuclear Service” (INS) hervor. Wir erwarten von den, für diesen Atomtransport, zuständigen Behörden, das diese sofort bei der ANS nachfragen. „Haben die deutschen Behörden bei den französischen und britischen Behörden nachgefragt wegen der Sicherheitsbedenken? Was sind die Ergebnisse und wann werden diese veröffentlich?“, fragt Jan Becker. (siehe auch Informationen über die Mängel bei einer Sicherheitskontrolle hier. Die Stadt Nordenham und der Landkreis Wesermarsch wollen Verbot der Atomtransporte.)

ContrAtom und der Vorsitzende des Umweltausschußes der Stadt Nordenham erwarten dazu Stellungnahme von Innenminister Lorenz Caffier/CDU, derzeitig Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Innenminister und –senatoren von Bund und Ländern (IMK), Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann/CDU, Bundesumweltminister Peter Altmaier/CDU und dem Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, Bündnis90/Die Grünen.

Ansprechpartner für die Presse in Nordenham : Hajo Janßen, Vorsitzender des Umweltausschußes der Stadt Nordenham, mob. 0160  8829970 und Bernd Ebeling, contrAtom, mob. 01520 8296695

Grohnde

Ab heute gibt es eine Dauermahnwache vor dem Atomkraftwerk Grohnde.

Ansprechpartner: Tobias Darge, Grohnde abschalten, mob. 0176 24249815

Beginn: am Freitag ab 18 Uhr
Wo: natürlich vor dem AKW Grohnde
Wie lange: voraussichtlich bis der Transport beendet ist
Routenplaner über Google-Maps hier

Weitere Infos auf http://www.grohnde-abschalten.de/

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:

Bernd Ebeling, Mob. 01520 8296695  ,  bernd@contrAtom.de

Informationsnetzwerk gegen Atomenergie – www.contratom.de

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