Atommüll-Lager im Schacht Konrad verzögert sich: Sicherheitsprobleme nehmen kein Ende

Lösungszutritte im Schacht Konrad 01- Foto BfS
Immer wieder: Die Probleme sind größer als behauptet. Ausbau im Schacht Konrad verzögert sich weiter. Foto: BfS, auch mit Wasser gibt es im Schacht Probleme.

Die Inbetriebnahme des für die dauerhafte Lagerung von leicht- und mittelradioaktiven Atommüll vorgesehenen Schacht Konrad in Salzgitter wird sich offenbar weiter verzögern. Bei dem derzeit laufenden Vorbereitungen für die Einlagerung des Atommülls zeigen sich immer wieder große Probleme, die immer wieder zu Verzögerungen führten. Nachdem der Beginn für den Probebetrieb auf 2019 verschoben werden musste, ist nun ein Verzögerung von zwei weiteren Jahren bis zum Jahr 2021 wahrscheinlich. Das melden Medien mit Bezug auf Berichten von DPA und dem NDR. „Atommüll-Lager im Schacht Konrad verzögert sich: Sicherheitsprobleme nehmen kein Ende“ weiterlesen

Riskantes Spiel: Endlager-Deal braucht Zustimmung durch Atomkonzerne

Atommüll auf Geisterfahrt. Hochradioaktive Brennelemente per Castor vom AKW Brunsbüttel auf dem Weg nach Frankreich. Foto: Dirk Seifert
Rollen demnächst Castorbehälter aus Frankreich und England zum AKW Brunsbüttel? Foto: Dirk Seifert

Toller Plan: Damit der große Deal in der Endlagersuche zwischen den Parteioberen aus CDU, CSU, FDP, Grünen und SPD voran kommt, soll nun der in Frankreich und England lagernde hochradioaktive Atommüll aus der Wiederaufarbeitung nicht mehr ins oberirdische Zwischenlager nach Gorleben transportiert werden. Doch wohin dann damit? Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck hat das stillgelegte Vattenfall-AKW Brunsbüttel ins Spiel gebracht. „Riskantes Spiel: Endlager-Deal braucht Zustimmung durch Atomkonzerne“ weiterlesen

28.000 Menschen demonstrieren bundesweit für Atomausstieg

Radioaktiv-07.jpgBundesweit 28.000 Menschen haben heute aus Anlass des zweiten Jahrestages der Katastrophe von Fukushima für den Atomausstieg demonstriert. Rund 20.000 beteiligten sich an der Aktions- und Menschenkette rund um das AKW Grohnde. Die Veranstalter der Anti-Atom-Proteste, darunter auch ROBIN WOOD, berichten von den Aktionsorten:

An der Urananreicherungsanlage in Gronau demonstrierten etwa 1.200 Menschen. Erst am Mittwoch hatten ROBIN WOOD und die Münsterländer Anti-Atom-Gruppen mehr als 10.000 Unterschriften für die Abschaltung der Urananlage an die für Atomsicherheit zuständige Wirtschaftsbehörde in Düsseldorf überreicht (Siehe hier). In Gronau beteiligten sich Robin Wood AktivistInnen und Cecile Lecomte sprach auf der Kundgebung vor der Uranfabrik.

In Günzburg, nahe des AKW Gundremmingen, versammelten sich 3.500 und am AKW Neckarwestheim 3.000 Demonstrantinnen und Demonstranten.

An einer Aktions- und Menschenkette im Abstand von 40 Kilometer rund um das AKW Grohnde –- einer Fläche in den Ausmaßen der Evakuierungszone um Fukushima –- beteiligten sich etwa 20.000 Menschen. Auf der Kundgebung in Göttingen sprach auch Dirk Seifert, Energiereferent von ROBIN WOOD. Die Rede finden sie hier zum nachlesen: Kundgebung Göttingen, Rede Energierefernt PDF

Auch in Paris fand heute eine Demonstration für den Atomausstieg statt, an der sich etwa 20.000 Menschen beteiligten.

Zwei Jahre Fukushima: Rund 20.000 demonstrieren für die Stilllegung des AKW Grohnde

Demonstration gegen das AKW Grohnde. Statt Plutonium-Transporte fordern die AtomkraftgegnerInnen die sofortige Stilllegung des AKW. Foto: Dirk Seifert
20.000 forderen die sofortige Stilllegung des AKW. Foto einer früheren Demonstration gegen das AKW Grohnde: Dirk Seifert

Rund um das AKW Grohnde haben heute nach Angaben der Organisatoren  20.000 Menschen für die Stilllegung des Atomkraftwerk Grohnde demonstriert. Bei der Aktions- und Menschenkette rund um den Atommeiler erinnerten die Demonstranten auch an den mehrfachen Super-Gau im japanischen Fukushima. ROBIN WOOD unterstützt die bundesweiten Proteste an mehreren Orten.

Die Abschlusskundgebung in Göttingen und anderen Orten rund um das AKW Grohnde beginnt um 14 Uhr. Ein Vorprogramm ist ab 13 Uhr geplant.

Nicht nur rund um das AKW Grohnde wird heute für den konsequenten Ausstieg aus der Atomenergie protestiert. Weitere Demonstrationen finden bei der Uranfabrik im nordrhein-westfälischen Gronau statt, eine Kundgebung gibt es in der Nähe der AKWs im bayerischen Gundremmingen. Ebenso wird an den AKWs in Neckarwestheim und im belgischen Tihange demonstriert. Die Aktionen dort beginnen teilweise grad erst.

Demonstration gegen das AKW Grohnde.

Energie-Themen im neuen ROBIN WOOD MAGAZIN: Fukushima – Proteste – Risiken beim AKWs stilllegen – Uranfabrik Gronau – Rekommunalisierung der Energienetze – AKW-Neubau in Polen

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Auch online: Schwerpunkt Energie im neuen ROBIN WOOD MAGAZIN.

Vor wenigen Tagen ist das neue ROBIN WOOD MAGAZIN mit einem Schwerpunkt zum Thema Energie erschienen. Mit Artikeln über die Situation in Fukushima zwei Jahre nach dem mehrfachen Super-GAU, über die Proteste für den Atomausstieg am 9 März in Deutschland, über die Probleme und Risiken, die es bei der Stilllegung von Atomkraftwerken gibt, über die Uranfabrik Gronau, mit Infos über die Kampagnen für die Rekommunalisierung der Energienetze in Berlin und Hamburg und mit einem Bericht über den Versuch, in Polen ein neues Atomkraftwerk zu bauen. Infos über das ROBIN WOOD Magazin, das als Printausgabe auch bestellt werden kann, hier.

Über Energiepolitik und -Aktionen informiert ROBIN WOOD auf seiner Homepage.

Die Artikel der aktuellen Ausgabe vom März 2013 sind auch online verfügbar (alle als PDF).

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